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29.06.08

(stoe) Saure Gurken Zeit....
Es gibt Monate, da gibt es fast wöchentlich etwas zu berichten, dann wieder ist völlige "tote Hose" auf allen meinen Informationskanälen, so wie momentan. Abwarten, - es wird schon wieder!


Oder kennen Sie vielleicht jemanden, der etwas Berichtenswertes weiß?

P.S. Ach ja, - nach bisher noch unbestätigten Meldungen, soll anlässlich der Banfield-Auktion ein deutscher Sammler (Investor) groß eingestiegen sein. Geplant sei ein Museum!


12.06.2008

(stoe) Über 1,2 Millionen für eine Wetterfahne...
diese Meldung des Internet Antique Guides aus dem Jahre 2006 ist zwar nicht mehr ganz aktuell, fiel mir aber erst dieser Tage in die Hände und ich meine, sie ist immerhin eine Erwähnung wert.

Da wurde am 12.08.2006 auf einer Auktion in New Hampshire/ USA, eine kupferne Wetterfahne aus dem Jahre 1882, in Gestalt einer Dampflokomotive mit Tender, für sage und schreibe 1.216.000 US$ einem unbekannten Käufer zugeschlagen. Unglaublich!


04.06.2008

(stoe) Hier ein Anlagetipp aus der Schweiz....
Dieser Tage kam wieder einmal Post aus Genf. Mr. Perret hat seinen Frühjahrs-Katalog Nr. 36 an seine Abonnenten versandt. Das Kapitel: Baromètres und Météorologie umfasst darin insgesamt 19 Artikel, darunter mit der Nr. 17 ein feines, silbernes Taschenthermometer von Joh. Holzmann aus Wien, für 2.000,00 SFr.


Leider musste ich meine momentanen Rücklagen ganz dringend in Heizöl investieren, sonst wären die 1.250,00 EUROS sicherlich gut angelegtes Geld gewesen.


28.05.2008

(stoe) Heute etwas Statistik.....
Wir lassen auf unserer Eingangsseite die Zugriffe auf unsere Homepage zählen. Bis heute wurden auf diese Weise 192.800 Besucher registriert. Das sind Tag für Tag im Durchnitt 78 Interessenten und ich meine diese Zahl kann sich sehen lassen.

Die Firma etracker ist darüber hinaus in der Lage festzustellen, aus welchem Land denn die Anfragen stammen.
Erwartungsgemäß stehen die deutschsprachigen Länder, also Deutschland (68,5%), Schweiz (7,5%) und Österreich (5,6%) an der Spitze der Liste, gefolgt von den Niederlanden (5,3%), USA (2,1%) und Frankreich mit 2,2%. Es folgen dann mit 0,7% England und mit 0,6% Ungarn. Der Rest verteilt sich rund um den Globus.

Etwas merkwürdig ist dabei das geringe Interesse der Briten an unseren Barometern schon?


19.05.2008 >140

(stoe) Hermann & Pfister lassen uns nicht los....
Für diejenigen die meine NEWS-Seiten regelmäßig verfolgen, sind sie natürlich keine Unbekannten mehr. Sie gründeten im Jahre 1858 eine kleine aber feine mechanische Werkstätte in Bern, der Schweizer Bundeshauptstadt. Zu Beginn wurden hauptsächlich meteorolog. Instrumente gefertigt. Dabei sind ihre diversen HG-Barometer und Metallthermometer legendär und gleichzeitig extrem rar.

Aus kleinen Anfängen ist daraus in den vergangenen 150 Jahren "Haag-Streit", eine Weltfirma mit Niederlassungen rund um den Globus gewachsen. Heute sind es die ophtalmologischen und mikrochirurgischen Geräte die den Weltruf begründen.

