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23.12.2006

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr
Merry Christmas and a Happy New Year
Feliz Navidad y Prospero Ano Nuevo
Bon Noel et meilleurs voeux pour la nouvelle annee
Prettige Kerstdagen en een gelukkig Nieuwjaar


Liebe Freunde alter Wetterinstrumente, Weihnachten steht vor der Tür und das Jahr 2006 neigt sich dem Ende zu. Also Zeit um zurück zu blicken und Bilanz zu ziehen. War es ein gutes Jahr, - war es ein schlechtes Jahr? Ich denke es war auf jeden Fall wieder einmal ein bewegtes Jahr. Durchgängig beschäftigte uns die Brüsseler Quecksilberinitiative, die wir im letzten Moment mit einer bisher beispiellosen Mailaktion und uns wohlgesonnener Parlamentarier, doch noch entschärfen konnten.

Heraus aus unserer Virtualität traten wir erstmals im Oktober mit einer sehenswerten Ausstellung im Thermometermuseum Geraberg. Ein unbedingtes Highlight in der Ausstellungslandschaft und ein großer Erfolg für uns und die Organisatoren.

Historisch habe ich mich um die alten Hamburger Barometerhersteller bemüht, um sie vor dem Vergessen zu bewahren. Bis auf die Firma MOCO ist mir das, mit freundlicher. Unterstützung der Eigentümerfamilien, auch gelungen. Herr Samtleben hat mir aber versprochen, zu Ende der Segelsaison in seinen Keller hinab zusteigen. Warten wir es also ab.

Die Neuzugänge für unser Museum tröpfelten so dahin. Vielen Dank dafür! Das liegt offenbar daran, dass wir mittlerweile schon einen recht anspruchsvollen Querschnitt zeigen können, sodass echte Hingucker immer seltener werden. Hinzu kommt, dass eben diese für den Sammler so interessanten Instrumente z.B. in Ebay immer öfters exorbitante Preise erzielen, die dem Produkt selbst nicht mehr angemessen sind. Es scheint so, dass die "Last Second Bieter" sehr oft kein Verhältnis mehr zum Geld haben. Koste es was es wolle heißt alleine die Devise, was schließlich dazu führt, dass die Preise für Sammelwürdiges eskalieren. Kommt dann noch hinzu, dass der Erwerber selbst ein Wiederverkäufer ist, wird es preislich ganz besonders problematisch.

Bleibt zum Schluß noch von einer Veränderung aus meinem privaten Bereich zu berichten. Ich werde mich zum Jahresende aus dem aktiven Geschäftsleben zurückziehen und hoffe, dass sich im nächsten Jahr möglichst viele neue Themen auftun, über die es zu berichten lohnt.

Für die bevorstehenden Feiertage wünschen wir allen Freunden unserer Seiten, besinnliche Stunden im Kreise Ihrer Familie oder Freunde und einen gesunden Start ins Neue Jahr 2007!

Ihr FaW-Team: Jens Heling, Gerhard Schmiegel und Ihr Gerhard Stöhr!
03.12.2006

(stoe) Vorweihnachtliche Auktionen.
Soeben habe ich mich noch in den Auktionshäusern in London umgesehen. Falls Sie noch ein besonderes Weihnachtsgeschenk suchen so bietet sich die Auktion Nr. 6882 von Sotheby, am 14.12. an.
Hier finden Sie unter anderen auch preiswerteren Angeboten, mit
Lot 12, einen Dent - Aneroid versehen mit einem Estimate von 500 - 700 GBP;
Lot 5, ein interessantes Diagonalbarometer von Balthasar Knie, mit 6.000- 8.000 GBP;
Lot 8, ein äußerst rarer Quecksilberbarograf von Negretti & Zambra mit 5.000 - 7.000 GBP.

Bei Bonhams in der Bond Street gibt es am 12.12. mit
Lot 4 ein verkürztes Kontrabarometer nach Amontons, zu einem Estimate von 1.200-1.800 GBP.


02.12.2006 (stoe) 31. Zürcher- Weihnachts-Sammlerbörse.
Wie in jedem Jahr, so öffnet auch heuer wieder die Zürcher-Sammlerbörse in Oerlikon vom 07. - 10.12.2006 ihre Pforten. Wochentags ist von 10.00 bis 21.00 Uhr geöffnet, am Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr. Aus Zeitgründen war ich jetzt schon einige Jahre nicht mehr dort, aber ein Besuch lohnt sich für alle Sammler aus den südlichen Regionen, sowie aus Frankreich und Österreich unbedingt!

Noch ein wichtiger Tipp: Bitte besuchen Sie die Messe an den Wochentagen, da Herr Perret seinen Stand mit den Wetterinstrumenten am Sonntag den 10.12. geschlossen hält.

30.11.2006

(stoe) Winterzeit ist Einbruchszeit.....
Haben Sie schon einmal zusammengerechnet was ihre Sammlung für einen Wert hat? Je nachdem kommen da schnell ein paar Tausende, ja sogar Zehntausende Euros zusammen. Grund genug sich hierzu einmal ein paar Gedanken zu machen, wie man sich vor dem unerlaubten Zugriff Fremder schützen kann.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass unsere Wetterinstrumente nicht zu den besonders gefährdeten Objekten gehören, wie es z.B. Uhren, Schmuck, Münzen etc. sind. Das liegt einfach daran, dass sich das Diebesgut nicht so ohne weiteres in bare Münze rückverwandeln lässt, da die Abnehmer, also wir Wetterinstrumente-Sammler - eher rar sind.

