News vom Januar 2003 bis Juni 2003:

  NEWS - aktuell
   

29.06.2003 >180

(stoe) Geheimtipp - "Pfundsmuseum" in 36145 Kleinsassen....
Die "Freunde alter Wetterinstrumente" messen mit ihren Instrumenten einige wenige Zustandsformen der Luft und haben sich damit einen ganz schmalen Bereich aus dem weiten Feld des Messbaren herausgegriffen.

Herr Reinhardt Kremer
hat sich da mit seiner Sammelleidenschaft den Rahmen viel weiter gesteckt. Er sammelt seit über 25 Jahren alles was zum Thema Messen und Wiegen gehört. Entsprechend umfangreich und interessant ist heute sein Museum in Kleinsassen. In einem geschmackvoll restaurierten Fachwerkhaus präsentiert er auf drei Etagen (ca. 250 m3) dem interessierten Besucher seine Schätze sorgsam arrangiert, offen und in zahlreichen Vitrinen. Natürlich gehören auch einige Barometer, Thermometer und Hygrometer dazu.
Sie machen sich aber ob der Vielfalt überhaupt keine Vorstellung und werden aus dem Staunen nicht herauskommen. Das Museum hat viel Charme und der Besuch ist bestimmt so kurzweilig, dass auch Ihre Freundin oder Frau sich nicht langweilen wird. Man muss es ganz einfach gesehen haben.
Nehmen Sie sich etwas Zeit dazu und rufen Sie wochentags unbedingt vorher bei Herrn Kremer kurz an, damit er Sie wenn möglich, selbst fachkundig führen kann (Tel. 06657-1607).

25.06.2003 (stoe) Replik - Replika - Replikat....
Eine Replik ist laut DUDEN eine "Gegenrede, Erwiderung, vom Künstler selbst angefertigte Nachbildung eines Originals". Deshalb dürfte die Bezeichnung "Replikat" für unsere mehr materielle Form einer Nachbildung besser passend sein.

Gemeint ist die Rekonstruktion eines meist sehr qualitätvollen, originalen Objekts durch fremde Hand. Es kann sich dabei sowohl um ein künstlerisches, als auch ein handwerkliches Produkt handeln. Dies setzt natürlich voraus, dass der replizierende Künstler oder Handwerker selbst über eine sehr hohes Maß an Sachverstand und Können verfügt. Meist handelt es sich dabei um Objekte für die entweder ein wissenschaftliches Interesse oder eine große Nachfrage besteht. Es ist also gleichzeitig ein Indiz dafür, dass das Original ob seiner Bedeutung und/ oder Qualität, eine außerordentliche Anerkennung erfahren hat.

Replikate sollten unbedingt als solche gekennzeichnet werden
, da die Gefahr besteht, dass die "Patina der Jahre" in späterer Zeit diesen Tatbestand verwischen wird. Der rekonstruierende Handwerker bewegt sich zu dem auf einem sehr schmalen Grat zur Fälschung, wenn er mit seiner Hand die Signatur des Künstlers unter das neue Werk setzt.
Grundsätzlich ist also gegen ein gut gemachtes Replikat nichts einzuwenden, zumal es immer eine Mentalitätsfrage bleiben wird, ob ich meiner Sammlung ein Replikat zur Komplettierung anfügen möchte oder nach dem Prinzip sammle, "Was ich mir im Original nicht leisten kann, bleibt draußen!"

Das oft gehörte Argument, ein Replikat würde das Original entwerten, kann ich nicht teilen. Ich finde sogar, eher das Gegenteil ist der Fall.


22.06.2003 >173

(stoe) Wasser hat einen Siedepunkt von 100oC, so haben wir es im Physikunterricht gelernt
Genauer interpretiert, siedet destilliertes Wasser auf Meereshöhe und einem Luftdruck von 1013,3hPa, bei 100oC. Steigt der Luftdruck an, so erhöht sich die Siedetemperatur, fällt er, dann umgekehrt. Bei 700mmQs= 933,26hPa siedet Wasser z.B. schon bei 97,71oC, bei 780mmQs= 1039,91hPa erst bei 100,73oC.

So betrachtet kann man also ein exakt gehendes Thermometer zu einem Barometer umfunktionieren. Dies ist zwar eine einigermaßen umständliche Methode, aber sie funktioniert in der Praxis. Dabei steht dann ihr ortsüblicher "mittlerer Luftdruck" für "Veränderlich".
Wenn Sie also zukünftig das Wasser ihres täglichen Frühstückseies mit einem solchen Thermometer kontrollieren würden, wäre der Blick zum Barometer überflüssig. Vielleicht eine Anregung an die Elektroindustrie: "Eicherkocher mit kombin. Barometer" zu fertigen.