Natürlich sind 150 Jahre ein Grund zum Feiern, und so wird das Firmenjubliäum in 14 Tagen, am 31.05.2005 festlich begangen. In Begleitung von Herrn Chris Haag durften wir im Firmenarchiv die Vorbereitungen hinsichtlich der Historie hautnah miterleben und konnten auf diese Weise auch für uns neue Erkenntnisse gewinnen.

So wurden die amtl. Schweizer Wettersäulen fast ausnahmslos mit einem standardisierten Hg-Barometer ausgestattet, dessen Quecksilbergefäß, -röhre und Emailleskala durch ein massives, metallenes Schutzghäuse gesichert war. Man erkennt sie daher auch noch heute recht leicht wieder.

Ein solches Instrument ist mir erstmals im Jahre 2003 in La Chaux-de-Fonds aufgefallen. Damals wußte ich allerdings noch nicht, wer der ursprüngliche Hersteller war. Siehe dazu meine NEWS vom 05.04.2003. Beiliegende Skizze aus der Zeit kurz nach 1900, weist jedoch eindeutig auf Hermann & Pister bzw. später, Pfister & Streit hin..

Ebenso fertigten Her&Pfi über lange Jahre (ab etwa 1860) ein eichfähiges Heberbarometer mit Fortingefäß, als Präzisions-Stationsbarometer für das im Jahre 1863 neu gegründete Schweizer meteorologische Messnetz mit 88 Stationen..

Last but not least - gerade noch rechtzeitig zum Jubiläum, ist es mir, dank der Mithilfe eines befreundeten Händlers gelungen, ein rundes Minima-Maxima-Bimetallthermometer von Her&Pfi aus den Jahren vor 1881 zu erwerben. Darüber aber eine anderes Mal mehr.


10.05.2008 (stoe) Im Thermometermuseum tut sich was....
Soeben halte ich eine Einladung aus Geraberg zum diesjährigen Hoffest in Händen. Es findet anlässlich des Internationalen Museumstages am Samstag, den 17.05.2008 von 10.00 bis 17.00 Uhr statt.

Zwei interessante Vorträge erwarten die Besucher. Einmal ab 11.00 Uhr über "120 Jahre Aspirations-Psychrometer nach Assmann" und zweitens zum Thema: "Sensor Technology". Den ganzen Tag über ist ein Thermometerglasbläser und - schreiber bei der Arbeit zu erleben.

Des weiteren wird Herr Habenicht um 10.00 Uhr seine Barometer-Leihgaben dem Museum übergeben und damit den Grundstein zur Erweiterung der Museumsthematik legen. Die offizielle Eröffnung der neuen Abteilung ist für den Herbst geplant.

02.05.2008 >123

(stoe) Liebe FaW - Freunde...
Unser Museum hat in den letzten Tagen und Wochen einiges an Zuwachs bekommen. Dies ist Ihnen an den vielen "blauen Rähmchen" sicher schon selbst aufgefallen. Wir gehen mit Riesenschritten auf das Tausendste Exponat zu.

Glückwunsch schon vorab, von mir an alle FaW-Freunde weltweit! Bei der Durchsicht unserer Seiten bekommt selbst ein "alter Hase" glänzende Augen und so soll es ja auch sein. Ihre Sammlungen sind alle von hoher Qualität und ausgesuchtem Geschmack geprägt. Es ist mittlerweile auch nahezu alles da, was das verwöhnte Sammlerherz begehrt. Trotzdem werden wir nicht nachlassen das Bestehende noch zu toppen.

Das 1.000ste Ausstellungsstück ist gewiß ein Grund zum Feiern. Ich möchte es nicht einfach auf den Server schieben und zur Tagesordnung übergehen, auch nicht einfach eine Flasche Sekt aufmachen. Wenn schon, denn schon, - dann sollten wir mit einem Glas Champagner vom Feinsten anstoßen. Natürlich bleibt Ihre Anonymität gewahrt und ist der Rechtsweg dabei ausgeschlossen. Wir sind heute bei Exponat 968. Wer wird also demnächst mit mir anstoßen?


