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Barometrie - Galerie
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| Jakob Goldschmid 1815-1876 |
Goldschmid Jakob - Zürich
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Jakob Goldschmid (1815-1876) aus Winterthur, trat im Jahr 1832 seine Mechanikerlehre bei Oeri in Zürich an. Nach seiner Lehrzeit besuchte er von 1835-38 Deutschland und Österreich und heiratete 1839 die Tochter seines Lehrherrn, Jeanette Oeri (geb.1811). Das Ehepaar hatte 3 Kinder, 2 Töchter und einen Sohn, Jakob Caspar Albert.
1852 übernahm Jakob Goldschmid das Geschäft seines Schwiegervaters
in der Neustadt, Trittligasse 34. Laut J. Höltschl [Ref. 44, p.3] entwickelte
er dort um 1857 herum sein erstes, nach ihm benanntes "Goldschmid-Aneroid".
Allerdings setzte sich dieses Instrument, ein Barometer-Höhenmesser mit optischer
Ablesung, erst so richtig zu Ende der 60iger-Jahre durch.
Der Betrieb ging dann in den Jahren 1872-73 an einen der Schwiegersöhne, namens
Rudolf Hottinger-Goldschmid (1834-1883) und wurde daraufhin in "Hottinger-Goldschmid
& Cie.", Meteorologische, physikalische und mechanische Werkstätte, umbenannt.
Sie bezeichnet sich dann auch in einem Prospekt [Ref. Me1150] als "Nachfolger
von J. Goldschmid". Die Geschäftsführung teilten sich hier R. Hottinger-Goldschmid
und Dr. Carl Koppe.
Am 17.05 1876 verstarb Jakob Goldchmid in Zürich.
Hottinger & Cie zeigte sich auf verschiedenen internationalen Ausstellungen, so 1873 in Wien, 1878 in Paris und noch 1880 in Graz. Später scheint sich jedoch abermals ein Inhaberwechsel vollzogen zu haben, denn es taucht im Zusammenhang mit den "Goldschmid-Aneroiden", eine Firma "Th. Usteri-Reinacher" auf, die sich als Nachfolger von Hottinger & Cie bezeichnet.. Wir recherchieren daher weiter.
Der Sohn, Jakob Caspar Albert Goldschmid (1843-1918), führte die Berufsbezeichnung Optiker und Mechaniker, lebte bis 1876 mit im elterlichen Haus in der Trittligasse 34, hatte jedoch seine Werkstatt und Magazin am Sonnenqai 2/ Rämistr. 2. Er heiratete im Jahre 1876 und zog in der Folge von zuhause aus, behielt jedoch sein Geschäft am Sonnenquai 2 weiter. Er firmierte dort als "Atelier und Magazin Mathematischer-, Optischer- und Physikalischer-Instrumente. Aneroide zum Höhenmessen, Nivellieren und als Barometer". Später siedelte er in die Neuenhofstr.14 um und firmierte dort als "A. Goldschmid, Sohn". Schließlich führte die nächste Generation, sein Sohn Eugen Jonas Goldschmid die väterliche Tradition weiter.
Zum Schluß bleibt noch zu erwähnen, dass Rudolf Hottinger-Goldschmid unnd Albert Goldschmid, im Mitgliederverzeichnis der "Schachgesellschaft Zürich", übrigens der ältesten Schachvereinigung der Welt, dokumentiert sind. Die Vorbereitungen dieses Klubs zum 200. Jubiläum, im Jahre 2009, waren dann auch der Auslöser für die Recherchen von Herrn Richard Forster. Ihm haben wir diese umfassende Biografie zu verdanken. Ein herzlicher Dank geht deshalb nach Zürich.
| Quellen: | Poggendorff J.C. | Biographisch-literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der exacten Wissenschaften, Band 3 | Leipzig | 1858-83 |
| Ref. 44 | Koppe Carl | Die Aneroidbarometer von Jakob Goldschmid | Wien | 1872 |
| Ref. 206 | Höltschl Josef | Die Aneroide von Naudet und Goldschmid | Zürich | 1877 |
| Archiv Forster | Zürich | |||
| Archiv Stöhr | ||||
| Zentralbibliothek | Zürich |
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© Gerhard Stöhr 2005.09
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