Wie aber schützt man sich und seine Sammlung am effektivsten. Beginnen sollte man bei der Außenhaut, also den Türen und Fenstern. Insbesondere bei Etagenwohnungen gehören die Eingangstüren oftmals zu den schwächsten Stellen. Eine schlechte Türverriegelung, ein schwaches Türblatt, ein schlecht verankertes Türblech und/ oder schwache Bänder laden den Kriminellen geradezu ein.

Dabei kann man hier mit, etwas handwerklichem Geschick, selbst leicht für Abhilfe sorgen. Der Einbau eines Querriegelschlosses vom Baumarkt sorgt äußerst wirksam und ein für allemal für Abhilfe. Durch den gleichzeitigen Einbau eines Türspions und einer stabilen Sperrkette können Sie zukünftig auch nicht mehr überrumpelt werden. Aber Vorsicht, wenn Sie in gemieteten Räumen wohnen, sollten Sie bevor Sie an der Tür Hand anlegen, den Vermieter fragen.

Als nächstes sollten Sie ihre Fenster unter die Lupe nehmen. Dass diese während Ihrer Abwesenheit geschlossen sein sollten, ist eine Selbstverständlichkeit. Gekippte Fenster, noch dazu im Parterre, sind hoffnungsloser Leichtsinn und keine Versicherung zahlt hier auch nur einen Cent. Wenn man mal zugeschaut hat, wie leicht ein solches Fenster mit einem Schraubendreher aufgehebelt werden kann, dann kann man das auch verstehen. Mit abschließbaren Fenstergriffen lässt sich der Einstieg zwar erschweren, ob sie ihn verhindern können, wage ich jedoch zu bezweifeln. Also unbedingt schließen!

Alle diese Maßnahmen verhindern bzw. erschweren einen Einbruch, während eine installierte Alarmanlage diesen, wenn schon geschehen, lediglich signaltechnisch anzeigt und gegebenenfalls weitermeldet. Solch eine Einrichtung rechnet sich für uns denn auch nur, wenn das Haus oder die Wohnung öfters längere Zeit unbeaufsichtigt ist. Eine ganze Industrie mit einer Vielzahl von technischen Möglichkeiten, unterstützt hier das Sicherheitsbedürfnis der Sammler. Die Auswahl ist dabei riesengroß. Oftmals tut es aber auch eine einfache "Do-it-yourself - Anlage" mit einigen Bewegungsmeldern aus dem Elektronic-Fachmarkt.
Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es bei der Polizei oder den Verbraucherverbänden!


23.11.2006

(stoe) Thomas Cole 1800-1864, Clockmaker ...
Von Thomas Cole hatte ich bisher noch nie etwas gehört. In Uhrenkreisen scheint er besser bekannt, denn es gibt über seine Arbeiten ein Buch von J.B. Hawkins aus dem Jahre 1975. Wie die beiden heutigen Beispiele beweisen, hatte Cole offenbar gegen Mitte des 19.Jh. auch an den damals gerade aktuellen Aneroid-Barometern Gefallen gefunden und sie teilweise mit seinen Uhren kombiniert.

Entstanden ist dabei zum einen eine Wetterstation für den Schreibtisch, bestehend aus immerwährendem Kalender, Thermometer und Barometer, fein von Hand graviert in schwerem vergoldetem Messinggehäuse, sowie zum anderen, eine Marriage des Ganzen mit einer Kaminuhr. Hier wird die Wetterstation als Basis für die Pendule benutzt.

Der Tischbarometer ist mir Mitte 2006 erstmals auf einer Auktion aufgefallen und ist momentan auf der Homepage von
Fontijn-Antique
zu finden, gewiss ein interessantes Stück. Die Pendule wurde vor einiger Zeit bei Mallet-Antiques in London angeboten.

19.11.2006

(stoe) Die PAN in Amsterdam hat eröffnet...
Brüssel und das Quecksilber hat mich in den letzten Tagen so beschäftigt, dass ich es ganz versäumt habe Sie auf die große Antiquitätenmesse in Amsterdam hinzuweisen.

Aber es ist noch nicht zu spät. Von heute an bis Sonnabend finden Sie dort alles was ihr Sammlerherz begehrt!


18.11.2006

(stoe) Aber haarscharf...
ich stelle soeben fest , dass sich das Europäische Parlament derzeit aus 732 Abgeordneten zusammensetzt. Laut meiner Kenntnis haben am vergangenen Dienstag 372 der Mitglieder für unsere Hg-Ausnahmeregelung votiert. Das bedeutet eine absolute Mehrheit von gerade einmal 12 Stimmen. Au backe! Gar nicht auszudenken was wäre, wenn wir in der Sache unterlegen wären? Siehe dazu auch meinen Schriftwechsel.

Da lässt sich wohl davon ausgehen, dass mein Porto für unser Rundschreiben gut angelegtes Geld war!
Dank geht auch an die European Barometer Association, die mit uns am gleichen Strang zog!


15.11.2006

(stoe) Am Tag danach...
Als Rückschritt für die Gesundheit bezeichnet die "zeromercury-front" das gestrige Abstimmungsergebnis in Straßburg, das ein europaweites Verbot von Quecksilber vorsieht und nur noch minimale Ausnahmen da zulässt, wo Quecksilber (Hg) momentan völlig unmöglich zu ersetzen ist. Vernünftig, demokratisch und praxisnah sollte man meinen.