So ein Thermometer mit Millibareinteilung habe ich dieser Tage von einem freundlichen Besucher unserer Seiten erhalten. Es ist in seiner Art sicher ein interessantes Einzelstück. Ich bedanke mich dafür natürlich recht herzlich bei Herrn H. Schmitt. Vielleicht gehört es aber auch zu einem von Maxant in [Ref.232, p.57ff] beschriebenen "baromètre marin à ébullition"?

18.06.2003 (stoe) Abermals enttäuscht...
In meiner NEWS vom 05.06.2003 habe ich erwähnt, dass ich in unserem großen, nationalen Museum in München 4 seltene Bimetall-Thermometer in Taschenuhrformat gesehen hatte. Ich wollte diese meinen FaW-Freunden nicht vorenthalten und hätte dazu jeweils ein ordentliches Farbfoto benötigt. Also habe ich in München höflich angefragt.
Die Antwort kam prompt. Nur von einem der vier Instrumente gibt es ein älteres Schwarzweißfoto für 8,- Euro + 37,50 Euro für das Copyright. Dies wollte ich Ihnen im Zeitalter der digit. Fotografie dann doch nicht zumuten. "Man könne auch einzelne Fotos anfertigen, dies wäre aber sehr teuer" - wurde abgeblockt.

Haben Sie da noch Worte??
Nun ist das Deutsche Museum in München ja nicht irgendein Museum. Es gehört zu den großen Museen der Welt. Schon W.E.K. Middleton schwärmte 1964 in seinem fundamentalen Werk, "History of the Barometer" [Ref.72, p. 454ff]: "This is a good collection of meteorological instruments, especially barometers" und listet spontan 28 Quecksilberbaros auf. Wo sind die alle geblieben? Sie schlummern offensichtlich in den Katakomben.
Wenn man aber schon nicht alles zeigen kann, dann sollte es für den interessierten Besucher doch zumindest eine gut funktionierende und dabei erschwingliche Bilddokumentation geben. Oder liege ich da falsch?

14.06.2003 >166

(stoe) Ernst gemeint oder nur eine frühe Marketing-Aktion...........?
Dieses kuriose "Baromètre-Fabre" wurde von der Fa. Fabre - Saatguthandel - Metz, die es übrigens noch heute gibt, in der 2. Hälfte des 19.Jh. in Umlauf gebracht..

Es besteht aus einem Zweig der auf eine Barometerskala weist und auf Luftfeuchte reagieren soll. Es ist also eigentlich kein Barometer, sondern wenn überhaupt, ein "Hygroskop". Die gerahmte Werbefläche ( 27x 14cm ) trägt bei meinem Exemplar folgende Werbe-Aufschrift:

Vorderseite: Demandez l'envoi gratuit du Catalogue illustré à la maison Fabre graines Metz, 40 + 42 rue Mazelle, Maison de confiance fondée en 1860. Voulez vous dir succès dans votre elevage? Demandez l'envoi gratuit du Prospectus à la maison AGRICOLA Fabrique de Produits pour L'Agriculture Metz, 2, rue du wald Billy. A chaque commande atteignant Frs. 50,- graines potagères ou produit de la maison Agricole nous ajouterons un Baromètre Fabre come celui-ci gratuitement.

Auf der Rückseite folgende Erklärung: Baromètre Fabre Agrée par M.M. les Ministres de l'Agriculture et du commerce Medaille de vermeil à l'exposition industriell de la Ville de Foix.
Observation - Au cas où la petite branche, par suite d'un dérangement quelquonque, ne marquerait plus exactement le temps qu'il fait, vous n'aurez qu'à la recourber ou la redresser pour la remettre selon les indications du temps donne par les ancien Baromètres chose très facile. L'exposer dans un vestibule, corridor ou chambre non chauffée.
Es wurde also ab einem Auftragswert von 50,- Francs kostenlos beigefügt. In unser Museum wird es keinen Eingang finden. Aber sonst ein "Instrument" sicherlich so richtig nach dem Geschmack unserer Ökofreunde.

08.06.2003 >159

(stoe) Original - Fälschung - Replikat....
Der Grund warum auf dem Kunst- und Antiquitätensektor gefälscht wird liegt natürlich darin, dass sich damit ein höhere Rendite erzielen lässt. Es wird deshalb niemand auf die Idee kommen ein einfaches Aneroidbarometer zu manipulieren oder gar zu fälschen. Die Arbeit muss sich dabei schon lohnen. Deshalb betrifft unser heutiges Thema eher die höherpreisigen Instrumente.