19.04.2008 >110

(stoe) WEATHERSTAR NR. 19
Zur Zeit überschlagen sich die für uns relevanten Ereignisse, dann wieder ist für längere Zeit "tote Hose". Nun, - man muß es so nehmen wie es kommt. Das hatte sich gewiß auch Herr Fontijn aus Purmerend gedacht, als Ihm dieser Tage dieses ganz wunderbare Gefäßbarometer aus der frühesten Epoche angeboten wurde.

Banfield weiß zu berichten, daß Henry Winn oder Wynne von 1654-1709 als math. Instrumentenmacher in London tätig war, ab 1662 der Uhrmacherzunft angehörte und 1690 seinen "Master" machte. Er war auch der Erste, der ab 1675 selbst Barometer fertigte und verkaufte. Dieses Instrument war für den niederländischen Markt bestimmt. Ein absolutes Highlight also!
Gratulation zum Weatherstar!


18.04.2008

(stoe) Naudet - Dourde mit neuer Homepage...
Auf diesen Moment hat die weltweite Sammlergemeinde lange warten müssen. Endlich hat dieser renommierte Barometerhersteller sich auf seine respektable Historie besonnen und dafür auf seiner neuen IT-Präsentation angemessenen Raum geschaffen.
Ein extra Kapitel ( Historique ) wird zukünftig hoffentlich alle Spekulationen beenden.

So ist schon jetzt definitv klar, dass das Logo für Pertuis - Hulot - Bourgeois - Naudet steht und PHBN gelesen wird. Weitere interessante Informationen verspreche ich mir von den neun Seiten zur Geschichte des Hauses, die zwar schon verkleinert zu sehen, aber noch nicht lesbar auszudrucken sind. Dann kann ich auch unsere Biografie überarbeiten. Warten wir es also ab.


17.04.2008 (stoe) Ordnung ist das halbe Leben...
das wurde mir schon in meiner Jugend eingetrichtert. Da an dem Sprichwort was Wahres dran ist, habe ich in den letzten Tagen mal wieder unsere Museumsseiten einer Aufräumaktion unterzogen. Mit heute 950 Exponaten wurde die Geschichte langsam etwas unübersichtlich.

Eine Extraseite für die Taschen- und Reisebarometer sorgt jetzt für Entspannung, weitere Untegruppen für eine bessere Orientierung und raschere Information
! > ins Museum!
16.04.2008 (stoe) Dorotheum - Frühjahrs-Auktion am 29.04.2008...
Dieser Tage flatterte mir ein aufwändig gestalteter Katalog aus Wien auf den Tisch. "Historische wissenschaftl. Instrumente und Globen, sowie klassische Fotoapparate" werden aufgerufen.
Prächtig fotografierte Messinginstrumente erfreuen darin sicher so manches Sammmlerherz. Leider ist für uns Wetterfreunde nicht viel Aufregendes dabei, wenn man mal von dem Lot 100, einem Mason-Psychrometer von J. Ronketti - London absieht. Es ist wie neu und mit 300-400 EUR veranschlagt. Aber schauen Sie selbst mal rein!

Das haben wir aber schon in ähnlicher Form in unserem Museum, sodass ich mein Geld momentan sinnvoller einsetzen kann. Wir bedanken uns bei Herrn Weber-Unger für den freundlichen Service!

Verkauft für 475,00 € + Nbk.

14.04.2008 >105

(stoe) Gelungene Operation...
Gebogene Thermometerkapillaren z.B. an Taschenbarometern sind immer ein Problem wenn sie zerbochen sind. Heute werden sie kaum noch gebraucht und es scheint so, als dass die kontinentalen Betriebe, die dazu benötigten Hilfswerkzeuge schon längst entsorgt haben.

