News – ein Extra-Service von Ihrem FaW-Team:

Am besten gleich bookmarken

25.12.2011
(stoe) Haben Sie heute schon gelacht...?
Nein...? Dann wird es aber Zeit, klicken Sie mal hier!

23.12.2011

(stoe) Gönnen Sie sich mit Ihren Familien ein paar erholsame Tage...


17.12.2011
(stoe) Das Wetter vor 1000 Jahren...
Für Sie gelesen: A. Pilgram - Untersuchungen über das Wahrscheinliche in der Wetterkunde..., Wien 1788.
1011 - Sehr langer Winter. Die Sonne konnte nur sehr langsam den hartgefrorenen Reif, welcher sehr lange hinaus fast täglich fiel, zerschmelzen; es verursachte dieses viele Krankheiten.

Ebenso aus: K.L. Gronau - Versuch einiger Beobachtungen über die Witterung..., Berlin 1794.
1011 - Hatte eine langen sehr harten langen Winter, einen sehr langen regnerichten Sommer, daher hin und wieder große Überschemmungen entstanden. Am 30. Julius richtet ein Sturm mit Hagel großen Schaden an.

11.12.2011

(stoe) Ein Puzzle nimmt so langsam Gestalt an...
Nachdem sich dieser Tage, nach jahrelanger Suche, ein Tremeschini-Metallthermometer in meiner Sammlung eingefunden hat, übrigens das Fünfte das es weltweit bis ins Internet geschafft hat, wurde das Thema wieder einmal aktuell.

Dabei musste ich feststellen, dass das WWW seit meiner letzten Recherche zu Tremeschini, an Informationen zugelegt hat. So scheint es sich zu bewahrheiten, was ich immer schon vermutet hatte, - Tremeschini stammt aus Italien.

In einem Patent-Verzeichnis der "London Gazette" vom 22.04.1859, tritt er erstmals für das Jahr 1856 als Mechaniker Guiseppe Antonio Tremeschini aus Vincenza/ Italien in Erscheinung. Er meldete damals ein Patent zur Verbesserung der Telegrafenkommunikation an. Dann erscheint er wieder in in einer späteren Ausgabe vom 13.05.1864, und wird als Ingenieur aus Schio-Venetia eingetragen. Wieder ein Patent, - diesmal geht es um die Verbesserung von Lampen. Wieder einige Jahre später, am 29.08.1873, erfahren wir sogar den Standort seines Betriebes: Société Tremeschini et Cie., 23, Boulevard de Strasbourgh, Paris.

Na - also, auf diesen Moment haben wir schon lange gewartet. Im Jahre 1877, am 10.08. wurde aus Guiseppe dann Joseph und aus Antonio, Antoine der 1885 in Lilas (Seine) wohnhaft war. Da war er schon Ingénieur und Astronom, und auch ein Mitglied der "Société Météorologique de France".

Auf der Pariser Weltausstellung 1878 stellte er erstmals sein Metallthermometer aus, das dann im Jahr 1879 im Journal "La Nature" von G. Tissandier in Schrift und Bild ausführlich besprochen wurde.
Siehe dazu auch meine NEWS vom 06.06.2009.


21.11.2011
(stoe) Messen und Ausstellungen...
die Vorweihnachtszeit ist seit jeher die Zeit der Messen und Ausstellungen. Hier hat man als Sammler Gelegenheit sich zu orientieren und zu informieren. Ganz wichtig sind mir dabei die direkten persönlichen Kontakte zu den Händlern. Man lernt sich kennen und schätzen, das kann nie schaden. Hier die aktuellen Termine:

Die PAN in Amsterdam vom 20.bis 27.11.2011, also noch diese Woche, Herr Fontijn ist vor Ort.
Dann die Weihnachts-Sammlerbörse in Zürich, vom 08. bis 11.12.2011. ACHTUNG: Herr Perret hat immer sonntags geschlossen!



05.11.2011

(stoe) Thüringer Klimaweg...
Seit wenigen Wochen gibt es in und um Gerabarg in Thüringen einige neue Attraktionen. Zum Einen wurde der Klimaweg fertigestellt. Der Fußweg ist in die Natur des Geratales eingebettet und bietet dem Wanderer auf 6 km Länge, Erholung und auf 23 Tafeln interessante Informationen zum Klima generell, und zum Wissen darum im Speziellen.

Der Weg beginnt und endet in der Ortschaft Geraberg, was unmittelbar Gelegenheit bietet, das eben erworbene Wissen im wirklich sehenswerten Thermometermuseum weiter zu vertiefen. Beachten Sie die Öffnungszeiten.

Wobei hier momentan auch zwei Großthermometer im entstehen sind. Einmal ein Flüssigkeits-Ausdehnungsthermometer, 11,11 m hoch und damit weltspitze, und weiter ein Metallthermometer an der Giebelwand des Museums, auch nicht ganz ohne. Hier die ersten Bilder, das Thermometer noch ohne Skala!

Ich habe mich im Internet informiert, und für Deutschland nur noch einen vergleichbaren Klimaweg auf der Schwäbischen Alb gefunden. Es lohnt sich daher, mal wieder einen Ausflug nach Geraberg zu unternehmen.


25.10.2011

(stoe) Dorotheum-Auktion am 07.11.2011
Soeben habe ich den aktuellen Katalog erhalten. Er dreht sich um historische wissenschaftliche Instrumente und klassische Fotoapparate. Dabei bin ich immer wieder begeistert von den ganz hervorragenden Fotos. Unsere Anerkennung geht daher an das Foto-Team.

Das Angebot der meteorolog. Instrumente ist diesmal eher klein. Dafür ist das Angebot an historischer Optik, Mikroskopen, Brillen und Brillenetuis sensationell. Ganz zu schweigen von den klassischen Fotoapparaten mit Zubehör.
Mein Dank geht an Herr Simon-Unger!


22.10.2011
(stoe) Berlin war mal wieder eine Reise wert...
siehe meine NEWS vom 28.08.2011. Die Ausstellung im Bode Museum: Gesichter der Renaissance, ist großartig und hat Weltniveau. 100.000 Besucher in den ersten 6 Wochen, und jeden Tag eine schier endlose Schlange am Einlass, sprechen für sich. Die Ausstellung schließt am 20. November ihre Pforten, wobei die "Dame mit dem Hermelin" von Leonardo da Vinci schon Ende diesen Monats Berlin verlässt. Aber auch die Botticellis sind keineswegs zu verachten!
Es waren drei Tage ohne Wetterinstrumente, aber dafür mit vielen neuen und interessanten Eindrücken!