Unsere Quecksilberbarometer scheinen hierfür sehr gut geeignet
.
Trägt ein solches Barometer auf seinem Skalenblatt den Namen seines Erbauers, so ist es gleich einige Scheine mehr wert. Da liegt es doch sehr nahe, einen geschickten Graveur zu beauftragen, ein ansonsten namenloses Zifferblatt mit einem klingenden Namen etwas "aufzuwerten". Je älter desto teurer. Auch kein Problem, - eine passende Jahreszahl am rechten Ort wird so manchen Zweifel beseitigen. Oder aber es liegen zwei ähnliche Barometer in desolatem Zustand vor. Ein geschickter Restaurator ist durchaus in der Lage, daraus ein perfektes Einzelstück entstehen zu lassen, auch wenn dann nur noch die Skala original ist. Das ist gängige Praxis im Antiquitätenhandel. Die Fachleute sprechen hier von einer "Mariage", einer "Vereinigung" zweier Stücke.

Solange der Verkäufer dieser Antiquität diesen Tatbestand seinem Käufer nicht verschweigt, ist prinzipiell dagegen auch nichts einzuwenden. Das Problem ist nur, dass viele Antiquitätenfreunde immer nur das Beste, im "Originalzustand" und zu möglichst günstigem Preis haben möchten. Da bleibt dann gerne im Verkaufsgespräch der eine oder andere Satz vom Verkäufer unausgesprochen. Möglicherweise geht das Instrument danach auch in andere Hände über und sein Ursprung dabei schnell verloren.

Natürlich kann auch ein geschickter Kunsttischler und Antiquitätenschreiner ein komplettes Barometer von Grund auf neu aufbauen. Selbstverständlich aus alten Holz und nach allen Regeln der Kunst gealtert. Es handelt sich hierbei meist um . besonders gesuchte Exemplare. "Replikate", ursprünglich gut gemeint, bergen daher eine Gefahr in sich. Wer kann sie nach 50 Jahren und zusätzlicher, natürlicher Patina noch vom Original unterscheiden? Deshalb gehören solche Nachbauten unbedingt auf dem Zifferblatt und Korpus eindeutig und für alle Zeit unlöschbar gekennzeichnet. Manchmal ist es dafür aber heute längst zu spät, denn auch im 19.Jh. gab es schon sehr geschickte Handwerker.

Wie kann man sich dagegen schützen?
Einmal dadurch, dass man sich mit der Materie beschäftigt und sich dabei ein persönliches Wissen aneignet. Hat man schon viele originale Instrumente gesehen und vielleicht sogar in der Hand gehalten, so wird das Auge so geschult sein, dass schon geringste Unstimmigkeiten störend auffallen. Ein Falsifikat wird gegenüber dem Original, im direkten Vergleich immer den Kürzeren ziehen. Zweitens ist der Antiquitätenkauf natürlich Vertrauensache, man sollte sich hier nicht durch besonders glänzende Geschäftsfassaden täuschen lassen. Ein gesundes Quäntchen Misstrauen kann nichts schaden. Gibt es nichts zu verbergen, so wird der Händler bei einem teuren Kauf auch für Ihren Wunsch, "doch mal bitte hinter die Skala schauen zu dürfen" Verständnis haben. Und last but not least, sollten bei einem auffallend günstigen Preis immer alle Alarmglocken läuten, denn im professionellen Antiquitätenhandel sind "Schnäppchen" eher selten und völlig ahnungslose Antiquitätenhändler sind mir auch keine bekannt. Oder kennen Sie etwa einen?

05.06.2003 >156

(stoe) Die "Societas Meteorologica Palatina"sollte im Rahmen einer Sonderausstellung zu den Feierlichkeiten des 100. Geburtstags des Deutschen Museums, in München präsentiert werden. So war es jedenfalls in der Presse und im Internet angekündigt. Ich hatte Sie auch schon rechtzeitig in unseren NEWS darüber informiert.

Also habe ich mir einen Tag Urlaub genehmigt und bin am Dienstag, den 03.06. nach München gefahren. Die Überraschung war jedoch groß, als auf meine Nachfrage hin, die Damen am Info-Schalter sich erst einmal ratlos anschauten. Schließlich wurde ich in den ersten Stock, gleich links in Raum 1 verwiesen, die Ausstellungen zum Jubiläum.
Natürlich waren die Gründerväter präsent und auch jede Menge großartige, messingglänzende, wissenschaftliche Instrumente. Auch waren 2 Hg-Barometer, oder waren es drei, sowie das Exponat Nr. 1, ein frühes Reaumurthermometer das durch die Presse ging, zu sehen.