Neben langjähriger Erfahrung benötigt der Thermometermacher viel Fingerspitzengefühl und spezielle Tools für die unterschiedlichen Durchmesser.
Heute habe ich Ihnen eine "Gute Adresse" aus England. Die Firma Russel war für einen unserer FaW-Freunde tätig und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen (siehe Bild!). Die Sache hat ihren Preis, deshalb empfiehlt sich immer ein Kostenvoranschlag. Ihre Erfahrungen würden mich natürlich zukünftig interessieren. Hier die Adresse:

Russell Scientific Instruments Ltd.
Rash's Green Industrial Estate,
Dereham, Norfolk NR19 1JG
Company Reg No: 1188173
VAT No: 451219962
Tel: 01362 693481 Fax: 01362 698548
e-mail: sales @ russell-scientific.co.uk
http://www.russell-scientific.co.uk

P.S. Sollte ich einen kontinentalen Hersteller "der das auch kann" übersehen haben, möge er sich bei mir melden!


08.04.2008

(stoe) Unsere Seite war kurzzeitig gesperrt....
Einige Freunde hatten es gleich bemerkt, und mir besorgte Emails zukommen lassen. Danke, - aber alles halb so schlimm.
Der Grund war der, dass unser Provider die letzte Quartalsrechnung von einem gelöschten Konto abzubuchen versuchte. Ich hatte versäumt ihm die Änderung mitzuteilen.

Da die IT-Branche, auch im Umgang mit ihren langjährigen Kunden, rein garnichts von Höflichkeit hält, kam deren Reaktion postwendend und rigide. Dabei ging es um 11,40 EURO. Zwischenzeitlich hat sich aber alles aufgeklärt. Bitte entschuldigen Sie die Störung!


05.04.2008

(stoe) ISA 2008 vom 3.-6.4.2008 = "Antiquitäten, Design und Raum" in der Neuen Messe in Stuttgart...
Als regelmäßiger Besucher dieser Antiquitätentage war ich natürlich gespannt, was mich heuer in den neuen Messehallen am Flughafen erwarten würde. Wie sich schon aus der Änderung des Namens abzeichnete, startet die "NEUE MESSE" auch mit einem völlig neuem Konzept.
Wo sich bisher auf dem Killesberg die Antiquitätenfreunde, die Freunde alter Waffen, Mineralien- und Fossiliensammler und an den Wochenenden noch dazu die Sammler von Uhren. Münzen, Puppen, Flakons und altem Spielzeug begegneten und für ordentliches Gedränge sorgten, traf das Antiquitätenklientel heuer auf Gartenfreunde, Freunde der gesunden Ernährung und Wellnessfreaks. Wahrlich eine gewagte Mischung.

Die Antiquitäten selbst nahmen dann, im hinteren Teil der Messehalle 5, nicht ganz die Hälfte der Halle ein. Der Eingangsbereich wurde von den Design-Ausstellern belegt. Wer aber gedacht hatte, er würde hier passend zu den Antiquitäten, gutes Design der letzten 100 Jahre sehen, sah sich enttäuscht. Ein Polsterer mit seinen schwulstigen Scheußlichkeiten dominierte hier das Feld, dann Whirlpools etc..

Ich war am Freitag vor Ort und kann berichten, dass Alles seinen gemäßigten Gang nahm. Anfahrt und Parken, - top. Die Halle bestens klimatisiert. Breite Gänge zwischen den einzelnen Ständen erlauben das gemütliche Bummeln der Besucher. Ruhezonen laden zur Entspannung ein. Auch für Essen und Trinken ist ausreichend gesorgt. Natürlich der Sanitärbereich vorbildlich. Einzig die Lautsprecheranlage war nicht zu verstehen. Insgesamt eigentlich beste Voraussetzungen??

Dominierend waren wie immer die großen Schmuck- und Uhrenstände. Vermisst wurden von mir und meiner Frau, aber nicht nur von uns, die vielen kleineren Händler mit ihren oft interessanten Angeboten. Die gewachsene Vielfalt der "alten Messe" blieb heuer ganz eindeutig auf der Strecke. So wollte sich das richtige "Antiquitätenflair" einfach nicht einstellen. Auch ein Blick in die Nachbarhalle, wo sich hunderte Besucher um kostenlose Appetithappen keilten, vermochte dies nicht zu ändern - ganz im Gegenteil! Wir schauten daher zu, dass wir nach Hause kamen.