18.10.2011

(stoe) So etwas sieht man auch nicht alle Tage...
In New York wird heute von Sotheby' s ein Thermo- Barometerpärchen versteigert, das als Louis XIV beschrieben und auf 1710 datiert ist (siehe News vom 08.10.). Das Thermometer trägt eine Skala, wie ich sie bisher für diese Zeit nur aus der Literatur kannte, an einem Thermometer habe ich sie so noch nie gesehen..

Es handelt sich dabei offenbar um eine Skalenteilung nach Philippe de la Hire (1640-1718) bzw. auch Delahire geschrieben, der sein Thermometer von M. Hubin, Emailleur de Roi, Anfang der 1670er Jahre fertigen ließ und es ab etwa 1678 im Observatorium zu Paris deponierte. Damit wurden fortan die Temperaturen der tiefen Keller beobachtet (48° dlH ~ +8,6° ancR), die man für konstant hielt, und auch noch posthum bis 1730 Klima-Aufzeichnungen gemacht. Dann wurde es von einem Reaumur-Thermometer abgelöst.

Obwohl das Urthermometer sehr groß war (130cm !), hatte es nur einen Messbereich von 0 bis 100° dlH, entsprechend
-22,5 bis +25° ancR. Es war deshalb entsprechend empfindlich in der Anzeige.

Zusammen mit dem Barometer wurde Lot 982 auf ein Estimate von 60-90.000 US$ taxiert. Man darf heute gespannt sein.


15.10.2011

(stoe) Topaktuell....
Das Thermometermuseum Geraberg, das in absehbarer Zeit sein zehnjähriges Bestehen feiern kann, investiert in die Zukunft. Fördermittel machten dies möglich.

Ein Klimaweg Thüringen und 2 rekordverdächtige Großthermometer ( ein Flüssigkeits-Ausdehnungsthermometer 11,11 m hoch und ein Bi-Metallthermometer an der Stirnseite des Museums) wurden dieser Tage enthüllt und sollen weitere Besucher in die Region Thüringen und ins Museum locken. Das erstgenannte Thermometer muss noch mit Anzeigeflüssigkeit gefüllt werden. Wir berichten dann, wenn es bestimmungsgemäß funktioniert.

Über die erweiterte Hompage gibt es schon erste Bilder und Informationen von dort.


13.10.2011
(stoe) Herbstkatalog aus Genf...
Immer wenn die Blätter zu fallen beginnen, trifft mit schöner Regelmäßigkeit der Herbstkatalog von Herrn Perret aus Genf ein. So auch wieder dieser Tage der Katalog Nr. 43. Die Wetterinstrumente nehmen diesmal 10 Seiten in Anspruch. Quer durch die Bank ist von Allem etwas dabei. Ein großer Bourdon für 550,- Sfr und ein gut erhaltenes Emaille-Werbethermometer
von "le Sirop Jane" für 450,- Sfr. stechen mir spontan ins Auge. Herr Perret verchickt seinen Katalog ganz gerne gegen eine Schutzgebühr. http://www.perret-antiques.ch/

08.10.2011
(stoe) Sotheby-Auktion in New York am 18.10.2011
Falls Sie gerne einen Blick auf Ungewöhnliches werfen, sollten Sie sich vielleicht mal dieses Angebot anschauen. Es ist ein Pärchen, Barometer und Thermometer im Stil des Louis XIV, um 1710 ist zu lesen. Vergoldeter Rahmen, mit Schildpatt-Messingintarsien. Die Skalen sind mir persönlich recht ungewohnt. Zoomen Sie sich die Skalen heran und bilden sich selbst ein Urteil!
Eine Besichtung vor Ort scheint mir im Falle des Falles angeraten, Lot 982.

05.10.2011
Der Tag an dem STEVE JOBS starb!

02.10.2011


(stoe) Denn sie wissen nicht was sie tun...
Im Internet gibt es unzählige Conversions-Portale, wo sich das ganze Spektrum der Thermometer von A nach B, von B nach D und weiter nach C bzw. Celsius umrechnen lassen, und dies auf mehrere Stellen nach dem Komma genau.

Das kann man zahlenmäßig natürlich tun, führt aber oft zu Ergebnissen die keinesfalls miteinander verglichen, und schon gar keinen wissenschaftlichen Anspruch erheben dürfen.

Das liegt daran, dass in der "Vorquecksilberära", also in erster Linie in der Zeit des 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts, die Kapillaren mit sich nichtlinear ausdehnenden Flüssigkeiten (Wasser, Weingeist, Leinöl etc.) gefüllt und vor linearen Skalen angebracht wurden. Man wusste es noch nicht besser! Auch die Bestimmung der oftmals kuriosen Fixpunkte war meist recht vage und kaum reproduzierbar.

Die offenen Luftthermoskope zu Beginn der Temperaturmessung sind für einen solchen Vergleich sowieso gänzlich ungeeignet! Klimatologen stellen sich bei solch einer Vorgehensweise die Haare zu Berge.

Wenn man diesen Service nutzt, sollte man das wissen und die Hintergründe der einzelnen Skalen genau kennen, sonst bleibt es nur bei einer rechnerischen Spielerei. Selbstverständlich lassen sich die modernen Skalen (C, F, K, Ra) damit problemlos umrechnen!


28.09.2011 >271

(stoe) Ach - noch was, bevor ich weitermache...
Wer bisher bei Google nach "thermometer" und "delisle" gesucht hatte, wurde enttäuscht. Lediglich eine alte SW-Aufnahme aus dem Jahr 1952 hält die Deutsche Fotothek für den Thermometerfreund bereit. Sie wurde einst in den Staatl. Sammlungen der DDR in Dresden geknipst. Mehr gibt es nicht! Auch in den einschlägigen Museen bleibt Delisle nahezu unerwähnt, und das obwohl in Russland noch bis weit ins 19 Jh. mit diesen Thermometern gemessen wurde.

Ein Originalthermometer aus den Händen des Meisters, Joseph Nicolas Delisle (1688-1768), wird in Uppsala aufbewahrt. Eine ziemlich schlechte SW-Abbildung davon findet sich in [Ref. 75, S.96].