Aber irgendwie hatte ich mir von dieser "Sonderausstellung" zum ersten, von Bayern ausgehenden, weltweiten meteorologischen Beobachtungsnetz (1780-92) mehr versprochen.
Auf die Problematik angesprochen, verwiesen mich die Aufsichtspersonen freundlich auf die ständigen Ausstellungen zu den Themenbereichen: Wärme, Luftdruck, Galilei und einer Klima-Sonderausstellung.
Hier gab es dann u.a. in einer Vitrine einige schöne Einschlussthermometer und 4 höchst interessante Metallthermometer in Taschenuhrformat (gez. Johann Holtzmann, Larpent & Jürgensen, Weissenbach und C.J. Rospini - Wien) zu besichtigen. Der Torricelli-Versuch war "wegen Quecksilbergefahr" leider abgebaut, die 5 Quecksilberbarometer in einer Vitrine daneben, kannte ich schon seit den 70-iger Jahren. Die Klimaausstellung ist zwar bedeutend aufwändiger installiert, interessierte mich am Dienstag natürlich leider nicht so sehr.

Alles in allem lohnt sich ein Besuch in München nur dann, wenn Sie dieses Museum schon sehr lange nicht mehr gesehen haben, oder aber nicht gerade an historischen, meteorologischen Instrumenten interessiert sind. Würde ich z.B. Mikroskope sammeln, so wäre ich in der opt. Abteilung ganz bestimmt auf meine Kosten gekommen. Schade - aber für uns eher eine enttäuschende Vorstellung.

In diesem Zusammenhang möchte ich heute noch einmal auf die IT-Präsentation der Ausstellung in Paris verweisen, siehe unsere NEWS vom 20.07.2002

01.06.2003 (stoe) Heinrich Kappeller - Wien - Kettenbrückengasse 9
Einen interessanten Katalog aus dem Jahre 1895 konnte ich vor einigen Wochen erwerben. H. Kappeller war eine sog. "gute Adresse" und fertigte Physikalische und Meteorologische Instrumente. Er konnte die Firma von seinem Vater L.J. Kappeller übernehmen, der diese um 1830 herum gegründet hatte. Die für uns relevanten Seiten habe ich natürlich eingescannt
>>Literatur/ Kataloge

29.05.2003 >149

(stoe) "FaW - Workshop" bei Herrn Schmiegel.....

Vergangenes Wochenende war ich nach längerer Zeit mal wieder bei Herrn Schmiegel zu Besuch. Es gab eine ganze Menge zu besprechen, zu fotografieren und unsere Rekonstruktion eines Sturm'schen Differentialthermometers für eine Gedächtnisausstellung nahe Nürnberg sollte auch fertig und ausgeliefert werden. Wir werden zu gegebener Zeit noch darüber berichten.

Herr Schmiegel zeigte mir dann zum Abschluss noch seine allerneueste Schöpfung: Ein Amontons'sches Radquecksilberbarometer, mit verkürztem Rohrsystem (1/3 Länge). So etwas gab es bereits im 18. und 19. Jahrhundert (siehe unser Museum!), aber heute macht ihm das so schnell keiner nach. Er hat es zu seinem persönlichen Vergnügen gefertigt und es funktioniert tadellos. Dabei wurden die einzelnen Fertigungsschritte von uns für spätere Generationen detailliert dokumentiert, werden aber erst posthum veröffentlicht. Ich durfte es für die FaW-Freunde schon einmal fotografieren. Gut versorgt von Frau Schmiegel vergingen die zwei Tage wie im Fluge.



25.05.2003

(stoe) Betr. Hermann & Pfister - Bern
Dieser Herstellername begegnet uns Sammlern ab und an in Verbindung mit besonders qualitätvollen Produkten. Deshalb habe ich versucht mit einem Email an das Stadtarchiv in Bern, etwas Licht in die Historie der Firma zu bringen. Dieser Tage erhielt ich nun die ausführliche Antwort von Frau Zwicky. Wir bedanken uns ganz herzlich dafür in Bern, zumal die Recherche nicht ein einziges Fränkli gekostet hat Aber lesen Sie selbst:


Sehr geehrter Herr Stöhr
Besten Dank für Ihr E-Mail vom 9. April. Das Stadtarchiv ist das Archiv der 1832 gegründeten Einwohnergemeinde und befasst sich hauptsächlich mit den Akten der Stadtverwaltung. Unterlagen von privaten Firmen und Personen haben wir nur sehr spärlich.
In den Adressbüchern der Stadt Bern ist die Firma Hermann & Pfister 1867/68 erstmals, 1881 letztmals aufgeführt. Bis 1891/92 steht dann J.H. Pfister alleine, und ab diesem Zeitpunkt gibt es im Mattenhofquartier, an der Seilerstrasse 9, die Firma Pfister & Streit (in der Rubrik "Mechaniker und mechanische Konstruktions-Werkstätten").
In den Einwohnerregistern habe ich Eintragungen betr. einen Jakob Herrmann, Büchsenmacher, und einen Johann Heinrich Pfister, Mechanikermeister, gefunden.
Im Adressbuch der Stadt Bern 1897/98 (S. 3 im Inserententeil) steht zu Pfister & Streit: (vormals Hermann & Pfister), Mathematisch-physikalische Werkstätte in Bern, Seilerstrasse 9 (beim Effingergarten). Fabrikations-Specialitäten: Theodolite, Nivellierinstrumente, Kreuzscheiben, Stahlmessbänder, Latten, Jalons etc. Barometer, Thermometer, Hygrometer, Präcisionswagen und Gewichtssätze. Extraarbeiten nach Zeichnung. Reparaturen. Telephon.
Mehr über die Firma in Erfahrung zu bringen dürfte nicht einfach sein. Pfister & Streit war im Handelsregister eingetragen (Handelsregisteramt Bern-Mittelland, Amthaus, Hodlerstrasse 7, 3011 Bern); vielleicht erhalten Sie auch Informationen am Geographischen Institut (Hallerstrasse 12, 3012 Bern) oder am Historischen Institut (Unitobler, Länggassstrasse 49, 3012 Bern, Prof. Christian Pfister) der Universität Bern.

Mit freundlichen Grüssen
Margrit Zwicky
Archivarin Stadtarchiv Bern
Erlacherhof Junkerngasse 47, Postfach
CH - 3000 Bern 8


21.05.2003 (stoe) Ist es nun ein bisschen gefährlich, oder nicht.....?
Gemeint ist das Sammeln von Quecksilberbarometern. Hierzu wird die Redaktion ab und zu um Stellungnahme gebeten. Dabei nehme ich solche Anfragen natürlich stets sehr ernst. Allerdings musste ich bisher in diesen Fällen immer rein gefühlsmäßig argumentieren und den Beweis meiner Argumentation schließlich doch schuldig bleiben, die da im Ergebnis lautete: "Selbstverständlich nicht!"
Das war alles andere als befriedigend!

In diesem Frühjahr nun, habe ich diese Thematik zum Generalthema gemacht. Zwei Physiker, ein Pharmakologe, sowie einen Umweltingenieur wurden im Vorfeld um ihre Ansicht befragt. Nur der Pharmakologe, selber ein Baro-Sammler, war meiner Meinung, die anderen wollten sich nicht wirklich festlegen. Somit war klar: "Es musste unbedingt ein Beweis erbracht werden".
Ihre Redaktion hat hierfür keine Kosten und Mühen gescheut und in eigenen Räumen mit einer langjährigen Sammlung, eine Quecksilber-Raumluftmessung durchführen lassen. Aber lesen Sie selbst.
Ergebnis: Es steht nun fest, dass bei Beachtung minimalster Grundregeln, von den Quecksilber-Barometern keinerlei Gefahr für Ihre Gesundheit ausgeht!

17.05.2003 AUKTIONSSCHAUFENSTER
(stoe) Ein interessantes Objekt, das wäre es echt, Christies oder Sothebys sehr wohl anstünde, wird derzeit unter Ebay-Lot #3223777121 angeboten.
So dieses Stickbarometer wirklich aus der Hand Daniel Quares wäre, käme dies einer kleinen Sensation gleich und die gesamte Fachwelt würde sich darum reißen. An Hand der Fotos lässt sich die Echtheit aber sicher nicht ausreichend prüfen, selbst wenn das Skalenblatt seine Signatur trägt und auch sonst alle Merkmale der Zeit stimmig sind.
Daniel Quare (1649-1724), ein Uhr- und Barometermacher der allerersten Garnitur wurde bereits im 18. und 19.Jh. oft kopiert. Es sind also zumindest Zweifel erlaubt.
Zu Daniel Quare siehe: Ref. 66 - Goodison - English Barometers, p.206ff

14.05.2003 16.00 (stoe) Da es in Deutschland offensichtlich nicht ohne exakte Reglementierung geht, habe ich aus gegebenen Anlass unsere Copyright-Bestimmungen deutlicher formuliert.