Zwei befreundete Sammler aus Ungarn, die eigens eingeflogen waren, meinten dann auch, dass sie die Reisekosten nach Stuttgart im nächsten Jahr sicher sinnvoller einsetzen könnten.
Fazit: Eine verpasste Chance - eigentlich schade!


01.04.2008

(stoe) Morgen früh im Fernsehen...
Glasapparatebauer(in) und Thermometermacher(in) ist auch heute noch ein anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung findet im Rahmen des "dualen Systems" teilweise im Betrieb und teilweises in der Berufsschule statt.

Das BR-Fernsehen bringt am Mittwoch, den 02.04.2008, also morgen um 11.40 Uhr, ein Feature zu diesem Traditionsberuf im Rahmen ihrer Sendereihe "Berufswelt". Ich werde es auf jeden Fall mal aufzeichnen.


31.03.2008

(stoe) Neuer Service des Science Museum London...
Wer kennt die Situation nicht? Man sitzt an einem Artikel und ist auf Quellensuche. Für das "geschriebene Wort" sind in erster Linie Zeitschriften, Bücher und Bibliotheken zuständig. Sucht man aber nach Abbildungen, so stößt man sehr rasch an Grenzen, denn das Bildmaterial das darin veröffentlicht ist, war noch bis vor wenigen Jahren für den Betrachter alles andere als eine Freude. Brilliante Illustrationen in hochauflösender Drucktechnik, wie wir es von den Fotomagazinen her kennen, sind teuer und entsprechend selten.

Also schrieb man in seiner Not das angeführte Museum mit der Bitte um ein Hochglanzfoto an und hatte dabei regelmäßig das Gefühl, man störe langjährig gewachsene, verträumte Strukturen.

Damit hat es in London nun endlich eine Ende. Dem Science Museum angegliedert ist seit kurzem eine Bildagentur, über die man Fotos der Exponate in unterschiedlicher Größe und Qualität bestellen kann. Natürlich gegen entsprechende Bezahlung.
Endziel dürfte es mal sein, alle Objekte verfügbar zu machen. Momentan kann man aber schon, nach Themen sortiert, in Thumbnail-Tabellen wählen. Die unbebilderten Artikelfelder sind wohl schon geplant aber derzeit noch nicht verfügbar!

Bleibt noch zu erwähnen, dass die Fotos nur für den persönlichen Gebrauch gedacht sind. Für Veröffentlichungen oder gewerbliche Nutzung ist eine gesonderte Copyright-Gebühr vorgesehen. Zur Nachahmung empfohlen!


19.03.2008 >079

(stoe) Schon seit geraumer Zeit suchen wir einen frz. Barometerhersteller, der seine Werke mit D & C signiert hat. Heute nun habe ich einen Barometer-Katalog aus dem Jahre 1926 von Gaston Descombes und G. Cabasson -15, Rue Sedaine - Paris erhalten. Sie firmieren darin als Manufacture de Lunetterie = Optique.

Könnte passen, dachte ich mir. Allerdings taucht das Signet nirgendwo auf. Obwohl D & C und dabei das "C" in der Kombination, als Initiale des 2. Familiennamens, doch eher selten vorkommen dürfte. Nur eine Möglichkeit, aber nichts ist letztlich bewiesen. Also warten wir es einfach weiter ab.


10.03.2008

(stoe) Eine interessante Paarung....
kommt zur Zeit mit der Nr. 290211229132 in Ebay unter den Hammer. Zwei Thermometer, eines mit Weingeist-, das andere als "Baromètre" bezeichnete, mit Quecksilberfüllung, jedes mit seiner arttypischen Skalenbeschriftung. Das Paar zeigt sich in schönen, vergoldeten Rahmen im Stile LOUIS XVI, mit zeitgen. Bekrönungen und bemaltem Skalenblatt 31,3x 18,3cm.