Ich war nun im Jahre 2006 in Dresden zu Besuch und habe dort exakt dieses eingangs erwähnte Thermometer ganz zufällig fotografiert. Damals wusste ich noch nicht, was ich da vor mir hatte. Deshalb kann ich heute der offensichtlichen Not im Netz, mit einem zeitgemäßen Foto ein Ende bereiten.
Das "Delisle -Thermometer", manchmal auch "de Lisle-Thermometer" geschrieben, stammt aus der Werkstatt des Reichsgrafen Hans Löser - Schloß Reinharz, 1760, - das Foto aus meinem persönlichen Archiv!

Siehe dazu auch: www.freunde-alter-wetterinstrumente.de/22theges05.htm
Sieht schon viel besser aus - oder?


25.09.2011 >268

Bitte klicken!

(stoe) John und Peter Dolland...
Sie bemerken zurecht, - ich lasse mich schon wieder ablenken. Aber solch eine Original-Quittung aus dem Jahr 1777, noch dazu von P. Dolland selbst unterzeichnet, kann meiner Aufmerksamkeit immer sicher sein.

"Euer Gnaden, der Herzog von Norfolk" hatte an jenem 20. August 1777, es war ein Mittwoch, beim Optiker "to her Majesty" P. & J. Dolland - London, eine grüne Seidenabschirmung mit Stahlfedern für 15,00 Pfund erworben. Quittiert per Unterschrift:
P&J Dolland. Die feinmechanisch, optischen Werkstätten der Dolland's gehörten im 18. Jh. zum Besten was England zu bieten hatte. So war die Qualität ihrer Barometer, Thermometer und opt. Instrumente in ganz Europa berühmt und die Anschaffung entsprechend kostspielig.

Präsentiert wurde dieses historische Geschäftsdokument anlässlich einer Tagung der SIC (Scientific Intrument Commission) in Oxford, im Herbst 2008. Es stammt aus der Sammlung: Stuart Talbot - Germany.


24.09.2011 > 267

Repro des Ole Roemer-Thermometers

(stoe) Ein Gedenktag der Thermometrie...
Heute vor 367 Jahren, am 24.09.1644 (jul.) bzw. am 05.10.1644 (greg.), wurde Ole Roemer geboren, dessen Vater Schiffer und Kaufmann war. Ole studierte ab 1662 an der Universtität zu Kopenhagen bei Erasmus Bartholin (1625-1698), wo er erstmals mit dem Weltbild und den Schriften Tycho Brahes (1546-1601) in Berührung kam, die sein Interesse an der Astronomie sehr stark prägten.

Im Jahr 1671 lernte er Abbé Jean Picard (1620-1682) kennen, der im Auftrag der franz. Académie des Siences in Kopenhagen weilte, um den Meridianbogen der alten Sternwarte von Tycho Brahe auf der Insel Ven neu zu vermessen. Jean Dominique Cassini (1625-1712) war zu der Zeit in Paris erster Direktor des gerade neu eröffneten Observatoriums. Durch Picards Empfehlung erhielt Rømer dort auch gleich eine Assistentenstelle und wurde schon nach kurzer Zeit als Mitglied in die Akademie gewählt. Während dieser Pariser Jahre (1672-81) hatte er Gelegenheit die erste Garnitur der europäischen Wissenschaftler kennenzulernen, die sich damals in Paris alle die "Klinke in die Hand" gaben. Natürlich kam er dort zu dieser Zeit auch schon mit den Problemen der Thermometrie in Berührung, ein Thema das ihn später noch beschäftigen sollte. Zusammen mit Cassini beobachtete er in den Jahren 1675-76 Laufzeitverzögerungen beim Umlauf der Jupitermonde. Über diese Zeitdifferenzen konnte Huygens später eine endliche Lichtgeschwindigkeit errechnen. Rømer erwies sich dabei immer auch als geschickter Instrumentenbauer und verbesserte eine ganze Reihe astronomischer Instrumente maßgeblich.

1681 zurück in Dänemark, heiratete er die Tochter seines Professors, wurde selbst Professor an der Universität in Kopenhagen und Leiter der kgl. Sternwarte. Rasch erkannte er, dass das Kgl. Observatorium "de rundetarn" auf der Spitze des Kirchturms der "Trinity Church"in Kopenhagen, für astron. Beobachtungen nicht sehr geeignet war und baute sich 1704 eine eigene kleine Sternwarte auf dem Lande "Tusculanum" (lat. Landgut, Landsitz). Sie existiert heute nicht mehr.
Er führte im Jahre 1683 einheitliche Maße und Gewichte ein und votierte am 01.03.1700 zum "Gregorianischen Kalender". In seinem weiteren Leben war er u.a. auch noch Bürgermeister, stellvertretender Chef der Polizei, erfand die Straßenbeleuchtung in Kopenhagen und regte allgemeine Sozialreformen an. Ein vielfältiger Mann also.[Wiki]

Zu Beginn des 18. Jh. beschäftigte er sich mit der Temperaturmessung und baute im Jahr 1702 sein erstes, eigenes Thermometer mit zwei Fixpunkten (Tauschnee und siedendes Wasser), siehe Bild nebenan. Diesen Abstand teilte er in 7 gleiche Teile und fügte einen 8. Teil darunter an. Das Gesamtinterval wurde nun in 60 Grade unterteilt, sodass der Gefrierpunkt des Wassers bei 7,5 °Rø zu liegen kam. Gefüllt wurde es mit 39%-igem Weingeist, der mit Safran gefärbt war.

1708 erhielt er Besuch aus Amsterdam von dem 22-jährigen J.G. Fahrenheit (1686-1736), den er freundlich empfing und ihm auch gleich sein neuestes Thermometer mit verkürztem Messbereich zeigte. Fahrenheit war zutiefst beeindruckt und wurde in der Entwicklung seiner eigenen Teilung dadurch maßgeblich beeinflusst.

Ole Roemer verstarb im Jahr 1710. Seine Schriften und Instrumente wurden daraufhin in das Observatorium nach Kopenhagen verbracht, wo sie leider beim Großen Brand von 1728 ein Opfer der Flammen wurden.
Siehe auch unsere NEWS vom 08.07.2011

Wir bedanken uns bei Herrn Benny Freilow für den Hinweis!


21.09.2011

Bitte beachten!