14.05.2003

 

 

 

 

 

 

(stoe) Zum Thema Urheberrechtschutz bzw. Copyright im Internet...
In unserem "Wir über Uns-Bereich" steht schon von Beginn an zu lesen:

"Wenn Ihnen unsere Beiträge oder Bilder gefallen, so dürfen Sie diese gerne für Ihren privaten Gebrauch ausdrucken. Für weitergehende Nutzungen möchten wir jedoch unbedingt vorher gefragt werden!"

Ich denke wir haben uns da ganz klar und unmissverständlich ausgedrückt. Dabei wollen wir ganz bewusst diese Problematik nicht zu hoch hängen. Uns ist natürlich bekannt, dass sich unsere Seiten und Vorlagen ganz hervorragend für Unterrichts- und Weiterbildungszwecke eignen. Das beweisen die häufige Anfragen von Studenten und ganz jungen Besuchern, die oftmals ihre Hausausgaben mit unserer Hilfe bewerkstelligen. Das freut uns, gehört zu unseren Intentionen und fällt natürlich auch klar in den Bereich der privaten Nutzung.

Ärgerlich wird die Angelegenheit allerdings dann
, wenn wir unsere Fotos und Texte ungefragt in fremden Internet-Auftritten wieder finden. Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, wenn man sich fremden Eigentums bedienen möchte, dass man vorab um die Erlaubnis zur Nutzung bittet und seine Quelle nicht verschweigt. In studentischen Kreisen im Norden der Nation hält man von solcherlei guter Gepflogenheiten jedoch offensichtlich nichts. Dort klaut man sich im Internet völlig ungefragt die Elemente und Fotos für die Semesterarbeit zusammen, legt sie seinem Professor vor (was ja noch unter den privaten Aspekt fallen würde) und stellt dann das Ganze noch stolz und dreist ins Internet. Mit dem lapidaren Hinweis "...einige Bilder aus dem Internet" hält man das Problem des Copyrights für erledigt. Das ist schlechter akademischer Stil!

Die Rechte an den Fotos, die in unserem Auftritt verwendet werden, liegen in der überwiegenden Mehrzahl nicht bei uns, sondern bei den einzelnen Sammlerfreunden. Wir, die FaW, haben lediglich die Erlaubnis zur Präsentation der Bilder innerhalb unseres Auftritts. Es geht deshalb nicht an, dass sich hier irgendwelche Internet-Rowdies ungefragt bedienen. Auch könnte der Eindruck entstehen, wir würden mit den Bildern Handel treiben. Ich hoffe deshalb, dass dies ein Einzelfall bleibt, der sehr rasch wieder verschwinden wird.

Die "Freunde alter Wetterinstrumente" werden in solchen Fällen, heute und zukünftig die "Internet-Elster" verleihen und einen Link auf die betreffende Seite schalten.
Herr Helge Haacke vom Wintersemester 2002/03 der UNI-Kiel bekommt diesen Negativ-Award als Erster verliehen: http://www.helge-haacke.com/
Hinweis 14.05.03 14.00 Uhr: Die pdf.Datei wurde zwischenzeitlich abgehängt!


 

11.05.2003 >131

(stoe) Dr. Ernst Friedrich Wilhelm Klinkerfues, geb. 29.03.1827 in Hofgeismar in Hessen,
war ab 1863 Professor und zugleich Direktor der Sternwarte in Göttingen, wo er am 28. 01. 1884 durch Suizid verstarb.

Er entdeckte mehrere Kometen, erfand ein "Bifilarhygrometer" und einen "Wetterkompass", die von Lambrecht gefertigt wurden, sowie einen sog. "hydrostatischen Selbstzünder". Dabei hat er sich besonders durch seine Wettervorhersagen einen Namen gemacht. Er veröffentlichte: Theoretische Astronomie - Braunschweig 1872, Prinzipien der Spektralanalyse - Berlin 1872, Theorie des Bifilarhygrometers - Göttingen 1875 [Ref.235]. Einige Fotos zu seinem Hygrometer und Barometer finden Sie in unserem virt. Museum!



07.05.2003 (stoe) Unsere "Suche" sucht wieder!
Letztes Wochenende musste ich feststellen, dass unsere "search-funktion" offensichtlich schon seit einigen Wochen gestört war. Es war keine "Suche" mehr, sondern eine "Finde". Dabei fand sie ein "barometrisches Highlight" aus einer verwandten Sammlung.
Da hatte mir doch ein "Scherzkeks" einen Streich gespielt. Sorry - ich selbst benütze die Suche relativ selten, da ich die Instrumente ja kenne. Nun darf also ab sofort wieder gesucht werden.
Bitte nutzen Sie dieses recht praktische Tool für Ihre Recherchen!