Hoppala - ein Thermobarometer um 1800, war mein erster Gedanke. Wie man weiß, bestehen diese aus einem geschlossenen und einem oben offenen Thermometer, dessen Anzeigesäule zur "Federung" auf einer Luftblase "aufsitzt".
Vorausgesetzt die Temperatur bleibt konstant, so sind für die Abweichungen des 2. Thermometers alleine die Luftdruckschwankungen verantwortlich. Kalibriert man nun das "Barometer" bei Eichtemperatur auf "Veränderlich", dann kann die Temperaturskala entfallen und direkt durch eine Baroskala ersetzt werden. Dabei wird die Barometersäule bei hohem Luftdruck natürlich nach unten gedrückt und umgekehrt. Das Barometer geht also ganz klar "kontra".

Betrachten wir nun die beigefügten Fotos, so lässt sich feststellen, dass einmal die Luftblase fehlt und zweitens die Baroskala "falsch herum" ist. "Trés Beau", die Bezeichnung für hohen Luftdruck, findet sich oben. Das Barometer wird nicht funktionieren. Wir haben es hier abermals mit einem gut gemachten Dekorationstück aus dem 19.Jh. zu tun. Schade eigentlich. Mit ein wenig Fachwissen hätte sich dieser laienhafte Fehler vermeiden lassen. Das erste Thermometer arbeitet natürlich bestimmungsgemäß!


08.03.2008 >066

(stoe) Taschenuhr mit Quecksilberbarometer - geht das überhaupt??
Dieser Tage lief unter der EBAY-Auktion Nr. 220206301844, eine Taschenuhr mit einer ganz ungewöhnlichen Zusatzfunktion aus. Das emaillierte Zifferblatt zeigt in der oberen Hälfte ein ca. 25mm langes Quecksilberrohr mit Zollskala links und Wetterbemerkungen rechts (dry, changeable, strom). Barometer ist da noch zusätzlich und ganz unmißverständlich zu lesen.

Geht das überhaupt -, war mein erster Gedanke und es dauerte auch nicht lange bis zum Eintreffen einer Email eines Sammlers, der sich die gleiche Frage stellte.

Diese Taschenuhr war mir schon einmal aufgefallen, - aber wo? Gesucht und gefunden. In meinem Fotoarchiv befinden sich tatsächlich 2 Fotos einer baugleichen Uhr aus einer Auktion des Jahres 2004. Diese Uhr zeigt sich im Gegensatz zu dem aktuellen Fall in tadellosem Zustand. Gefertigt wurde sie wohl in der 2. Hälfte des 19.Jh. von einer Fa. Perret & Co. in Genf.
Eigentlich ist es schwer vorstellbar, dass von einem renommierten Hersteller ein Produkt das Werk verlässt, das nicht bestimmungsgemäß funktioniert. Ja garnicht funktionieren kann. Und trotzdem ist es hier so.

Schon in der Schule haben wir gelernt, dass ein Barometer auf Meereshöhe zumindest eine Quecksilbersäule von 760 mm benötigt um dem Atmosphärendruck von 1013 hP das Gleichgewicht zu halten. Circa alle 5.500 Höhenmeter halbiert sich der Druck. Das bedeutet im Himalaja immer noch einen Druck von ~507 hP entsprechend 380 mmHg. Kürzer geht es nicht! Wo bleiben wir da mit unserer 25 mm-Rohrlänge?

Auch der Einsatz, eines unvollkommenen Vakuums, ist hier nicht praktikabel. Wir haben es ausprobiert.
Vergessen Sie's. Betrachten Sie diese Uhr als ein UNIKUM. Das Barometer kann nicht funktionieren, es dient nur zur Dekoration!