Nicht so für die militanten Quecksilbergegner. Ihnen geht das nicht weit genug. Sie sehen schon wieder "duzende Tonnen (!) Quecksilber" aus undichten und zerbrochenen Messinstrumenten in die Umwelt fließen. Vorsicht: Eine Tonne sind 1.000 kg und in ganz Europa werden jährlich ca. 600 kg recyceltes Quecksilber für unsere Barometer benötigt. Da können logischerweise keine "duzende Tonnen" davon auslaufen. Mit ihren Zahlen geht diese Plattform insgesamt recht großzügig um, das haben wir ja schon im Bericht vom 13.11. feststellen müssen.

Man setzt in diesen Kreisen jetzt auf REACH , einem noch im Aufbau befindlichen neuen System des Managements von Chemikalien in Europa. Wir werden ja sehen, - verboten ist verboten und Ausnahmen bestätigen die Regel. Fanatismus war noch nie ein guter Berater!


14.11.2006 18.30 Uhr

(stoe) Ein Quecksilberverbot in EUROPA wird kommen.
Das Europäische Parlament hat heute in Strassburg in Erster Lesung zum Vorschlag der Kommission Stellung bezogen. Ein Verbot von Quecksilber steht außer Frage, aber es wird Ausnahmen geben. Dazu gehören:

Alle zum Stichtag verbleibenden quecksilberhaltigen Messinstrumente zur beruflichen und industriellen Verwendung (in erster Linie sind damit Manometer und Blutdruckmessgeräte gemeint), sollen allmählich aus dem Verkehr genommen werden. Das wird von Zeit zu Zeit überprüft.

Ausdrücklich ausgenommen von einem Verbot sind Flüssigkeitsbarometer unabhängig vom Alter und alle Messgeräte die älter als 50 Jahre sind. Dazu gehört auch der Handel, der Service und die Einfuhr von quecksilberhaltigen Messgeräten (Antiquitäten älter als 50 Jahre). Ich lege den Kommentar auch so aus, dass auch die Fertigung neuer Hg-Barometer gestattet ist, wenn dadurch die Initiative grundsätzlich nicht "unterminiert" wird.

Nur Quecksilber in neuen Fieberthermometern ist verboten!

Also ein schöner Erfolg unserer beiden Petitionen. Brüssel folgt unseren Vorstellungen weitestgehend und setzt uns gleichzeitig in die Verpflichtung, unsere Berufe und unser Hobby weiterhin verantwortungsbewusst auszuüben und dabei immer der Gefahr bewusst zu sein, die bei unsachgemäßem Umgang vom Quecksilber ausgehen kann.
Für die "Freunde alter Wetterinstrumente" und die Mitglieder der "European Barometer Association" schon im eigenen Interesse eine Selbstverständlichkeit.
Lesen sie dazu den offiziellen Kommentar aus Brüssel.


14.11.2006 15.00 Uhr WICHTIGE, TOPAKTUELLE INFORMATION AUS STRASSBURG !
Das Europa-Parlament hat in seiner heutigen Sitzung einer Ausnahmeregelung für Quecksilber in Barometern mit den Stimmen von 372 Abgeordneten
(
o. Gewähr!) zugestimmt!
Weitere Informationen folgen!

13.11.2006

(stoe) The European Barometer Association.
ist die Vereinigung der Europäischen Hersteller von Quecksilberbarometer mit Sitz in Großbritannien.

Viele Produktionsbetriebe gibt es ja heutzutage in Europa nicht mehr: In England sind es 3, in Frankreich und den Niederlanden 2, in Belgien und Portugal jeweils nur noch 1 Hersteller. In Deutschland hält man sich schon seit einigen Jahren mit Zahlen bedeckt. Die Umweltauflagen sind horrend, - habe ich mir sagen lassen. Ich kenne jedenfalls keinen Hersteller mehr.

Für die Mitglieder dieser "Association" ist dann auch der Wortlaut des Gesetzestextes morgen von allergrößter Tragweite. Wird es noch eine "Lizenz für neue Barometer in der Union" geben, - oder nicht? Wie sieht diese aus?

In der Sorge um ihre Existenz und die Zukunft der Mitarbeiter haben auch sie mit einem mehrsprachigen Rundschreiben auf ihre prekäre Situation aufmerksam gemacht. Der Text der Briefe wurde mir soeben zugemailt. Ich bedanke mich bei dem Absender und habe Kopien davon gleich in unsere QUICK_NEWS-Seite eingestellt.

Aber auch "die Konkurrenz" hat nochmals nachgelegt, siehe hier! Da werden doch tatsächlich die Abgeordneten dahingehend informiert als bräuchte man pro Barometer 1.000 g Quecksilber(!). In Wahrheit sind es pro Instrument im Durchschnitt 10ml Hg. Das sind 10cm3 x 13,55g/cm3, ergibt nach Adam Riese 135,5g Hg. Also beinahe Faktor 8 daneben!
Es gibt auch ganz vereinzelt Instrumente die mal 1kg benötigen, damit sollte man aber der Ehrlichkeit halber hier lieber nicht operieren, denn von solchen wiss. Spezial-Instrumenten sind mir die letzen 20 Jahre, vielleicht gerade mal zwei Stück begegnet.

Wenn die anderen "Facts" dieser Seite genauso hoch überzeichnet sind, dann ist diese Info-Site jedenfalls keine gute Basis für eine Gesetzes-Abstimmung!