(stoe) Restposten - Kleinthermometer...
Herr Schmiegel hat in seiner Werkstatt aufgeräumt und dabei festgestellt, dass er noch über ca 1.000 Kleinthermometer aus den 80-iger Jahren verfügt. Sie stammen aus einer Betriebsauflösung.

Die elox. Aluskala (70x 15mm) hat einen Messbereich von -15 bis +50° C. Die Kapillaren sind alle mundgeblasen und perfekt justiert. Eigentlich zu schade zum Wegwerfen.

Mit Doppelklebeband lassen sie sich praktisch überall befestigen und sind so vielfältig einsetzbar. Herr Schmiegel hat sie deshalb zu 10 Stück gebündelt und gibt sie so für 5,00 EUR0 + Porto ab. Größere Mengen sind verhandelbar.
Ein Schnäppchen quasi. Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an ihn:
Tel. 0661-36595


18.09.2010 >261

Bitte klicken!

(stoe) Museumsarbeit...
Liebe Freunde, ich bin damit etwas in den Rückstand geraten und muss mich entschuldigen. Einige haben es sicher schon bemerkt. Aber ich habe mich in den letzten Monaten immer wieder, manchmal auch zwangsweise, davon abhalten lasssen.

Da war einmal die Erscheinung unseres Buches, dann die Geschichte mit den Thermometerskalen für Kopenhagen, dann unser Multiscale-Thermometer in der Vorbereitung des Jubiläums, hinzu kam mein Aufenthalt im Krankenhaus. Jetzt hat sich doch einiges angestaut und ich werde mich in den nächsten Tagen intensiv damit beschäftigen. Es steht aber fest, Sie haben feine Instrumente angekauft und man darf schon mal gespannt sein.

Bevor das Herbst- und Winterprogramm anläuft, packe ich es jetzt an. Meine NEWS-Infos werden daher in der nächsten Zeit vielleicht etwas spärlicher fließen. Ich bitte um Verständnis, - der Grund ist ja jetzt bekannt.


17.09.2011 >260

Bitte klicken!

(stoe) Lambrecht Taupunktspiegel-Hygrometer...
"Die unmittelbare Bestimmung des Taupunkts erfolgt mit besonders eingerichteten Instrumenten, von denen wir hier den Lambrecht'schen Taupunktspiegel besprechen wollen. In einer vorn durch eine hochpolierten Metallspiegel abgeschlossenen Kapsel ist die Kugel eines Quecksilberthermometers gesteckt, dessen Röhre so umgebogen ist, dass sich der Quecksilberfaden und die in Spiegelschrift beschriebene Skala in dem Metallspiegel wiederspiegeln. Die Ablesung der Temperatur erfolgt also am Spiegelbilde (Fig. 22). In der Metalldose befindet sich ein Flügelrädchen, das durch einen mit Hilfe eines kleinen Blasebalgs erzeugten Luftstrom, in rasche Umdrehung versetzt wird. Gießt man nun durch einen kleinen Trichter etwas Äther in die Kapsel und versetzt dann das Flügelrad in Drehung, so wird der Äther rasch verdunsten (Fig.21).

Infolgedessen erfolgt eine fortschreitende Abkühlung, welche sich auf das Thermometer, den Metallspiegel und die daran stoßende Luft ausbreitet. In dem Augenblick wo nun der Taupunkt erreicht ist, zeigt sich auf dem Metallspiegel (und zwar zunächst an der am meisten abgekühlten Mitte) ein feiner Hauch von niedergeschlagenem Wasser, der sich von dem noch blanken Spiegelrand deutlich abhebt. In diesem Moment liest man am Spiegelbild des Thermometers die Temperatur ab und erhält so den Taupunkt der Luft. Damit lässt sich die relative Luftfeuchtigkeit berechnen." [Hartl-Einführung in die Wetterkunde, Göttingen, 1900, S.16]

Solch ein Hygrometer fehlt noch in unserem Museum. Seit zwanzig Jahren suche ich schon danach. Das gesamte Internet hält sich dazu relativ bedeckt. Lediglich in der Pysikalischen Sammlung der Kantonsschule Zürich CH befindet sich solch ein modifiziertes Exemplar aus dem Jahre 1902. Immerhin ein Beweis dafür, dass es gefertigt wurde. Wo aber sind die übrigen Exemplare geblieben? Bitte auf das Bild nebenan klicken!


14.09.2011 >257

Bitte klicken!

(stoe) J. Kosbü - Optiker - Hamburg...
Recherchiert man im Internet, so ist festzustellen, dass Heinrich Johann Kosbü, als Mechaniker begann und später auch als Optiker firmierte. Der Betrieb wurde 1822 gegründet. Wie damals in Küstennähe üblich, handelte er auch mit Instrumenten für die Seefahrt. Dazu gehörten auch Barometer, wie es unser Foto belegt. Es ist vom Vidie-Typ, also aus den 50iger-Jahren des 19.Jh.

Ein schönes Jugendstil-Werbeplaket ist uns ebenfalls erhalten und wird in den staatlichen Sammlungen zu Berlin aufbewahrt.
Et* bauer hat es entworfen. Es nennt uns als Standort des Kosbü-Betriebes, den Jungfernstieg 24. Neben Brillen wurden auch Photoapparate und andere Artikel verkauft.
Bitte auf das Bild nebenan klicken!
08.09.2011

(stoe) Gemeinsam statt einsam...
Nachdem die Vergleichsskalen an die Universität Kopenhagen ausgeliefert waren, hatte ich zu unserem zehnjährigen FaW- Bestehen die Vision, ein "etwas anderes Thermometer" zu bauen.

Nun reicht das Wollen ja alleine nicht aus, es bedarf auch noch des Könnens, bzw. zumindest des Wissens darum, wer solche Ideen umsetzen kann. Dazu muss die Begeisterung geweckt und die Kräfte gebündelt werden.

Der Skalenlieferant, der Physiker, der Schilderspezialist, der Grafiker, der Digitaldrucker, der Graveur, der Thermometerglasbläser, der Finanzier, alle haben ihr Bestes gegeben um die Idee zu realisieren. Unser Jubiläumsthermometer ist dann auch ganz toll gelungen und findet momentan bis in den hohen Norden großen Gefallen und Anerkennung.
Das "Ole Roemer Museum" in Kopenhagen hat es immerhin für würdig befunden dort ausgestellt zu werden. Lesen Sie dazu das Schreiben von Herrn Freilow.

