News – ein Extra-Service von Ihrem FaW-Team:

Am besten gleich bookmarken


 
22.12.2009

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr
Merry Christmas and a Happy New Year
Feliz Navidad y Prospero Ano Nuevo
Bon Noel et meilleurs voeux pour la nouvelle annee
Prettige Kerstdagen en een gelukkig Nieuwjaar


20.12.2009 >354

Liebe FaW-Freunde, liebe Gäste unserer Seiten...
geht es dem Jahresende zu, dann blicke ich zurück und ziehe Bilanz. Ich überlege mir, was ich im Januar alles vorhatte und was ich von den Vorsätzen realisieren konnte. Ein Blick in unsere NEWS-Seiten hilft mir dabei.

Es ist leicht zu erkennen, dass einer meiner Hauptaugenmerke den Firmenhistorien gilt. Einen entscheidenden Schritt vorwärts gab es da bei PHBN, aber auch die deutschen Hersteller wie SundO, MOCO und Fischer wurden recherchiert und sind mittlerweile komplett. Ich bedanke mich an dieser Stelle für die freundliche Unterstützung der Firmen selbst bzw. deren Nachfolger.

Auch das LOGO von Tremeschini und von der Société des Lunetiers konnte zugeordnet werden. Längst überfällig: Die Verbindung von Vidie zu Breguet wurde endlich mal geklärt. Eine hochinteressante Information für die internationale Sammlerwelt. Dazu passend, konnte ein äußerst rarer BREGUET-Katalog aus dem Jahre 1877 im Internet gefunden werden, der endlich mal auch meteorologische Instrumente anbietet. Darunter ein Metall-Thermometrograph für 1.500 Francs. Wohlgemerkt, - damals verdiente ein Pariser Mechaniker etwa 6,50 Francs am Tag, bei einer Arbeitszeit von 12 Stunden.

Lange Wochen war ich mit den Aneroidwerken beschäftigt. Es war eine Sisyphusarbeit. Schließlich wurde eine Sonderseite, die Aneroid-Card und ein Werkschlüssel daraus, der es uns heute erlaubt, bequem die Herkunft eines Großteils der namhaften Werke zu bestimmen.

Ein Warnetikett für die Freunde der Hg-Barometer wurde entwickelt und soll Quecksilberunfälle in der Zukunft vermeiden, vorausgesetzt es wird eingesetzt. Unser Beitrag für den praktischen Umweltschutz.

Hinzu kommen noch duzende wertvolle Infos und Tipps für den Sammler. Dabei hatte ich noch einiges mehr vor, aber Sie wissen ja, ich lasse mich immer wieder leicht ablenken.

Für 2010 habe ich eine gute Nachricht für Sie. Es wird aller Voraussicht nach ein gutes Jahr! Sie müssen jetzt nur noch gut reinkommen. Dazu wünsche ich Ihnen einen schwungvollen Start an Sylvester.
Sie werden ihr Sparschwein schlachten, davon einige Wetterinstrumente kaufen und auf diese Weise, wie von unseren Regierungen gefordert, die Binnennachfrage nachhaltig stärken!
Ich hoffe doch sehr - oder?

Herzlichst Ihr Gerhard Stöhr


Nichtsdestotrotz genießen Sie die kommenden Feiertage, gönnen Sie sich etwas Ruhe im Kreise ihrer Lieben und bleiben Sie gesund!
Ihr Jens Heling, Gerhard Schmiegel und Gerhard Stöhr


14.12.2009

(stoe) Heißer Tipp...
Da hatte ich einen wunderschönen Barometer erworben, der nun schon wochenlang herumlag, da der Ring zum Aufhängen fehlte. Kein Problem dachte ich, gehst zum nächsten Uhrmacher der wird dir helfen. Leider falsch gedacht, die Bügelringe für alte Taschenuhren sind wesentlich kleiner und Anderes gab es nicht. Auch beim Händler für Uhrenersatzteile - Fehlanzeige, beim Dekobedarf gab es zwar Messingringe, aber viel zu groß.

Ja dann mach ich das halt selber. Ein 3mm-Messingdraht war rasch im Bastlerbedarf gefunden, diverse Zangen fanden sich in meinem Werkzeugschrank. Bei einem Ring mit gewünschtem Durchmesser von 25mm, ergibt sich rechnerisch ein Umfang = Drahtlänge von d x 3,14 = 78,5mm.