11.11.2006

(stoe) Von einer durchweg positiven Resonanz auf unser Europa-Rundschreiben gilt es zu berichten...
Fast täglich erreichen mich Briefe und Mails von den angeschriebenen Europa-Abgeordneten, die für unsere Haltung zur Quecksilber-Initiative Verständnis zeigen und unser Anliegen am Dienstag unterstützen wollen.

Darunter befindet sich auch ein längst fälliges Lebenszeichen von Herrn Dr. Thomas Ulmer, MdEP: Auch er "...stimmt unserer Argumentation zu und wird sich für unser Anliegen einsetzen". Na also, - warum mussten wir auf dieses Bekenntnis so lange warten? Hoffen wir nur, dass nächste Woche noch mehr seiner Kollegen so denken und handeln.


05.11.2006

(stoe) Am 14.11.2006 in Straßburg......
wird das Europa-Parlament darüber entscheiden, mit welcher Konsequenz letztlich die Quecksilber-Inititative umgesetzt wird. Kommt es nun zu einem totalen Verbot oder wird es vereinzelt noch Ausnahmen (z.B. für Messinstrumente und Barometer) geben?

Die Wogen schlagen derzeit hoch. In Brüssel und im Internet hat sich weltweit eine geradezu "militante" Anti-Mercury-Bewegung formiert, die uns mit allen nur erdenklichen wissenschaftlichen, aber auch dubiosen Gutachten suggerieren möchte, dass unsere Welt nach dem Quecksilberverbot, eine andere, auf jeden Fall eine viel gesündere sein wird. Schon längst kann von einer sachlichen Diskussion keine Rede mehr sein.

Wir von den FaW, haben diese Entwicklung über die gesamten Jahre verfolgt und Sie ständig darüber informiert. Natürlich können wir nicht untätig zusehen, wie die von uns gewählten Europa-Vertreter uns die Grundlage unseres schönen Hobbys entziehen. Deshalb hat die Redaktion diese Woche keine Mühen und Kosten gescheut und im Namen aller Sammler eine Petition an unsere Parlamentarier gerichtet. Diese persönlichen Anschreiben wurden in deutsch, englisch und französisch abgefasst. Den Übersetzern sei herzlichen Dank.

Drücken wir also die Daumen, denn mehr lässt sich momentan nicht tun!


31.10.2006 (stoe) Alles hat ein Ende.,
so auch unsere gemeinsame Ausstellung im Thermometermuseum in Geraberg. Es wurden circa 600 Besucher gezählt, was für so ein kleines Museum und ein solches Nischenthema, ein großer Erfolg ist. Auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung bei so vielen gemeinsamen Wurzeln.

Ich war am Wochenende wieder dort und habe meine Exponate eingesammelt. Jetzt fühl ich mich zu Hause wieder richtig wohnlich. Selbst meine Frau hat das eine oder andere Barometer vermisst und das will ja was heißen. Dank möchte ich an dieser Stelle noch einmal an das Museums-Team und meine FaW-Freunde richten, die beim Aufbau aktiv mit dabei waren.

So wird mein Abschied gestern, nur ein Abschied auf Zeit sein, denn Frau Rux plant schon für nächstes Jahr. Interessantes kündigt sich an. Lassen Sie sich bitte überraschen.

23.10.2006 (EU_News v.13.09.) EP-Umweltausschuss zu Quecksilber in medizinischen Geräten
Das von der Europäischen Kommission vorgeschlagene Verbot von Quecksilber in medizinischen Geräten für den Privatgebrauch sollte auch auf Geräte in beruflichen Gebrauch (also Krankenhäuser und Arztpraxen) ausgeweitet werden.

Dies fordern die Abgeordneten des EP-Umweltausschusses in ihrem Bericht zur 1. Lesung, der am 13.9.2006 angenommen wurde. Das Verbot von Quecksilber in Barometern sollte aber schwächer ausfallen als von der Kommission vorgesehen, indem für kleinere Modelle eine Ausnahmebestimmung eingeführt wird. NGOs begrüßen die Position des Umweltausschusses generell, lehnen jedoch die Ausnahmebestimmung ab.

20.10.2006

(stoe) WEATHERSTAR NR. 16
Herr Fontijn einer der großen Barometerspezialisten in Europa legt offensichtlich besonderen Wert auf eine erstklassige Abstammung der Instrumente, die er in seinem Geschäft zu Verkauf anbietet. Ein Käufer zahlt bei ihm vielleicht etwas mehr, hat dafür aber die Gewissheit, dass er bei einem späteren Wiederverkauf keine Diskussion über die Qualität seines Barometers führen muss. Eine sichere Anlage also.

So haben sich in den vergangene Monaten bei ihm Barometer von so klingenden Makern wie: Prins, Wast, Wast & Zoon, Reballio, P. Dolland, Nairne, Gohin etc. bei ihm eingefunden. Eine wahrlich beachtliche Auswahl. Mein geschultes Auge fiel dann auch gleich auf den eleganten und raren Controleur von Wast & Zoonen. Er soll unser Weatherstar Nr. 16 werden. Wir gratulieren Herrn Fontijn.


17.10.2006 (stoe) Halbzeit in Geraberg.
die ersten drei Wochen der Barometerausstellung in Geraberg/ Thüringen sind vorüber. Es ist Halbzeit und Zeit für eine kleine Zwischenbilanz.
Laut Frau Rux ist das Interesse groß. Sie ist ständig von Besuchern umlagert. Diese sind von der Präsentation und der Vielzahl der Objekte begeistert und bedauern es nur, dass es keinen Katalog gibt. Das war eine Kostenfrage!