Wir fühlen uns natürlich geehrt. Herzliche Grüße nach dort und nochmals meinen ganz persönlichen Dank an alle Beteiligten. Es gibt übrigens noch einige wenige Exemplare zu kaufen. Siehe NEWS vom 04.08.2011.


05.09.2011

(stoe) Was ist eigentlich eine "synoptische Karte"?
Da musste ich erst selbst einmal googeln und habe dabei erfahren, dass der dt. Astronom und Physiker Wilhelm Brandes im Jahre 1820 erstrmals eine solche Wetterkarte gezeichnet hat. Das geschah im Nachhinein, denn die Wetterwerte waren schon einige Tage alt.

Erst nach der Erfindung der Telegrafie durch Morse im Jahr 1837, konnten aktuelle Daten übermittelt und mit Hilfe vereinheitlichter Zeichensprache, kartografisch in einer weiträumigen (synoptischen) Vergleichsübersicht, dargestellt werden.
Ab 1855 gab es dann solche Wetterkarten täglich.

Dieser Tage ist es mir gelungen, in Ebay eine solche, für den Geografieunterricht gedachte Schul-Wetterkarte zu erwerben. Ein interessantes Relikt aus der Vergangenheit. Ich benötige sie für eine Ausstellung im nächsten Jahr, denn sie zeigt sehr anschaulich das Wettergeschehen samt den Isobaren in Europa am 22.12. 1900.


02.09.2011

(stoe) Auch wenn ich mich wiederhole...
Von Frankreichs Barometerkultur ist uns leider nur wenig bekannt. Gerademal die Spitze eines Eisbergs ist ersichtlich, die restlichen 6/7 sind verborgen und leider sehr schwer zugänglich. Auf Auktionen blitzt hin und wieder mal solch ein Highlight auf. Dann greife ich bildmäßig zu.

Ich verfolge dieses Thema schon seit mehr als zwei Jahrzehnten und verfüge mittlerweile über ein ganz ansehliches privates Fotoarchiv. Leider lässt sich das nicht auswerten, denn unzählige Kopierrechte hindern mich daran. Ganze Scharen von Advokaten verdienen sich heute ihren Unterhalt, indem sie bequem vom Schreibtisch aus Copyright-Verletzungen rigoros verfolgen. Da sind die dann unheimlich stark.

Auch Museen reagieren auf Bildanfragen immer restriktiver. Wenn Sie schon mal so einen mehrseitigen "Nutzungsvertrag" in Händen gehalten haben,so wissen Sie was ich meine.

Gott bin ich froh, dass ich in den meisten Fällen auf unser ureigenes "Virtuelles Museum" zurückgreifen kann, sonst wären die FaW- Seiten auch garnicht möglich. An dieser Stelle daher nochmals herzlichen Dank an alle meine Faw-Freunde!

Ich sagte die Spitze vom Eisberg. Schauen Sie mal hier und hier, oder hier!


31.08.2011

(stoe) WOW - soeben für Sie entdeckt...
In den neuesten "Manufaktum Hausnachrichten - Herbst 2011", beklagt der Kolumnist, dasss wir Europäer momentan dabei sind, unser kulturelles Erbe "für ein Appel und Ei" einem amerikanischen Privatkonzern zu überlassen, der es dann mit Werbung anreichert und daraus Milliarden generiert. Dabei stände es der EU wohl an, etwas sorgsamer damit umzugehen.

Aus diesem Gedanken heraus ist bereits ein digitales Wissensportal im Entstehen, das die Bereiche Kunst, Musik, Film, Fotografie, Architektur und Bücher werbefrei abdeckt. Als Quellen mit einbezogen sind grundsätzlich alle einschlägigen europäischen Institutionen. Wobei sich schon jetzt wieder zeigt, wer auf die digitale Zukunft vorbereitet ist, und wer nicht.

Bei der Eingabe des Suchbegriffs "barometer" sticht z.B. das Museo Galileo in Florenz wieder einmal vorbildlich heraus. Es erlaubt Durchlass auf die eigene Homepage und bietet dabei ganz hervorragende Bilder. Bitte 2x auf das Barobild klicken!
So muss das sein, - so sind wir das gewohnt! Die Seite ist noch im Aufbau, aber man sieht schon deutlich, was einmal daraus werden soll. Es gibt noch viel zu tun. Wir wünschen viel Erfolg! www. europeana.eu


30.08.2011

(stoe) Neue Isobarenkarte...
Unsere bisherige Isobarenkarte ging verlustig. Der Link führte seit einiger Zeit ins Leere. Ich habe mich umgeschaut und bei "Wetter 24" einen guten, kostenfreien Ersatz gefunden. Siehe > Linkseite.

Der Link führt auf eine "aktuelle Karte", wobei Sie rechts das Land und die Region einstellen, und in der blauen Leiste darunter die Anzeige, also den Luftdruck wählen können.

Der Barometerstand wird aktuell korrekt in hPa angegeben und kann, wenn nötig in mmHg umgerechnet werden ( mmHg = hPa/ 1,333224 ). So Sie ein engl. Barometer mit Zoll/ Inch-Skala haben, dann gilt ( inchHg = mmHg x 0,0389 ).
Gleich mal testen, - denn einfacher geht's nimmer!


28.08.2011

(stoe) Leonardo als Maler...
Wir kennen Leonardo da Vinci (1452-1519) als Universalgenie und genialen Konstrukteur der Renaissance. Seine Skizzenbücher, in der Ambrosiana in Mailand aufbewahrt, sind dafür beredte Zeugen. Drei Hygroskope daraus sind uns bekannt. Siehe: Holland/ Stöhr - Geschichte der Hygrometer.

Aber er war bekanntermaßen auch ein begnadeter Maler. Sein bedeutenstes Frauenportrait "La Giaconda", die "Mona Lisa", hängt im Louvre zu Paris.

Nicht weniger fantastisch ist aber, "Die Dame mit dem Hermelin", die momentan in einer großartigen Ausstellung in Berlin zu sehen ist. Kunstfreunde dürfen sich das keineswegs entgehen lassen. Meine Frau hat mit darauf aufmerksam gemacht und drängt mit Macht.

"Gesichter der Renaissance", vom 25.08. bis 20.11.2011 im Bode Museum in Berlin. Wobei die "Dame mit dem Hermelin" nur bis 31.10. zu sehen ist! Danach geht die Ausstellung nach New York.