Haben Sie schon einmal so einen starken Messingdraht rund gebogen? Sie werden sich wundern, so einfach mit den Zangen wird das nichts. Wie aber dann?

Ich erinnerte mich an meine Freundin Jutta, ihres Zeichens Goldschmiedin. Die glühte den Draht aus und schmiedete ihn mit einigen gekonnten Schlägen um einen konischen Stahldorn - fertig. Ha - gewusst wie. Wenn Sie mal so einen Ring brauchen, gehen Sie gleich zum Fachmann!


10.12.2009

(stoe) Eine Geschichte der Meteorologie...
Für all diejenigen die sich nicht nur mit dem Sammeln der meteorologischen Instrumente begnügen, sondern mehr über die historische Entwicklung der Meteorologie und natürlich auch ihrer Instrumente erfahren möchten, habe ich heute morgen schon bei meinem Internet-Spaziergang eine äußerst interessante Arbeit von Steven L. Horstmeyer aus dem Jahre 2005 entdeckt.

Sie zeigt chronologisch und sehr anschaulich bebildert die Entwicklung dieser Wissenschaft von Anfang an, also aus der Antike heraus. Eine mühevolle Arbeit, die viel zu schade ist um in den Tiefen des Internets vielleicht übersehen zu werden. http://www.shorstmeyer.com/msj/geo165/met_hist.pdf


09.12.2009

(stoe) Quecksilberfreies Flüssigkeitsbarometer...

Gestern stellte Paul Dingens, Inhaber der gleichnamigen Firma in Beverlo/ Belgien, im Innovationszentrum in Limburg sein neues, quecksilberfreies Barometer vor. Leider lässt ich der Bericht nicht in voller Länge lesen, aber man darf auf Genaueres gespannt sein. http://www.standaard.be/artikel/detail.aspx?artikelid=6F2JEANN


08.12.2009 >342

(stoe) Fuess Barolux...
Was wie ein Magazin für ein Maschinengewehr aussieht, ist aus der Nähe betrachtet ein Präzisionsbarometer der Marke Fuess - Berlin aus den 50-iger Jahren.

Ich hatte 20 Jahre vergeblich danach gesucht. Vergangene Woche nun tauchten gleich 2 identische Exemplare in Ebay auf. Es handelt sich dabei um ein mechanisches Barometer mit optischer Ablesung für den rauhen Einsatz.

 


05.12.2009 >339

(stoe) Abgelenkt...
Eigentlich wollte ich mich nach den Hamburger Barometerfabrikanten den Thermometern des 18. Jhdt. zuwenden. Aber dann kam der Erwerb eines "Digital Pressure Meters" aus den 80-iger Jahren dazwischen.

Für 5, 50 Euro zeigt es mir den absoluten Luftduck auf +/- 1 mb genau an. Ich weiß, es gibt mittlerweile Genaueres, aber für meine Zwecke ist das allemal ausreichend.

Da ich auf 543 ü.NN. lebe, habe ich mein Eschenbach METEOSCOP aus dem Ende der 80-iger Jahre, um (543/ 8 =) ~68 mb bzw. hPa höher eingestellt und habe auf diese Weise gleichzeitig den absoluten und relativen Luftdruck im Blick. Ein Umrechnen entfällt zukünftig und da von meinen übrigen Lieblingen sowieso jedes was anderes anzeigt, ist ein zuverlässiges, wenn auch digitales "MESSNORMAL" im Haus, wirklich noch kein Verrat an der Mechanik - oder?

Einmal auf der Suche nach dem exakten Barometerstand, war dann nur noch ein ganz kleiner Schritt zu den Präzisionsbarometern. In erster Linie eine Errungenschaft der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Meist für die Marine und die Luftfahrt gebaut sind das Instrumente mit besonders sensiblen Membranen und aufwändig konstruierten Werken. Einige Wenige finden sich schon in unserem Museum, Weitere werden in der nächsten Zeit noch dazu kommen. Ob die wohl genauer anzeigen? Warten wir es einfach ab!


02.12.2009

(stoe) Alle Jahre wieder...
erhalte ich Anfang Dezember Post aus Genf mit dem Hinweis auf die Zürcher Sammlerbörse, welche dieses Jahr vom 10. bis 13. Dezember stattfindet. Eine vorweihnachtliche, hochinteressante Ausstellung mit einem qualitätvollen Angebot.