Als Barometerfreund sollten Sie daher die nächsten 3 Wochen noch für einen Ausflug nach Thüringen nützen. Der Herbst zeigt sich momentan von seiner schönsten Seite und Geraberg ist wirklich gut zu erreichen (direkt an der Autobahn A71/ Abfahrt Geschwenda). Ich schaffe es ganz aus dem Süden der Nation bequem in 4 Stunden. Sie werden Gleiches so schnell nicht wieder zu sehen bekommen!

10.10.2006

(stoe) Antiquités Scientifiques, Genève...
Eine der ersten Adressen in Europa, wenn es um das Sammeln Wissenschaftlicher Instrumente geht. Soeben ist der Katalog Nr.33 - Herbst 2006 eingetroffen und bietet u.a. auch den Freunden alter Wetterinstrumente auf den ersten 10 Seiten (von 56 p.) wieder allerhand Interessantes. Er enthält Dinge die in der Homepage nicht erscheinen.

Die farbig bebilderten Kataloge gibt es im Abonnement für SFr. 20,-, 2x pro Jahr, jeweils im Frühjahr und Herbst.
www.perret-antiques.ch


30.09.2006 >273

(stoe) Das Wetterbuch der Magdalena Kirch (-in).

Im Jahr 2000 wurde mir ein Buch aus dem ausgehenden 17.Jh., mit sehr frühen handschriftlichen Wetteraufzeichnungen angeboten. Ich habe es gekauft und zu den Anderen gestellt.

Dieser Tage musste ich feststellen, dass die mit blauer Tinte ausgeführten Einträge alle noch wasserlöslich sind. Es kann sich folglich nur um Originale handeln und das war Grund genug für mich, das Warum und Wieso ausführlicher zu ergründen.

Meine Recherchen ergaben, dass die Familie Kirch aus Guben bzw. Berlin in Fachkreisen bekannt und sich auch schon andere Autoren mit ihr beschäftigt haben. Die handschriftlichen Kopien der Wetternotizen sind in Verbindung mit Gustav Hellmann's Arbeit ebenfalls bereits erwähnt worden. Es sind wirkliche Unikate und ganz sicher aus dem Besitz des Autors. Eine spannende Geschichte. Lesen Sie dazu meinen Bericht .


16.09.2006/ 19.09.2006 >262

(stoe) Die Sonderausstellung 2006, im Thermometermuseum Geraberg, ist eröffnet.
Samstag 16.09.2006 14.00 Uhr. Pünktlich füllt sich das Foyer mit festlich gekleideten Damen und Herren. Die ersten Sektgläser klirren. Freunde und Gönner des Thermometermuseums begrüßen sich gegenseitig und machen sich mit Fremden bekannt. Die Honoratioren, an ihrer Spitze Herr Landrat Dr. Benno Kaufhold, Gerabergs Bürgermeister Herr Günter Irrgang, Frau Dr. Heil vom Museumsverband Thüringen, sowie Herr Dr. Klaus Irrgang, Vorsitzender des Fördervereins Geraberg e.V. sind in gespannter Erwartung und tauschen untereinander rasch noch letzte lokalpolitische News aus. Die Referenten blättern in ihren Manuskripten oder führen bereits Fachgespräche mit den Gästen. Das Museumsteam organisiert weitere Stühle für die vielen interessierten Besucher. Der Geräuschpegel senkt sich und es wird leise..

Herr Landrat Dr. Kaufhold und Herr Bürgermeister Irrgang ergreifen das Wort und tauschen ihre Grußbotschaften aus.

Nun liegt es an mir, die Festversammlung im Namen der Freunde alter Wetterinstrumente zu begrüßen, auf die Ausstellung einzustimmen und meinen Dank an alle Beteiligten, seien sie dem Museumsvorstand, den Organisatoren oder den Sammlern zugehörig, zu richten. Es ist ganz klar, dass an dieser Stelle die Museumsleiterin Frau Carmen Rux nicht zu kurz kommt.

Endlich war es also geschafft. Nach neun Monaten intensiver Vorbereitung konnten wir diese einmalige Präsentation erstmals der Öffentlichkeit zeigen. Ich weiß nicht wie es Frau Rux erging, aber mir fiel ganz leise ein Stein vom Herzen. Hier meine Begrüßung im Wortlaut.

Herr Dr. Kaufhold und ich, waren es dann, die feierlich das "Rote Band" zum Obergeschoss durchschnitten, um damit die diesjährige Sonderausstellung "Vom Wetterglas zum Messgerät" zu eröffnen.

Wie angekündigt, war der Nachmittag noch von zwei sehr informativen Referaten begleitet. Einmal zum Thema: "350 Jahre Barometrie" von Gerhard Stöhr und zum zweiten mit dem Titel: "Praktische Hinweise zum Sammeln alter HG-Barometer zur Vermeidung von Fehlkäufen.", von Wilfried Habenicht. Beide Themen fanden regen Zuspruch.

Wie ich soeben feststelle, hat Herr B. Senglaub von den Thermometerfreunden Geraberg die Eröffnung fotografisch perfekt begleitet, sodass ich mir Gleiches ersparen kann und Sie bitte, einfach diesem Link zu folgen.


14.09.2006/ 17.09.2006 >260

 

(stoe) Viele fleißige Hände waren am Werk.
Soeben komme ich aus Geraberg zurück und sichte die ersten Bilder der Aufbauphase vom Donnerstag und Freitag.