25.08.2011

(stoe) In grauer Vorzeit...
Schon solange es Menschen gibt, ist das Wetter täglicher Gesprächstoff. Das ist heute nicht anders wie in der Steinzeit vor 6.000 Jahren. Klar, dass sich die frühen griechischen Naturphilosophen, beginnend bei Thales von Mileth (600 v. Chr.), bis Aristoteles (384-322 v. Chr.) auch dieses Themas annahmen. Letzterer publizierte 340 v. Chr. sein bedeutendes Werk "Metorologica".

Alle befassten sich damals mit den ganz augenscheinlichen Wettererscheinungen, wie den Niederschlägen, den Winden, sowie Blitz und Donner und versuchten sie mit ihrem Weltbild in Einklang zu bringen. Dabei kam dem Wind besondere Aufmerksamkeit zu. Sichtbarer Ausdruck davon ist noch heute der "Turm der Winde" in Athen, erbaut 100 v. Chr.

Quantifizierte Betrachtungen zu Luftdruck, Temperatur und Feuchtigkeit findet man damals noch nicht. Dazu mussten, wie wir wissen, nochmals ca. 2.000 Jahre vergehen.

Zur Vertiefung des Themas bietet sich an:
Howard Frisinger - The History of Meteorology - 1977
Taub Liba Chaia - Ancient Meteorology - 2003


19.08.2011

(stoe) Spurensuche...
Im Zuge meiner Arbeiten zur Thermometrie fand ich in Engelhard Weigl`s Buch: "Instrumente der Neuzeit" 1990, auf Seite 98, eine sehr schlechte Bild-Reproduktion eines "Königsberger Thermometers". Ein hübsches Standthermometer aus der Zeit um 1705-10, mit Teilung wie "Florentiner Magnum", - evtl. eine frühe Fahrenheitarbeit? Obwohl das Buch seine Quellen vorbildlich listet, ist leider ausgerechnet dieses Bilddokument nicht darunter.

Weitere Recherchen ergaben jedoch, dass auch Walter Lenke 1964 dieses Thermometer schon entdeckt hatte und als Quelle die Dissertation von Heinrich von Sanden - Disputato physica de frigore a.1709, 1712 erkannt hat.[Me1731]
H. von Sanden (1672-1728) war ab 1697 o. Professor für Medizin und Physik (1704) an der Uni in Königsberg.[M278]

Wo befindet sich das Thermometer heute, existiert es noch? Weiß man vielleicht im Museum, oder in der Universität des heutigen "Kaliningrad" mehr darüber? Ein Anfrage dort könnte möglicherweise für Klarheit sorgen. Man sollte es zumindest versuchen. Wer ist in der Lage uns bei der Suche zu helfen, spricht russisch und/ oder kommt in nächster Zeit nach dort?


07.08.2011

(stoe) Fernsehtipp...
ARTE feierte gestern einen Thementag mit seinen Video-Dokumentationen, zur "Nacht der Sterne". Das Schöne daran ist, dass man diese hochinteressanten und dabei populär erläuterten Beiträge auch noch sieben Tage nach ihrer Ausstrahlung aufrufen kann. Man kann sie auf diese Weise häppchenweise geniessen.

So Sie also schon lange etwas Genaueres über die Entstehung unseres Sonnensystems, und die Geheimnisse der Gestirne erfahren möchten, noch dazu in atemberaubenden Bildern und entsprechend den neuesten Forschungsergebnisssen, dann ist vielleicht der heutige, trübe und regnerische Sonntag genau der richtige Einstieg. Viel Vergnügen!

ARTE - die Nacht der Sterne


05.08.2011

(stoe) Soeben für Sie entdeckt...
Als mir im Jahre 2000 von einem Züricher Antiquariat das "Wetterbiechlein, von warer erkantnus des wetters..." des
Leonhard Reynmann - Augsburg 1514, angeboten wurde, sollte dieses extrem rare Werk noch 27.500,- CHF kosten.
Reynman war der Astronomie zugetan, sonst ist nur wenig über ihn bekannt.

Es ist das früheste, deutschsprachige Werk, dessen 22 (!) Seiten sich ausschließlich mit der Meteorologie befasst. Mehrere Auflagen sind davon bekannt. Heute bin ich in der Lage Ihnen einen Link auf eine pdf-Datei im Digitalisierungszentrum der Bay. Staatsbibliothek zu schalten. Als Büchersammler blutet mir da ja beinahe das Herz. Unglaublich aber wahr, - sehen Sie selbst.

Leonhard Reynmann; Wetterbiechlein..., Augsburg um 1512


04.08.2011

Bitte Klicken!

(stoe) Thermometer-Jubiläums-Edition zum 10-jährigen Bestehen der FaW-Homepage...
Angeregt durch die Arbeiten für die Universität Kopenhagen und angesichts der Übermacht der seelenlosen, elektronischen Temperaturmesser heutzutage, kam mir eines nachts die Idee, den traditionellen Flüssigkeitsthermometern noch einen letzten Glanzpunkt anzufügen. Gedacht auch als Präsent oder exklusives Objekt für den Schreibtisch des anspruchsvollen Thermometerfreundes. Vergleichbares sollte aktuell nirgendwo zu finden sein, das sind wir schon dem Ansehen unseres Webauftritts schuldig. Gewissermaßen eine Hommage an die großen Thermometermacher des 18. Jahrhunderts, deren Vergleichsthermometer heute zu den absoluten Kostbarkeiten gehören.

Eine verschiebbare Kapillare ist mir daran allerdings bisher noch nie begegnet. Dieses pfiffige Detail gestattet mit unserem Multiscale Thermometer den unmittelbaren Vergleich der 8 gebräuchlichsten Skalen der letzten 350 Jahre untereinander, Kelvin, Celsius, Fahrenheit, Rankine, Reaumur, Delisle, Roemer, Florentine magnum. Passend dazu haben wir für 2011 ein zeitgemäßes Design gewählt.

Die Idee mit den "Frosty Crystals" stammt von mir. Andi Berger hat sie gekonnt künstlerisch umgesetzt. Die Skalen dazu trug Benny Freilow bei, und die verschiebbare Kapillare verdanken wir Gerhard Schmiegel. Als Tischmodell geliefert, kann es aber auch mit speziellen Beschlägen sehr dekorativ an der Wand befestigt werden. Die Skala aus Sicherheitsglas misst
15x 18x 0,9 cm. Die Kapillare ist organisch gefüllt. Die Beschläge sind aus gebürstetem Edelstahl.