Unsere Fachrichtung wird in erster Linie von Herrn Perret aus Genf abgedeckt, der mit einem großen Angebot wissenschaftlicher Antiquitäten vor Ort ist. Achtung - Sonntag geschlossen!

Lassen Sie sich bei Einkäufen immer einen Beleg geben für den Fall, dass Sie doch einmal an der Grenze einen Wertnachweis erbringen müssen. Die Schweiz gehört nicht zur EU. Ware im Gegenwert von 300,00 SFr ist steuerfrei.


29.11.2009

(stoe) Zwei interessante Auktionen in New York...
Bonhams bietet am 15.12. mit LOT 5289 eine Erstausgabe der "Saggi di naturali .....nell Accademia del Cimento", aus dem Jahre 1667 an. Der Startpreis liegt bei 2.500,00 $, was beim momentanen Dollarkurs durchaus ein Schnäppchen wäre.

Dann am 17.12., LOT 18, die einzige Herrenarmbanduhr mit im Werk integriertem Aneroidbarometer aus den 1960-igern. Favre Leuba "Biouvac", mittlerweile auch rar, mit dekorativem Ziffernblatt zum Startpreis von 400,00 $.


28.11.2009

(stoe) Der absolute Luftdruck ist von der jeweiligen Ortshöhe abhängig...
Das ist Basiswissen und nichts Neues. Innerhalb der ersten 1.000 Höhenmeter sind dies 1hPa pro ~8 m bzw. im Falle von mmQs, 1 mmQs pro ~11 m..

Wollen Sie also einen Aneroidbarometer von Hamburg ( 0 m ü.NN.) nach Garmisch ( 700m ü.NN.) versenden so nimmt der Luftdruck auf dem Postweg um 87,5 hPa ab. Soll das Instrument bei der Ankunft korrekt anzeigen, ja dann müssen Sie es in Hamburg zuvor einfach um diesen Betrag höher einstellen. Der Fehlstand verliert sich auf der Reise.

Dies funktioniert natürlich auch zu anderen Destinationen, voraus gesetzt man kennt die Ortshöhen. Ein aufmerksamer Sammlerfreund hat mir dieser Tage dazu diesen praktischen Link geschickt: http://www.heavens-above.com/countries.aspx


16.11.2009 >320

(stoe) In 5 Wochen ist Weihnachten...
Man will es zwar noch nicht so recht wahrhaben, aber es weihnachtet doch schon sehr. Die Lager der Händler sind prall gefüllt und die diversen Antiquitätenschauen werben heftigst um Ihren Besuch.
Hinzu kommt dieses Jahr, dass alle europäischen Regierungen ihre Bürger zur Bewältigung der Schuldenkrise um einen deutlichen Wachstumsimpuls bitten.

Na also, wenn man Sie schon so freundlich bittet, - tun Sie sich und ihrem Staat doch den Gefallen!

Zu den Highlights gehört wie jedes Jahr; die PAN in Amsterdam eine der größten und elegantesten Sammlertreffpunkte Europas.

Sie hält ihre Pforten vom 22. bis 29. November in den RAI-Hallen für Sie geöffnet!


15.11.2009 >319

(stoe) Société des Lunetiers...
Wieder einmal kann ich ein Markenlabel seinen Eigentümern zuweisen. Im Jahre 1849 verband sich in Frankreich eine Bruderschaft der Brillenmacher, unter dem Namen: "Société industrielle et commerciale des ouvriers lunetiers" zu einer Gesellschaft, mit dem Ziel den Berufsverband der Optiker dadurch zu stärken, in dem die Mitglieder alle ihre Waren möglichst aus einer Hand und zu günstigen Preisen einkaufen konnten. Dies geschah durch systematische Übernahme von kleineren Werkstätten und Fabriken.

Es lässt sich nicht ausschließen, dass im Rahmen ihrer Tätigkeit die Gesellschaft auch Aufträge an Zulieferer vergab, sodass gerade bei Barometern, eine eindeutige Zuschreibung des >Makers< heute manchmal schwierig sein dürfte.