Wohl vorbereitet fanden wir die Ausstellungsetage vor. Frau Carmen Rux und ihr Team hatten gute Vorarbeit geleistet. So konnten die mitgebrachten Exponate zügig auf die Vitrinenschränke und mit Plexiglas geschützten Wandplatten verteilt werden.

Für das gesamte visuelle Erscheinungsbild der Ausstellung zeichnet das Designbüro Kerntopf aus Ilmenau verantwortlich. Deshalb ließ es sich Frau Kerntopf auch nicht nehmen, bis zuletzt beim Aufbau mit dabei zu sein und wo es nötig war, selbst mit Hand anzulegen. Ein Projekt, das daher durchgehend, von den Einladungskarten, über das Plakat, bis zu den Textkärtchen in der Präsentation ihre persönliche Handschrift trägt. Ich finde, Sie hat für uns sehr gute Arbeit geleistet.

Das fleißige Treiben der Museumsfreunde drinnen und draußen, führte schließlich dazu, dass bis zur Kaffeepause die Ausstellung im Großen und Ganzen stand. Feintuning war noch angesagt. Hier ein Fingerabdruck an einer Glasplatte zu entfernen, dort ein Textschild anzubringen, während eine dritte Gruppe, sich trotz mäßigem Wind bemühte, mit einer langen Aluleiter ein großes Ausstellungs-Plakat an der Giebelwand zu befestigen.

Kaum waren die letzten Barometer an der Wand, da war auch schon die lokale Presse mit Reporter und Kameramann zur Stelle, um allererste Eindrücke für ihre Leser zu sammeln. Für den nächsten Tag hatte sich die zweite Zeitung, sowie das MDR-Fernsehen mit Wettermobil bei uns angemeldet. Nach getaner Arbeit warf Herr Rux dann den Holzkohlengrill an und während darauf Thüringische Spezialitäten brutzelten, konnten wir bei einem kühlen Bierchen, dem Freitag ziemlich entspannt entgegen sehen.

12.09.2006 (stoe) Der Countdown läuft.
Morgen reisen wir nach Geraberg/ Thüringen, um im dortigen Thermometermuseum, unsere Ausstellung aufzubauen. Sie wird am kommenden Samstag um 14.00 Uhr feierlich eröffnet und zeigt dann für 6 Wochen die Geschichte der Barometrie, vom Wetterglas zum Messgerät. Sie sind herzlich dazu eingeladen und sollten sich die Ausstellung nicht entgehen lassen. Schließlich sieht man eine solche Präsentation nicht alle Tage.

Es gab vor 26 Jahren schon einmal eine Barometer-Ausstellung in Schloss Schönebeck bei Bremen. Das war im Jahre 1979, anlässlich der Vorstellung des Buches von Habenicht und Holland, Alte Quecksilberbarometer. Seinerzeit wurden ausschließlich Hg-Barometer ausgestellt.

Diesesmal sind es mit ca. 100 Objekten, in der überwiegenden Mehrzahl Aneroidbarometer. Herr W. Habenicht wird zur Eröffnung auch anwesend sein und uns ein Referat zum Thema: Praktische Hinweise zum Sammeln alter Hg-Barometer, zur Vermeidung von Fehlkäufen, am Beispiel engl. Banjo- oder Radbarometer, halten.

09.09.2006

(stoe) Hier die internationalen Auktionstermine für Herbst 2006

19.09.2006 Bonhams Knightsbridge 13615 Clocks, watches and barometer
28.09.2006 Sotheby's London 6881 Fine clocks, watches and barometers
20.10.2006 Dorotheum Wien   Historische wissenschaftl. Instrumente

Dabei fällt uns auf: Bei Bonhams gibt es ein Upside down von Davis - London, mit Estimate 2.500 -3500.- GPB (13615/ 220).
Für Freunde des 18.Jh. kommt bei Sotheby's ein recht frühes John Whitehurst Barometer zum Aufruf, um 1740 (6881/206), das Estimate ist mit 25..000 - 30.000 GBP angegeben, sowie eine interessantes Stick von Russel - Fallkirk, um 1800, (6881/206) geschätzt auf 12.000 - 15.000,- GBP.


30.08.2006 (stoe) Ein Hingucker..
In unserem Museum befindet sich ein besonders auffälliges Gefäßbarometer aus der Zeit 1865-75. Ganz im Stil von Robert Fitzroy kommt es mit Wetteranmerkungen hinter einer verglasten Frontscheibe daher und ist dabei zusätzlich mit Sympiesometer und Minima-Maximathermometer, sehr luxuriös ausgestattet. Es war sicher einmal nicht billig.

Die Firma Wilson, Son & Walter aus Liverpool hat es gefertigt und als"The World's Barometer and Weather Indicator" vermarktet.

Dieser Tage bin ich nun bei meiner Surftour im Internet, auf der Homepage der Firma Derek und Tina Rayment, auf den kleinen Bruder gestoßen. Ebenfalls mit Sympie und Min-Max-Thermometer ausgestattet, fehlen ihm die Wetteranmerkungen. Es ist deshalb etwas schmäler. Dadurch war es möglicherweise günstiger im Preis, oder vielleicht auch ein Vorläufer des "großen Bruders"? Jedenfalls ein äußerst seltenes Instrument, das auch heute noch seinen Preis hat.

20.08.2006 >232



(stoe) Ing. Heribert Schmitt, Erfinder des Galinstans, im Ruhestand..