04.05.2003 (stoe) Nochmals in eigener Sache.......
Allenthalben kann man dieser Tage pflichtbewusste Hausfrauen in Fensternähe und auf Leitern antreffen. Das liegt wohl an der Jahreszeit, denn Frühjahrsputz ist angesagt. Gleiches habe ich in der vergangenen Woche in unserem Museum organisiert. Wir haben für Sie im Zuge der Neuzugänge, die Instrumente thematisch neu geordnet, extra Seiten eingefügt und unsere html-quelltexte "entrümpelt".
Für unsere internationalen Besucher wurde damit begonnen, die Instrumentenbeschreibungen Schritt für Schritt zweisprachig auszuführen. So tragen wir der zunehmenden Anzahl Besucher aus dem englisch sprechenden Sprachraum Rechnung. Ich denke, die "neue Ordnung" kommt der Übersichtlichkeit insgesamt zugute. Wir wollen ja, dass unsere Besucher wiederkommen!

01.05.2003 (stoe) Eine ganz bedeutende Kollektion alter Wetterinstrumente bereichert seit einigen Tagen unser Museum.
Sie gehört einem Freund und Sammler aus den USA, der uns seine Bilder zur Veröffentlichung überlassen hat. Es sind über 90 Objekte aus einer privaten Sammlung, die bisher nur im Freundeskreis zu sehen waren. Wir, die FaW, dürfen Sie zum ersten Mal der Weltöffentlichkeit zeigen und fühlen uns natürlich geehrt.
Überwiegend sind es Anemometer, aber auch Hygrometer, sowie einige Barometer und Thermometer sind darunter. Dabei sind es in der Mehrzahl ganz außergewöhnliche Stücke, die Sie kaum anderswo zu sehen bekommen. Schauen Sie deshalb unbedingt mal wieder in unser Museum und genießen Sie diese herrlichen Instrumente hautnah im XXL-Format.
Damit hat sich nun der 2. Teil meiner Hoffnung, es würde sich irgendwann bestimmt ein Sammler von Anemometern melden, bereits auch erfüllt. Manchmal muss man eben nur warten können. Ein dickes "Dankeschön" geht jedenfalls nach Übersee!

>> Zum Museum

27.04.2003 (stoe) Ich habe immer gehofft dass,....
Seit der ersten Stunde der FaW-Seiten war mir klar, dass das Ressort der "Windmessung" nicht leicht mit Leben zu erfüllen ist. Aber ich habe immer gehofft, dass ich eines Tages meine Mailbox öffnen würde und sich doch noch ein Sammler für diese schönen Wetterobjekte finden würde. Genau so ist es geschehen.
Zum Jahresende 2002 meldete sich Herr Binder bei mir. Er war auf unsere Seiten gestoßen und hatte meinen Hilferuf gelesen. Er konnte berichten, dass er selbst seit geraumer Zeit Wetterfahnen und Bilder davon sammelt und seit einigen Wochen an einer entsprechenden Hompage arbeiten würde. Die Seite ist noch im Aufbau, wird monatlich aktualisiert und man sieht inzwischen schon so langsam wo die Reise hingehen soll. Dabei ist es natürlich ungemein mühsam, sowohl die Gestaltung der Seite, als auch die Seiteninhalte und auch noch die Fotopirsch nach interessanten Objekten, - alles in Personalunion zu machen. Außerdem kann Herr Binder ja auch nicht alleine die gesamte Republik bereisen.
Deshalb ist er auf die Mithilfe möglichst vieler "Wetterfahnenfreunde" angewiesen. Wenn Sie also selbst ein Auge für schöne Wind- und Wetterfahnen haben, vielleicht auch fotografieren können und dabei über ein ordentliches Teleobjektiv verfügen (denn man sollte ja auch etwas erkennen können!), dann helfen Sie doch bitte mit und übersenden Sie ihm Ihre persönlichen Fotos von schönen, älteren Wetterfahnen aus Ihrem Umkreis (9x13 Hochglanz oder per Scan!). >> www.wetterfahnen.tk

Die Freunde alter Wetterinstrumente werden sich also nicht mit den Wetterfahnen beschäftigen und sich deshalb zukünftig auf die Windmessung mittels Anemometer konzentrieren!