Die Gesellschaft selbst verfügte bald über 8 Fertigungsstandorte. So für Brillen in Paris, Longueville, Saint Michel, Morez und Songeons. Für Wiss. Instrumente, Kompasse, meteorologischen Instrumente etc. gleich 3x in Ligny. Zentrale Verkaufshäuser befanden sich in Paris, 6 rue du Pastourelle und in London, 56 Hatton Gardon.

Es existieren verschiedene Punzen der Initialen S. L. manchmal auch in Verbindung mit einem dreiarmigen Leuchter. Die Firma gibt es heute noch unter dem Namen ESSILOR und ist einer der Weltmarktführer der optischen Industrie. Ich werde gelegentlich meine Recherchen weiter vertiefen.
Siehe auch dazu: http://www.dehilster.info/index.php?doc=http://www.dehilster.info/instrumenten/theodolite1/sdl.html


27.10.2009 (stoe) Quecksilber in Barometern --> aber ja;
Quecksilber in Impfstoffen --> bitte nein!

Wie kommt's? Zuerst versucht uns Brüssel und die einschlägige Umweltschützerlobby verständlich zu machen, dass Quecksilber schon in Spuren hochgiftig sei, macht einen Riesenwirbel, erlässt in Europa ein weltweit einmaliges Quecksilberverbot und zwingt damit tradititionsreiche Handwerksbetriebe ins Aus, deren Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit.

Nur wenige Monate später soll uns Bürgern nun dieses Element im Rahmen der nationalen Gesundheitsvorsorge flächendeckend und millionenfach unter die Haut gespritzt werden.
Ja was denn nun, - ist Hg nun hochgiftig oder etwa doch nicht?
http://www.europnews.de/2009-08-30-schweinegrippe-quecksilbervergiftung-als-folgeerscheinung.html


23.10.2009 (stoe) Neue Aussstellung in Geraberg...
Am kommenden Samstag 24.10. 2009 eröffnet im Deutschen Thermometermuseum in Geraberg eine Ausstellung die alle Thermometerfreunde interessieren dürfte.

120 Jahre Mess- und Eichwesen in Thüringen

ist das Thema.
Die Ausstellung ist bis zum 30.01.2010 zu sehen.
Beachten Sie, dass das Museum sonntags geschlossen, dafür aber auch montags geöffnet ist!.

18.10.2009

(stoe) Post aus Genf...
Das Ehepaar Perret aus Genève, hat dieser Tage seinen neuen Herbstkatalog (Nr. 39) versand. Das Angebot für uns Freunde alter Wetterinstrumente umfasst darin 28 bunt gemischte Objekte, vom Thermometer über Hygrometer bis hin zum Hg-Barometer.

Für die Sammler der großen Formate stehen 3 runde Wandaneroide mit einem Durchmesser über 30 cm zur Wahl. Darunter ein Messingbaro mit Doppeldosenwerk von S&O aus der Mitte des 20. Jh. mit d= 31cm.


16.10.2009

(stoe) DOROTHEUM _ AUKTION IN WIEN.....
Der sehr aufwändige Katalog zeigt auf 148 Seiten allerfeinste Fotos der Auktionsobjekte.
Historische wissenschaftliche Instrumente, Modelle und Globen, ist das Thema der Auktion.

Dabei sollte man dem Fotografen an dieser Stelle mal allerhöchstes Lob zollen. Die Objekte sind nicht zu klein, gestochen scharf und tadellos ausgeleuchtet, abgebildet. Wie immer geradezu vorbildlich - Kompliment!

Die Auktion findet in 4 Tagen, am 20. Oktober 2009 statt. Das Angebot ist mit 375 Lots riesig. Leider kommen die Wetterinstrumente mit nur 7 Angeboten in Wien immer etwas zu kurz. Dabei könnte mir das 80cm lange, geschnitzte Thermometer (Lot 276) schon gefallen.


15.10.2009 >288

(stoe) Wo ist heuer der Herbst geblieben...?

während die Frühtemperaturen bis zum Wochenende noch bei 10-14 Grad Celsius lagen, messe ich heute um 07.30 Uhr auf meinen Balkon erstmals 0 Grad! Das ist schon winterlich.
Die noch ungewohnte Kälte geht dabei so richtig unter die Haut - brrrh!!

 


09.10.2009 >282

(stoe) Sicher kein ganz alltägliches Angebot...