Betrachten Sie es als Kunstobjekt, sehr aufwändig gemacht, nummeriert und nur in einer limitierten Auflage von 25 Exemplaren handwerklich gefertigt. Es kostet per Vorauskasse national 100,- €, incl. Porto und Versand. Ins europ. Ausland berechnen wir eine Versandpauschale von 10,- €. Sollte ich Ihr Interesse geweckt haben, dann bitte rasch handeln, denn eine weitere Auflage wird es nicht geben [mail(at)freunde-alter-wetterinstrumente.de]!

Bisher durfte unsere Präsentation rund 270.000 Klicks aus aller Welt verzeichnen. Bleibt zu hoffen, dass die Freunde unserer Website uns auch weiterhin die Treue halten. Wir werden Sie hoffentlich auch in der nächsten Dekade nicht enttäuschen!
Bitte auf das Bild nebenan klicken!


24.07.2011

(stoe) Hungerjahre...
Bei meinen Recherchen zu den Thermometern stoße ich immer wieder auf die Katastrophenjahre 1815-17.
Jahre, wo es in der Folge eines Vulkanausbruchs im fernen Asien, im Europa des Jahres 1816 nie so richtig Tag wurde, folglich der Sommer und die Ernten ausblieben und die Menschen grässlichen Hunger litten. Schlimme Berichte sind uns da überliefert.

Solche Klimaextreme ereigneten sich, von Beginn der Aufzeichnungen an, in unregelmäßigen Abständen und sind auch zumeist in den Chroniken überliefert. Auch heute spricht man oftmals spontan von einem "nassen oder "trockenen" Jahr.

Die Dokumentationen sind also vorhanden und dank Internet heute auch leicht zugänglich. Aber leider hat sich noch niemand die Mühe gemacht, alle diese Berichte zu sichten und die Informationen zentral und chronologisch, unter Angabe der Quellen
in einer "Tabelle der Klimaextreme" zu erfassen.

Für einen Statistiker wäre das sicher eine spannende Aufgabe. Fassen Sie diese NEWS daher als Anregung auf! Wobei man sich vorab beim DWD erkundigen müsste, ob solches nicht vielleicht schon gemacht wurde!


23.07.2011

Autsch....

(stoe) Hysterie in Leeste...
Aktuell gingen in einem Keller in Leeste bei Bremen 4 cl Quecksilber verschüttet. Das ist die Menge von 2 Schnapsgläschen bis zum Eichstrich. Abgesehen davon, dass so etwas nicht passieren darf, da man Hg absolut sicher verwahren sollte, führte dies zu einem filmreifen Großeinsatz aller beteiligten Einsatzkräfte und einem TV-Bericht zur besten Sendezeit.
Aber sehen Sie selbst.

Lesen Sie dazu auch den Artikel von Herrn Lehmann, einem Praktiker vom Institut für Biochemie der Freien Universität Berlin, der die Dinge vielleicht wieder ins rechte Licht rückt. Noch mehr Informationen über Quecksilber finden Sie hier!

21.09.2011 Das Video wurde mittlerweile entfernt. Sehen Sie daher die Fotos von der Feuerwehr!


16.07.2011 >197

Bitte klicken!

(stoe) Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser...
Geht es Ihnen vielleicht ähnlich wie mir? Ihr Hygrometer zeigt 58% relative Luftfeuchtigkeit an, - aber wie verlässlich ist dieser Wert? Misstrauen scheint berechtigt.

Machen Sie doch die Gegenprobe mit einem Psychrometer. Im Prinzip zwei gleich gehende Thermometer. Das eine wie üblich, das andere mit einem feuchten Gewebestrumpf o.ä. um das Gefäß. Eine Erfindung von John Leslie (1766-1832) um 1810.

Bedingt durch die Verdunstungskälte wird das "feuchte Thermometer" gegenüber dem "Trockenen" einen niedrigeren Temperaturwert anzeigen. Der Unterschied ist die sog. "Psychrometrische Differenz" und führt über eine Tabelle, Grafik oder spez. Rechenschieber zur relativen Feuchtigkeit. Diese Messung ist sehr genau. Es gibt auch Psychrometer die trickreich eine direkte Ablesung der Feuchtigkeit erlauben (siehe Foto!). Bitte auf das Bild nebenan klicken!


14.07.2011

(stoe) Wer sucht der findet...
Vor einem Jahr hatten wir in unserem Fotowettbewerb nach den größten Thermometern und Barometern im öffentlichen Raum gesucht. Für die Barometer war das Ergebnis damals völlig unergiebig.

Nun habe ich in einem Bildarchiv weitere Exemplare entdeckt. Leider ist jedoch die Copyright-Politik des Anbieters für uns völlig überzogen. Deshalb kann ich Ihnen lediglich mit einem Link dienen.

Da ist einmal Bild G59-278227 aus San Sebastian (E) und ein weiteres an einem Optikergeschäft in Wolverhampton (GB), Bild #111079. Very british! In Madrid bin ich auch noch fündig geworden und habe ein Foto angefordert! Demnächst also mehr.
http://www.fotosearch.de/AGE013/g59-278227/
http://www.fotosearch.de/IST530/1231645/


12.07.2011

(stoe) Daniel Quare (1648-1724), ein früher Fixstern der Barometrie...
Daniel Quare - portables Elfenbeinbarometer, wow - ich denke mehr geht nicht. Es kam am 28.06., genau einen Tag vor meiner OP, in Sale 18866, Lot 92, bei Bonhams in London zur Auktion.

Na klar, - dass ich das Ergebnis noch vor meiner Narkose wissen musste. 32.400 GBP = 36.859 €, das war doch ein faires Ergebnis für solch ein museales Objekt. Man darf nun gespannt sein bei welchem Händler es auftauchen wird.

Für mich war es zu teuer, da konnte ich entspannt in die Tiefen des Unterbewussten abgleiten. In meinem Archiv habe ich aber eine interessante Arbeit von Sir Nicolas Goodison aus dem Jahre 1967 gefunden, die sich exakt mit diesen Barometern befasst, die ich Ihnen hiermit zur Kenntnis bringen möchte.


11.07.2011

(stoe) Interessantes aus der Ablage...
In den vergangenen Wochen sind doch einige Postsendungen, die mich nicht unmittelbar zu einer Reaktion zwangen in der Ablage für später gelandet.