Wie wir soeben erfahren, wurde Heribert Schmitt, geb. 04.08.1941, aus Geschwenda, Laborleiter der Firma Geratherm Medical und Erfinder des "Galinstan®" vor wenigen Tagen in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.
Für diese Entwicklung erhielt er anlässlich der Brüsseler Messe 1994, vom spanischen König, den "Preis der Innovation" in Form einer Goldmedaille. Siehe NEWS vom 20.03.2004.

Wir wünschen Ihm alles Gute für die kommenden Jahre, hoffen für Ihn, dass seine Gesundheit ihn nicht verlässt, damit er seinem Gesangverein weiter als Tenor erhalten und uns auch zukünftig freundschaftlich verbunden bleibt.
Die passende Flasche Wein zu diesem Anlass trinken wir vor Ort!


13.08.2006

(stoe) Was ist denn blos da drin.?
Relativ häufig wird bei uns angefragt, mit welcher Anzeigeflüssigkeit denn die Kontrabarometer gefüllt sind. Die Frage stellt sich spätestens dann, wenn infolge Nullpunktsdepression die Anzeige neu justiert werden muss. Hierzu braucht man zwar nur wenige Milliliter [ml], sollte aber doch wissen womit nachzufüllen ist?

Zuerst muss geklärt werden, was "drin" ist. Eine zuverlässige Antwort lässt sich hier per Ferndiagnose leider nicht geben. Aber es bleiben in der Regel nur zwei Möglichkeiten übrig.

Es muss auf alle Fälle eine Flüssigkeit sein, die mit Quecksilber chemisch nicht reagiert, sich damit auch nicht verbindet, dabei eine relativ hohe Oberflächenspannung aufweist, sodass beim "Auf" und "Ab" nichts an der Kapillarinnenwand anhaften bleibt. Eine geringe Verdunstungsneigung, sowie die Möglichkeit des Einfärbens sollte auch gegeben sein. Im Gegensatz zu den Thermometerflüssigkeiten ist nur eine geringe Wärmeausdehnung gefragt. Ein ganz schön langer Forderungskatalog, den es zu erfüllen gilt.

Einzig Anilin vereinigt die meisten dieser Eigenschaften auf sich. So ist denn auch die überwiegende Mehrzahl der Kontrabarometer damit gefüllt.

Anilin sorgt also für saubere Trennflächen zwischen Quecksilber und Anzeigeflüssigkeit und das auch noch nach vielen Jahren. Dabei ist es giftig. Deshalb sollten Sie mit der entsprechenden Sorgfalt damit hantieren (Schutzhandschuhe!) und Restmengen gut gekennzeichnet, fernab von Kinderhänden, sicher aufbewahren!

Anilin ist eine ölige, farblose, sich an der Luft durch Oxidation gelb bis braun verfärbende Flüssigkeit und riecht leicht süßlich.. Durch Zugabe von Farbpigmenten lässt es ich beliebig einfärben. Im freien Handel ist es nicht erhältlich! Siehe Sicherheitsdatenblatt.

Die zweite Möglichkeit zur Befüllung eines Kontrabarometers, wäre die mit gefärbtem Petroleum. Sie führt aber schon nach wenigen Monaten, infolge "Verschmierens", zu unscharfen, verschmutzten Trennflächen. Wen das nicht stört, der kann seinen Barometer entsprechend umrüsten bzw. umrüsten lassen. Außerdem lässt sich Petroleum, alleine schon durch seinen Geruch, jederzeit leicht erkennen.

Es stellt sich für mich die Frage, ob es denn nicht Sinn machen würde, wenn die entsprechenden Barometer-Hersteller ihre Kunden gleich mit einem deutlichen Hinweis auf diesen Inhaltsstoff aufmerksam machen würden und beim Kauf eine Wahlmöglichkeit einräumten?


09.08.2006

(stoe) Gute Kontakte sind immer wichtig. Deshalb pflegen wir sie auch....

Liebe FaW-Freunde, da die Mitgliedschaft in unserer Gemeinschaft weitgehend anonym ist, kennen wir von Ihnen in der überwiegenden Mehrzahl nur den Namen und Ihre Emailadresse. Für uns ist dies deshalb die einzige Möglichkeit mit Ihnen in Kontakt zu treten. Bitte teilen Sie uns Änderungen ihrer Emailanschrift daher immer gleich umgehend mit!

Die Verbindung zu folgenden FaW-Freunden ist momentan unterbrochen.
Bitte nennen Sie uns Ihre neue Emailadresse!
In the moment, the connection to the following FaW-Friends is interrupted.
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  Dr. C.J. Michel Deutschland
  Janet Andersen USA

06.08.2006 >218

(stoe) Die Hamburg-Connection.
damit meine ich die 5 Firmen aus der Hansestadt, die sich in den 30iger Jahren, gemeinsam mit der Firma Lufft aus Stuttgart zum Verein der Metallbarometerfabrikanten Deutschlands zusammengeschlossen haben. Es sind dies die Firmen Fröbel, Gischard, Moco, Scholz und Stäcker & Olms. Ihr historischer Werdegang konnte zwischenzeitlich weitgehend belegt werden. Dabei fehlen noch MOCO und SundO. Zu Beiden ist der Kontakt aber bereits hergestellt.

Herr Samtleben, der das papierene Erbe der Firma MOCO in einer Umzugskiste in seinem Keller hütet, versprach mir, dieses Archiv demnächst für uns zu lüften. Die Firma SundO ist noch aktiv am Markt und hat mit ihrem Tagesgeschäft offensichtlich hinlänglich zu tun, sodass für "Blicke zurück" momentan wenig Zeit bleibt. Vielleicht werden wir ja eines Tages überrascht.