Für die Freunde des Besonderen bietet Sotheby in seiner Auktion 8586 am 02.11.2009 in New York, mit Lot 129 einen Tischbarometer aus der Werkstatt von Fabergé - St. Petersburg an. Man geht von einem Startgebot von 60.000 USD aus.

Der runde Korpus besteht aus poliertem Marmor, ist 5cm hoch und mit Silberapplikationen des Meisterjuweliers versehen. Ein extrem seltenes Objekt.

Also etwas für den verwöhnten Sammler, den die Weltwirtchaftskrise nicht berührt hat: http://browse.sothebys.com/?q=barometer


05.10.2009 >278

(stoe) Die Hamburger Barometer-Connection...
In den 30iger-Jahren gab es mal eine "Vereinigung der Metallbarometer-Fabrikanten Deutschlands". Fünf der sechs gelisteten Hersteller waren in der Hansestadt ansässig.

Wie Sie wissen, bemühe mich schon von Anbeginn dieser Homepage an, die Historien dieser sechs Traditionsbetriebe zu recherchieren. Bei Vieren ist mir das auch bereits gelungen. Jetzt kommt mit Stäcker & Olms noch der Fünfte hinzu. SundO ist seit Jahrzehnten unverändert in der gewohnten Adresse an der Margarethenstrasse 43 zu finden. Zwischenzeitlich hat sich mal die Hausnummerierung geändert. Herr W. Habenicht, hat im Frühjahr Herrn Alfred Hillmann, dem heutigen Inhaber, dort einen Besuch abgestattet und ihn bezüglich seiner Firmengeschichte interviewt.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei den Beiden für die freundliche Kooperation. Da wo sich Herrn Hillmann nicht mehr so richtig erinnern konnte, habe ich mir erlaubt im Handelsregister nachschauen zu lassen. Somit sind wir heute in der Lage wieder einmal einen großen "Weißen Fleck" auf der Barometerlandkarte zu tilgen und gleichzeit auch noch die Querverbindungen zu Heinrich Fröbel weiter zu klären.


30.09.2009

(stoe) Wenn schon Information, dann aber bitte richtig, - liebes Landesamt in Recklinghausen.
Das Brüsseler Quecksilberverbot betrifft die Produktion von neuen Quecksilberbarometern in Europa. Dies ist ab sofort (01.10.2009) verboten.

Nicht betroffen davon sind Instrumente, die vor diesem Termin gefertigt wurden. Also alle Antiken Hg-Barometer (älter 50 Jahre!) und alle Hg-Barometer die sich zum Stichtag bereits in Kundenbesitz befanden. Hier liegt es am Besitzer, im Zweifelsfall, den Nachweis zu erbringen. Am besten natürlich durch Vorlage des Kaufbeleges mit Datum.

Für Altinstrumente gilt im übrigen das alte Recht: Sie dürfen weiterhin gewartet, repariert, gehandelt und natürlich gesammelt werden!

http://www.umweltruf.de/ticker/news3.php3?nummer=1855


17.09.2009

(stoe) Was ist denn nur mit EBAY los...?
Sucht man nach mechanischen Barometern, so finden sich weltweit zwar etwa 1.600 Stück. Schaut man aber genauer hin, so sind das 32 Seiten voller gähnender Langeweile.

Alles nur Durchschnitt und darunter. Die Gebote sind dann auch entsprechend. Auf den ersten 3 Seiten = 150 Instrumente, die demnächst zur Auktion kommen sollen, gerade mal 5 Gebote, sonst alles Nullkommanull. Mal abgesehen von den ewig hoffnungsvollen Träumern mit ihren "Sofortpreis-Angeboten".

Wo sind sie, die interessanten Angebote? Offensichtlich werden sie gerade bewusst für bessere Zeiten zurück gehalten. Der Markt liegt momentan am Boden danieder.


10.09.2009 >253

(stoe) Warnetiketten können Quecksilberunfälle verhindern…
Wenn Sie ein Quecksilberbarometer vom Haken nehmen, dann kann es zur Gefahrenquelle werden. Lehnt man es an die Wand, so kann es umfallen. Auf dem Tisch, der Couch, dem Stuhl oder hinter der Tür, hat es auch nichts zu suchen. Fällt es um, kann immer Quecksilber auslaufen. Aber schließlich, - wohin damit?