06.03.2008

(stoe) Ein Standardwerk für alle Freunde der Thermometer und deren Historie ist die Schrift von Fritz Burckhardt - Basel 1867, (48 Seiten, Orig. Hlw.): Die Erfindung des Thermometers und seine Gestaltung im XVII Jahrhundert.

Nur in kleiner Auflage erschienen, ist sie heute entsprechend rar. Sie wurde mir soeben vom Antiquariat Meinrad Knigge, Lübecker Str. 143, 22087 Hamburg, Tel. 040-2500915, für 350.00 EUR angeboten. Ich habe sie aber schon. Dieses Exemplar trägt Besitzvermerk, Eintragungen u. Korrekturen des Verfassers, nebst einem Schussloch.

P.S. Burckhardt gab später, im Jahre 1902, noch ein Ergänzungsbändchen heraus: Berichtigungen und Ergänzungen. Dieses ist derzeit gleich dreimal für kleines Geld im Internet erhältlich!


04.03.2008

(stoe) Auktions-Highlight bei Dreweatt Neate....
Soeben erhielt ich den Hinweis, dass am 11. März 2008 bei Dreweatte Neate in Donnington ein sehr frühes Zeigerbarometer von John Hallifax aus Barnsley zum Aufruf kommt.

Das Lot 49 ist auf circa 1735 datiert und mit einem Estimate von 20 - 30.000 GBP ausgestattet. Ein stolzer Preis, aber auch ein rares und museales Stück.

12.03.2008 Das Instrument fand um 17.000,00 GBP plus Nebenkosten einen Käufer!


28.01.2008

(stoe)Als Fleißarbeiten bezeichnet man Aufgaben...
die einen nicht unerheblichen zeitlichen Aufwand bedeuten. Deshalb schiebt man sie gerne vor sich her, was der Sache an sich aber nicht nützlich ist, denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ich habe die letzten Tage und Wochen damit verbracht einiges davon aufzuarbeiten.

So wurde die Bourdon-Matrix fortgeführt und die mittlerweile über 750 Thermometer-Herstelleradressen gepflegt und ergänzt. Schauen Sie rein, - es ist wieder alles tipptopp auf der Höhe der Zeit.

Auf meinen Aufruf hin, erhielt ich in den ersten Januartagen eine ganze Reihe schöner, neuer Fotos, die zwischenzeitlich ins Museum eingestellt wurden. Über 900 Museumsobjekte können wir jetzt, dank ihrer Mithilfe, der weltweiten Sammlergemeinde zeigen. Großartig! Auch die Qualität der Fotos hat sich im letzten Jahr deutlich verbessert. Liegt es an den Kameras oder am Fotografen? Ganz sicher an Beidem. Auch ich habe dazu gelernt und kann heute mit meinem Bildbearbeitungsprogramm besser umgehen, als noch vor einem Jahr. So lässt sich mancher kleinere Mangel ausmerzen. Man lernt eben ständig dazu.

Die nächsten Tage erhalte ich meinen "Franzosen" von der Restauration zurück, dann wird es Zeit, um mich mal mit den königlichen Barometern von LOUIS XV bis LOUIS XVI zu befassen. Warten wir's also ab.


15.01.2008

(stoe) Es gibt immer noch Überraschungen....
Gelungen ist die heute morgen schon der Firma D. & T. Rayment aus Chesire/ England, mit ihrem Sektorbarometer.

Ein experimentelles Instrument, das im Jahre 1830 von Hargraves & Tatham gefertigt wurde und das offensichtlich einige Jahre später nochmals überarbeitet wurde. Nur in 2 Exemplaren bekannt, hängt eine davon im Museum-Liverpool.

Eine interessante Konstruktion und ein echter 'Hingucker' den macht nicht alle Tage sieht!
Es wird unser WEATHERSTAR NR. 18 -->GRATULATION!