Zur Verkürzung der Wartezeit hat uns Herr Samtleben übrigens schon mal vorab ein Foto des größten je gefertigten MOCO-Barometers übermittelt. Es hat einen Skalendurchmesser von 80cm und hing ehemals in der Produktionshalle. Wir bitten noch um etwas Geduld!

30.07.2006
(stoe) WEATHERSTAR NR. 15
Wir haben schon seit längerer Zeit keinen Weatherstar mehr gekürt. Deshalb möchte ich Ihnen heute das prächtig geschnitzte, frz. Gefäßbarometer von Opticien Santi aus Marseille, vorstellen. Monsieur Perret von Antiquités Scientifiques - Genf bietet es seit einigen Tagen auf seiner Homepage an.

Es lässt sich auf eine Ortshöhe von bis zu 600m ü.NN einstellen. Die Thermometer sind nach Reaumur und Centigrade skaliert. Die fein gravierten Milchglasskalen zeigen allerdings einige feine Haarrisse. Das ist zwar schade, aber altersbedingt kaum vermeidlich.

22.07.2006 >203

 

 

 

 

 

 

EINLADUNG....
Das Thermometermuseum Geraberg hat sich mit seiner diesjährigen Sonderausstellung einem ganz und gar nicht alltäglichem Thema verschrieben. In Kooperation mit uns, den Freunden alter Wetterinstrumenten, präsentiert es Ihnen

vom 16.09. - 29.10.2006, die Geschichte der Barometrie:
Vom Wetterglas zum Messgerät

Die Ausstellung wird am 16.09. um 14.00 Uhr eröffnet, wozu wir Sie persönlich aufs Herzlichste einladen!
Daran anschließend führt Sie Herr Gerhard Stöhr, gemeinsam mit Herrn Habenicht, mit einem Video-Vortrag in die Thematik ein. In den historischen Räumen erwarten sie über 100 Exponate, welche die Entwicklung des Barometers durch die Jahrhunderte belegen.

Geraberg, den 16.07.2006

Auf vielfachen Wunsch, hier das Ausstellungsplakat in DIN A4, zum Ausdrucken [ 1,10MB ]!


15.07.2006 (stoe) Heinrich Fröbel - Barometerfabrik - Hamburg.
Recherchen in großen, staatl. Archiven gehören nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Die dort übliche Terminologie mit ihrer ganz eigenen Logik ist mir recht suspekt. Hinzu kommt, dass man zum Lesen alter Handschriften oft die Fähigkeiten eines Graphologen benötigt und dabei Kenntnisse über historische, wirtschafts- und gewerberechtliche Zusammenhänge auch nicht von Nachteil sind. Um vor Ort zu sein, fallen zusätzlich auch noch Reisekosten an.

Gut deshalb, dass es dafür Profis gibt, die solche Aufgaben gegen Honorar gerne erledigen. So geschehen dieses Mal im Staatsarchiv in Hamburg. Wir haben für Sie wieder einmal keine Kosten gescheut.
Hier das Recherche-Ergebnis zu Heinrich Fröbel, von der Firma DokuSearch - Hamburg [0615 Stöhr-1].

08.07.2006 >189

(stoe) Schwarz & Cie, Paris und Ilmenau..
Dieser Tage konnte ich einen Katalog von Schwarz & Cie. erwerben. Die Firma ist aus einem Zusammenschluss verschiedener Barometer- und/oder Thermometerfabriken hervorgegangen. Leider wird uns verschwiegen, um wen es sich dabei im Einzelnen gehandelt hat. Unsere Thüringer-Herstellerliste verzeichnet eine Firma Schwarz & Co. aus Ilmenau-Roda, die sich mit der Herstellung von Fieberthermometern beschäftigt hat. Mehr ist leider nicht bekannt.

Aus meinem Neuerwerb lässt sich nur entnehmen, dass die Firmengründung auf das Jahr 1885 zurück geht und im Jahre 1913, also noch vor dem 1.WK, eine Dependance in Paris, 21, rue du Louvre, bestand.
Diesmal gerade umgekehrt, - wir haben ein neues Logo, aber ich kann mich nicht erinnern, dass es mir bisher schon einmal an einem Barometer begegnet wäre. Achten Sie mal drauf!


01.07.2006

Von der Mythologie zur Meteorologie.
Unter diesem Titel brachte der Bayrische Rundfunk am 25. 11.2001 ein für uns sehr interessantes Radio-Feature. Das ist zwar schon einige Zeit her, hat aber deshalb inhaltlich nicht gelitten. Helmut Seitz, der Autor der Sendung, zeigte unterhaltsam und kompetent die Wetterkunde des Abendlandes auf.

So erfahren wir zum Beispiel, dass es schon zu vorchristlicher Zeit in allen Kulturen Götter und Gottheiten gab, die für die Wettererscheinungen zuständig waren und dass der Begriff "Meteorologie" auf den griechischen Philosophen Aristoteles (384-322 v. Chr.) zurückgeht. Das Wort " Meteor" war seinerzeit der Oberbegriff für alle sich oberhalb der Erdoberfläche abspielenden physikalischen Phänomene, wie Regen, Wolken und Schnee, Gewitter, Nordlicht, Regenbogen etc. Erst seit dem Ende des 19. Jahrhundert versteht man darunter den Gesteinsregen aus dem All.

Das Manuskript zur Sendung findet sich noch heute im Internet. Ich finde, - eine Beschäftigung damit lohnt sich auch für "Apparate-Meteorologen".



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