Natürlich wissen Sie selbst, was in solch einem Fall zu tun ist und haben auch noch vor einiger Zeit alle ihre Familienangehörigen eindringlichst instruiert. Ihre Haushaltshilfe war damals auch noch dabei und hatte verinnerlicht, dass dies "Chefsache" ist. Leider ist sie seit 8 Monaten nicht mehr in ihren Diensten. Können Sie wirklich sicher sein, dass ihre Warnungen auch noch nach Monaten und Jahren präsent sind? Natürlich nicht. Selbstverständlich trifft den Maler und Tapezierer keine Schuld. Er hatte den Auftrag den Raum frisch zu tapezieren, nahm ahnungslos das Barometer ab und legte es auf den Tisch und Quecksilber tritt aus, die Kügelchen rinnen auf den Teppich. Der Tag ist für beide Teile gelaufen! Eine ärgerliche und gleichzeitig völlig unnötige Situation, die aber immer mal wieder passiert.

Sie wäre leicht vermeidbar gewesen, wenn an der Wand hinter dem Barometer, ein deutlicher Hinweis angebracht gewesen wäre, dass dieses Instrument Quecksilber enthält und im Umgang besonderer Vorsicht bedarf. In auffälliger Farbe, mit internationaler Symbolik und mehrsprachig abgefasst, damit auch der spanische Malerlehrling rasch versteht was hier gemeint ist. Es ist ganz einfach. Bitte mit dem Kopfteil etwas erhöht an einem sicheren Ort lagern!

Ursprünglich wollte ich fix und fertige Faden-Etiketten drucken lassen, hatte aber keine geeigneten Etiketten. Nun habe ich die Etiketten gefunden, musste aber leider feststellen, dass der Farbdruck von Einzeletiketten sehr aufwändig und es deshalb günstiger ist, gleich eine Printvorlage 1:1 im pdf.Format anzubieten, sodass sich jeder sein Warnetikett selbst ausdrucken kann. Die Hinweise werden in neun verschiedenen Sprachen mitgeliefert. Das Exemplar mit Blankofeld soll Ihnen eine persönliche Gestaltung ermöglichen.

Bei Kontrabarometer mit Glashahn gilt es zu beachten, dass wegen einer später möglichen Wärmeausdehnung des Quecksilbers, das Gefäß nicht gänzlich gefüllt sein darf wenn Sie den Glashahn schließen!

Auf 80g-Karton ausgedruckt, ausgeschnitten, gefaltet, gelocht und hinter dem Korpus am Haken befestigt, ist dies doch eine intelligente Lösung und ein weiterer, konsequenter Schritt hin zum sicheren Umgang der Freunde alter Wetterinstrumente mit dem Quecksilber und gleichzeitig unser Beitrag für eine gesunde Umwelt. PDF-DRUCK A4 hoch, 100% -->Etikett-GB-GE-FR-NL.pdf / Etikett-IT-SP-HU-RO.pdf / Etikett - RUS.pdf


01.09.2009

(stoe) Der ganz normale Wahnsinn, - oder wie uns Brüssel schon wieder bevormundet...
Das Ende der Glühbirne wurde heute eingeläutet. Die Elektroindustrie geht davon aus, dass dieses neue europäische Gesetz 3,5 Milliarden (!) Glühbirnen betrifft, die bis 2012 in Europa durch sog. Energiesparlampen ersetzt werden müssen.

Man beachte die Wortwahl. "Sparlampen", - von 30-80% Stromersparnis ist da die Rede. Na, da kann ja eigentlich niemand ernsthaft dagegen sein - oder?

Wenn ich so meinen Haushalt betrachte, so habe ich schon seit 25 Jahren einen gesunden Mix aus Leuchtstoffröhren, Glühbirnen und Halogenspots und bei unseren Bekannten ist das auch nicht viel anders. Genau so, wie es eben der jeweiligen Anwendung angemessen ist. Die Vielfalt an Leuchtmitteln lässt das ja zu und wir haben bzw. hatten die Wahl.