Einen schönen Tag noch, - Ihr Gerhard Stöhr für die FaW


13.01.2008 >013

(stoe) Frankreich hat auch sehr hübsche Barometer...
Dieser Tage konnte ich ein sehr frühes franz. Gefäßbarometer aus dem 18.Jh. erwerben. Ein Grund dafür, daß ich mal wieder mein Augenmerk auf die Barometertradition unserer westlichen Nachbarn gelenkt habe.

Schaut man in unser virt. Museum, so ist festzustellen, dass es sowohl bei den franz. Gefäßbarometern, als auch bei den Radbarometern noch Raum gibt. Obwohl Frankreich auf dem dritten Platz unserer Besucher-Rangliste liegt, noch vor den Engländern, fehlt es uns an Kontakten zu den Sammlern. Woran liegt es? Ist es nur die sprachliche Barriere?

Wenige Franzosen, besonders im Innern des Landes, sprechen deutsch und umgekehrt sieht es auch nicht besser aus. Die nächste Generation wird sich da wohl leichter tun, so die Weichen rechtzeitig richtig gestellt wurden. Solange wollen wir aber nicht warten. Die FaW-Redaktion selbst, hat keine Probleme mit Skripten, braucht aber Hilfe bei der Korrespondenz. Dafür haben sich zwischenzeitlich einige freundliche Übersetzer gefunden, denen ich für ihre Dienste außerordentlich dankbar bin.

Literarisch gewürdigt wurden die franz. Baros bisher von Bolle, Habenicht/Holland und Maxant, jedoch immer im Verbund mit anderen Ländern. Deshalb wünschte ich mir noch eine Monographie zum Thema. So ein richtig schöner Bildband mit Farbfotos - das wär's doch.

Durchstreift man das Internet, so steht die Firma CATEL aus Paris mit ihren "Royalen Barometern" ziemlich alleine da. Das ist sicher gut für deren Umsatz, was aber die Auswahl anbelangt, hat ein englischer Händler momentan die Nase vorn.
Mich wundert's, denn es muss doch auch in Frankreich ausreichend Bedarf dafür geben.

Wir, die FaW, wollen uns in diesem Jahr verstärkt um die französischen Barometer kümmern und bitten an dieser Stelle unsere Freunde, alle Besucher unserer HP und vielleicht auch die Händler dringend um ihre Mithilfe. Versorgen Sie uns mit schönen Fotos von franz. Quecksilberbarometern! Natürlich sind wir nach wie vor auch an schönen Aneroiden interessiert, nur ist da ja das Angebot sowieso reicher.


09.01.2008 (stoe) Ich weiß nicht wie es Ihnen ergeht....
aber ich finde es immer recht frustrierend, wenn Links "ins Leere" führen. Deshalb habe ich mir zwischen den Jahren zwei Tage Zeit genommen und unsere NEWS-Seiten diesbezüglich abgeklopft.

Dabei lässt es sich nicht ganz vermeiden, daß alte Auktionslinks heute nicht mehr ans Ziel führen. Dies ist zwar schade, aber durchaus verständlich. Wenn die Anfragen professionell abgefangen werden lässt sich damit leben, auch wenn ich mir manchmal wünschen würde, die Fotos doch etwas länger sehen zu können. Ansonsten macht es jetzt wieder so richtig Spaß durch die Jahrgänge zu surfen. Probieren Sie es aus!

04.01.2008 (stoe) Justament zum Jahreswechsel...
hat sich unser Server gemeldet und mitgeteilt, dass sich der Speicherplatz (300Mb) zu Ende neigt. Das bedeutet Arbeit für unseren Herrn Jeling. Wir werden weitere 300MB hinzukaufen und auf einen anderen Server umziehen. Damit verbunden sind einige Unwägbarkeiten.
Wir bitten Sie also schon jetzt um Nachsicht, wenn in den nächsten Tagen unsere Seite einmal nicht wie gewohnt verfügbar sein sollte!

01.01.2008 >001

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