Heute nun habe ich die Zeit gefunden, dieses Häufchen zu sichten und die Spreu vom Weizen zu trennen. Darunter fand ich den Frühjahr/Sommerkatalog von Mr. Perret - Genf, der heute natürlich nicht mehr ganz frisch ist. Er möge mir verzeihen.

Immerhin findet sich darin auf Seite 3 ein Prachtsbarograf von J. Richard - Paris, um 1920-30, mit 14 Aneroiddosen und einem Gegengewicht in der Form eines scheibenförmigen Stahlpendels, der es unbedingt Wert ist gezeigt zu werden.
Abm. 47,5x 45,5x 26cm, das Gewicht dürfte erheblich sein.


08.07.2011 >189

Ole Roemer (1644-1710)

(stoe) Ole Roemer (1644-1710), und die Anderen...
Vor einigen Wochen traf eine interessante Anfrage aus Geraberg ein, die sich schließlich zu einer respektablen Aufgabe entwickelte. Die Uni-Kopenhagen suchte für ihre Studenten nach einer Vergleichstabelle der gebräuchlichsten Thermometerskalen. Auf der Wunschliste standen die Skalen nach Roemer, Deslisle, Reaumur, Rankine, Fahrenheit, Celsius und Kelvin.

Frau Rux vom Thermometermuseum wusste, dass ich mich derzeit mit den Historischen Thermometern beschäftige, daher landetete die Angelegenheit schließlich auf meinem Schreibtisch. In unseren Archiven gab es aber auch nichts Brauchbares. So musste ein Team gebildet werden, aus Benny Freilow, einem dänischen Thermometerfreund, dem Physiklabor der Universität, dem Grafikstudio "andigrahics bc" und der FaW mit meiner Person. Dabei steckte der Teufel wie immer im Detail.

Die sechs Kapillaren aus der Zeit nach Roemer wurden ab ~1714 schon mit Quecksilber gefüllt, mit der Folge, dass deren lineare Teilung von Anfang an stimmig war. Ganz anders aber bei Ole Roemer, um 1700. Der hatte sein Thermometer mit 39%-igem Weingeist gefüllt und eigentlich durfte es keine lineare Teilung tragen. Die Nichtlinearität ist dabei erheblich, wie Sie gleich sehen werden. Ein direkter Vergleich mit modernen Skalen ist deshalb unzulässig! Das war für R. zu diesem frühen Zeitpunkt aber noch kein Thema.
Deshalb haben wir unserer Tabelle 2, für Klimaexperten die es ganz genau wissen müssen, eine nichtlineare Konversionsskala angefügt, die dem Rechnung trägt und eine direkte Umrechnung erlaubt. Die Berechnungen dazu haben wir der physik. Abteilung der Universität Kopenhagen zu verdanken.

Einen richtig guten Job hat Andi Berger gemacht, der für die Gestaltung zuständig war, und mit Engelsgeduld unsere ständigen Änderungswünsche in seine Grafik umsetzte. Bedanken möchten wir uns auch ganz herzlich bei der Universität-Kopenhagen, die die Kosten des Gesamtprojekts übernahm und es hier und heute zum allgemeinen Download (PDF1,15MB ) frei gibt. Für Geraberg und für uns war es eine spannende, grenzübergreifende Erfahrung mit interessanten Kontakten.


07.07.2011

(stoe) Klinikreport Teil 2
In Arztkreisen wird kolportiert, dass wenn ein 70-Jähriger ohne Befund eine Praxis verlasse, dieser nur nicht gründlich genug untersucht wurde.

Ich hatte die üblichen Vorsorge-Untersuchungen ignoriert. Das rächte sich jetzt. So war ein operativer Eingriff dringend angezeigt, der mich nochmals für 11 Tage in die Klinik führte. Dabei hätten regelmäßige Magen-Darm-Spiegelungen schon frühzeitig für Klarheit sorgen können.

Also liebe Freunde, bitte aus aktuellem Anlass ihre Gesundheits-Vorsorge nicht vergessen! Ich weiß wovon ich rede, denn bei mir ist es gerade nochmal gut gegangen, - haarscharf. Aber jetzt genug der Krankheiten und zurück zu den Thermometern.


10.06.2011

(stoe) Vor wenigen Tagen ist mir zu Ohren gekommen...,
dass die "GUERICKE GESELLSCHAFT ZU MAGDEBURG", vom 25.05. bis 10.07.2011, in ihren Räumlichkieten die erste Wanderausstellung des Thermometermuseums Geraberg zeigt:

Barometer - Thermometer und Hygrometer, gestern und heute!

Wer in die Region kommt, sollte vielleicht vorbeischauen. Der Eintritt ist kostenlos!

Es ist geplant, solche Wanderausstellungen mit verschiedenen Themeninhalten zum Meteo-Messwesen, auch für weitere interessierte Aussteller zur Verfügung zu halten. Bei Interesse bitte Rücksprache mit Frau Carmen Rux (03677-205681) nehmen.


 



NEWS vom 01.01.2011 - 30.06.2011 NEWS vom 01.07.2010 - 31.12.2011
NEWS vom 01.01.2010 - 30.06.2010 NEWS vom 01.07.2010 - 31.12.2010
NEWS vom 01.01.2009 - 30 .06.2009 NEWS vom 01.07.2009 - 31.12.2009
NEWS vom 01.01.2008 - 30.06.2008 NEWS vom 01.07.2008 - 31.12.2008 
NEWS vom 01.01.2007 - 31.07.2007 NEWS vom 01.08.2007 - 31.12.2007
NEWS vom 01.01.2006 - 30.06.2006 NEWS vom 01.07.2006 - 31.12.2006
NEWS vom 01.01.2005 - 30.06.2005 NEWS vom 01.07.2005 - 31.12.2005
NEWS vom 01.01.2004 - 30.06.2004 NEWS vom 01.07.2004 - 31.12.2004
NEWS vom 01.01.2003 - 30.06.2003 NEWS vom 01.07.2003 - 31.12.2003
NEWS vom 01.01.2002 - 31.05.2002 NEWS vom 01.06.2002 - 31.12.2002
  NEWS vom 04.08.2001 - 31.12.2001

Barometer

Thermometer

Hygrometer

Anemometer

Literatur

Infos-Links

           

Homepage

Museum

Gästebuch

search

News