Dabei habe ich, sagen wir mal, einen recht lichtintensiven Haushalt. In vielen älteren Wohnungen, die ich kenne, brennen des abends nur eins bis zwei 50Watt-Glühbirnen. Betrete ich eine dunklen Raum, so sorgen in der Vorhangschiene integrierte Leuchtstoffröhren kurzfristig, indirekt für die räumliche Übersicht. Küche und Bad sind ebenfalls eine Domäne der "Neonröhren". Aber in den Wohn- und Sitzbereichen benützen wir Glühbirnen, da sie durch ihre Farbtemperatur für angenehmes, warmes Wohlfühllicht sorgen. Dimmbare Halogen-Spotlights setzen Akzente und beleuchten bei Bedarf schöne Dinge oder meinen Arbeitsplatz. Natürlich brennen nicht alle Lampen gleichzeitig und auch nicht das ganze Jahr über.

In der Bilanz sind das in den Durchgangsbereichen nur wenige Sekunden bis Minuten, im zentralen Wohnbereich max. 4-5 Stunden pro Tag und an meinem Schreibtisch max. 8 Stunden, aber eben auch nicht tagtäglich. Wie sich da eine achtbare Stromersparnis errechnen soll, ist mir schon schleierhaft.

Natürlich habe ich in meinem Betrieb auch schon Energiesparlampen eingesetzt. Mit einer Lebensdauer von 8-10.000 Std, das sind rechnerisch 2-3 volle Jahre, wird da geworben. Keine einzige davon hat bisher das erste Jahr überlebt und das zu Preisen zwischen 8,00 - 16,00 Euro/Stück. Hinzu kommt, dass mir das beinahe schattenfreie, fahle Licht, trotz aller Anstrengungen der Industrie, mächtig aufs Gemüt drückt.

Nun aber zum Umweltschutz: Die Produktion von Quecksilberbarometern wurde uns mit der Begründung verboten, der jährliche Bedarf von 200 kg receyceltem Quecksilber in Europa, sei aus Umweltgründen nicht mehr zu akzeptieren. Dabei hängen sie dann meist eine ganze Generation lang nahezu unberührt an der Wand und gefährden niemanden.

Die modernen Energiesparlampen benötigen ~ 0,3 mgHg/Stück und werden uns nun zwangsverordnet. Zur Herstellung von
3,5 Milliarden (!) Leuchten werden aber ca. 15 Tonnen (!) Quecksilber benötigt. Gehen wir davon aus, dass diese im Schnitt nach 18 Monaten ersetzt werden müssen, so sind das dann abermals 15 Tonnen, wobei die gleiche Menge auf dem Müll landet. Man verstehe die Welt?

Liebe FaW- Freunde, ich komme mir von Brüssel sowie den einschlägigen Umweltverbänden und -organisationen mehr als ver"albert" vor und frage mich ernsthaft, - welcher Unsinn trifft uns als Nächstes?
Warum kann man dem mündigen Bürger nicht einfach sagen:
"Hier haben wir ein neues Leuchtmittel für dich. Richtig eingesetzt kannst du damit ordentlich Strom sparen!" Wenn es dann so ist, - wird es sich von selbst durchsetzen. So einfach ist das doch!

P. S. Aber um das zu verstehen muß man vielleicht Aktionär der Lampenindustrie sein? Siehe dazu auch:
http://www.welt.de/die-welt/wissen/article4406928/Werden-Energiesparlampen-bald-verboten.html

http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/kontrovers/kontrovers-beitrag-gluehbirne-ID1250854649856.xml


30.08.2009

(stoe) Quecksilberbarometer, wie geht es weiter...
Nachdem demnächst die letzten Traditionsfirmen die Produktion von Hg-Barometern einstellen werden, wird es nicht mehr lange dauern, bis auch die diesbezüglichen maschinellen Einrichtungen abgebaut und die Räumlichkeiten einer neuen Nutzung zugeführt werden. Aus, - vorbei!
Dies bedeutet das Ende einer über 360 Jahre alten europäischen Tradition, denn alleine von Reparaturen wird wohl kein Hersteller überleben können. Wohl dem, der in dieser Situation ein quecksilberfreies Konzept für die Zukunft hat.

Bleibt für uns Sammler nur noch zu hoffen, dass der eine oder andere Mitarbeiter, der vielleicht seinen Arbeitsplatz verliert, bei sich zuhause eine Service-Werkstatt einrichtet und dies dann nicht auch noch durch überzogene Umweltauflagen verhindert wird. Die Wege zum Spezialisten werden auf jeden Fall deutlich länger.

Wie versende ich aber meinen Barometer am besten. Dieses Thema hat mich schon einmal im Jahre 2002 beschäftigt. Ich habe die Angelegenheit aus Gründen der Aktualität heuer noch einmal aufgerollt und gemeinsam mit einem Gefahrgut-Experten die Situation in Deutschland durchleuchtet. Siehe dazu meinen aktuellen Artikel: Quecksilberbarometer von A nach B...

Unser Fazit: Wollen Sie ihren Hg-Barometer mittels Paketdienst versenden, führt kein Weg daran vorbei, - das Quecksilber muß raus! Alle Paketversender schließen Sendungen mit Gefahrgut ausdrücklich von der Beförderung aus. Die Verpackung ist dann unproblematisch. Soweit also nichts Neues.

Für Barometer im defekten oder restaurierten Zustand, die Quecksilber enthalten, bietet sich die Stückgut-Spedition an. Aber dann bitte absolut sachgemäß und auslaufsicher verpackt! z.B. http://www.trans-o-flex.de/pages/home.htm


09.08.2009

(stoe) Für Sie gerade entdeckt...
Die Tiefen des WWW sind schier unergründlich und man entdeckt beim Surfen immer mal wieder neue und noch unbekannte Seiten. Wie z.B. das "courios webmuseum" von Bodo Kralik aus Wien.

Hier dürfte insbesonders der Barograph von K. Fritsch vorm. Prokesch - Wien unser außerordentliches Interesse finden. Karl Fritsch firmierte um 1882 als Hersteller von astronomischen und optischen Instrumenten, mit Sitz in der Gumpendorferstr. 31, http://www.courios.at/BarographFritsch.htm


12.07.2009 > 193

(stoe) Haben Sie so etwas schon mal erlebt...?
Im Stadtmuseum in Görlitz hängt eines von zweien der heute noch bekannten Brander-Barometer in Deutschland. Ich wollte es Ihnen an dieser Stelle zeigen und schrieb deshalb am 04.02.09 eine freundliche Email nach dort, mit der Bitte um ein Foto gegen Kostenerstattung. Vier Wochen später, am 03.03.09 habe ich mit einer weiteren Mail höflich daran erinnert.

Weitere 4 Wochen später griff ich zum Telefon und führte ein sehr freundliches Gespräch mit Herrn Wenzel, in dem dieser sich die Verzögerung nicht erklären konnte und mir das gewünschte Bild für die "nächsten Tage" versprach.

Es verging der April, es verging der Mai. Man will ja nicht unnötig drängeln. Aber nichts, - absolut keinerlei Reaktion! Auch eine freundliche Intervention von dritter Seite blieb erfolglos. Das Museum stellt sich taub.

Die Museumsleute in Görlitz wollen offensichtlich nicht gestört werden. Schon garnicht aus den westlichen Bundesländern. Hier mangelt es offensichtlich nicht nur an den Umgangsformen, sondern es bläst noch der "Alte Wind" durch die Gänge. Oder haben Sie vor 1989 von "drüben" schon jemals eine Antwort auf ein vergleichbares Anliegen erhalten? Sehen Sie, - genau das ist es!

Nun, - ich habe verstanden und werde nicht weiter betteln. Es ist aber ganz klar, ein Fall für die "Rote Karte"!



NEWS vom 01.01.2010 - 30.06.2010  
NEWS vom 01.01.2009 - 30.06.2009  NEWS vom 01.07.2009 - 31.12.2009
NEWS vom 01.01.2008 - 30.06.2008 NEWS vom 01.07.2008 - 31.12.2008 
NEWS vom 01.01.2007 - 31.07.2007 NEWS vom 01.08.2007 - 31.12.2007
NEWS vom 01.01.2006 - 30.06.2006 NEWS vom 01.07.2006 - 31.12.2006
NEWS vom 01.01.2005 - 30.06.2005 NEWS vom 01.07.2005 - 31.12.2005
NEWS vom 01.01.2004 - 30.06.2004 NEWS vom 01.07.2004 - 31.12.2004
NEWS vom 01.01.2003 - 30.06.2003 NEWS vom 01.07.2003 - 31.12.2003
NEWS vom 01.01.2002 - 31.05.2002 NEWS vom 01.06.2002 - 31.12.2002
  NEWS vom 04.08.2001 - 31.12.2001

Barometer

Thermometer

Hygrometer

Anemometer

Literatur

Infos-Links

           

Homepage

Museum

Gästebuch

search

News