18.04.2003 Zwei Jahre ist unsere Website "Freunde-alter-Wetterinstrumente" jetzt alt
Nach einem halben Jahr Vorarbeit starteten wir im August 2001 erstmals ins Internet. Mit etwa 200 Instrumenten in unserem Museum wurde begonnen, heute sind wir in der Lage unseren Besuchern über 400 interessante, teilweise sogar museale Wetterinstrumente zu präsentieren. Dieser Tage konnten wir den 20-tausendsten Besucher registrieren. Der 2. Teil zur Geschichte der Thermometrie soll noch vor Ostern eingestellt werden. Dabei sind wir bisher weltweit die erste und einzige, nichtkommerzielle Seite für den Sammler von Wetterinstrumenten und finden deshalb auch international zunehmend Beachtung.
Alles ein Grund zur Freude wie ich meine, aber auch ein Grund einmal Danke zu sagen an alle unsere "Freunde", die mit ihren privaten Sammlungen diese großartige Ausstellung erst möglich gemacht haben. Dank aber auch an jene "Aktiven", die mit ihren speziellen Kenntnissen die Grundstrukturen dieser Seiten erstellt haben. Nicht zu vergessen, ein Dankeschön auch an meine Frau, die mich an so manchen Abenden mit dem Computer teilen muss und meine ständig wachsende Sammlung bisher wohlwollend erträgt.
Ihr Gerhard Stöhr

+++WIR WÜNSCHEN IHNEN FROHE OSTERFEIERTAGE +++

13.04.2003 (stoe) Sie werden Augen machen.....
Ganz erstaunlich ist die Sammlung eines neuen Freundes. Schauen Sie mal in unserem Museum wieder bei den Thermometern und Hygrometern rein.
Bemerkenswert sind dort die Neuzugänge der Metallthermometer. Es gibt da einige ganz außergewöhnliche Instrumente; Abraham Louis Breguet (1747-1823), Jacques Frédéric Houriet (1743-1830), M. Tremeschini, Johann Holzmann, Hermann & Pfister, sind alles klangvolle Namen. Thermometer die man sonst nur in Katalogen und Museen zu sehen bekommt. Oder haben Sie schon einmal einen Hygrometer oder Wetterkompass nach "Patent Klinkerfues" gesehen? Ich nicht. Ernst Friedrich Wilhelm Klinkerfues (1827-84) war Astronom und Meteorologe und wirkte in Göttingen. In unserer Bibliothek befindet sich von ihm eine Arbeit über das Bifilarhygrometer [Ref.235]. Ich wünsche Ihnen jedenfalls beim Betrachten viel Vergnügen
und empfehlen Sie unsere Seiten weiter!

09.04.2003 (stoe) Neue Ausstellung ab 11.05.2003, im Deutschen Museum in München
2023 Exponate wissenschaftlicher Instrumente der Bayrischen Akademie der Wissenschaften werden ausgestellt. Neben anderen, werden zwei Großprojekte des 18. und 19. Jahrhunderts gezeigt: Das erste weltweit funktionierende meteorologische Beobachtungsnetz - die Societas Meteorologica Palatina - und die bayrische Landesvermessung. Ich denke da wird es auch für die Freunde alter Wetterinstrumente einiges Interessantes zu sehen geben.
Also bitte vormerken und nicht vergessen!

05.04.2003 >095

 

(stoe) Eine "Uhrenreise" führte mich dieser Tage in die westliche Schweiz, genauer gesagt in den Schweizer Jura.

Wir besuchten dabei u.a. das "Musée international d'horlogerie" und zwei "Perlen" der dort ansässigen traditionellen Uhrenmanufakturen. Natürlich bleibt es dabei nicht aus, dass ich immer wieder Bezüge zu unseren Wetterinstrumenten herzustellen versuche. Das ist auch nicht schwer, denn viele der berühmten Uhrenkünstler sind auch in unseren Kreisen nicht unbekannt.
So zum Beispiel: Abraham Louis Breguet (1747-1823), Edward John Dent (1790-1853), Frédéric Houriet (1743-1830) oder Daniel Quare (1648-1724). Jedenfalls ist das Museum in La Chaux de Fonds geradezu sensationell und allemal eine weite Anreise wert. Dort hängt auch ein einsames, sehr schönes, Schweizer Quecksilberbarometer mit großem, flachem Gefäß. Leider war Fotografieren verboten und wir hatten nur sehr wenig Zeit. Ich werde mich aber bemühen ein Foto davon zu beschaffen.


In Le Sentier am westlichen Ende des Jouxsees residiert seit 1866 die Firma Jaeger-Le Coultre. Ursprünglich hieß sie nur "Le Coultre", im Jahre 1903 fusionierte sie mit der elsässischen Firma "Jaeger" und hieß fortan "Jaeger-Le Coultre" (sprich: checher le cultre). Viele von Ihnen denken da sofort an die berühmte "Atmos-Uhr", die dort seit dem Jahre 1928 gebaut wird. Wird sie nun durch die Luftdruck- oder Temperaturschwankungen aufgezogen? Es sind die Temperaturschwankungen. Eine Temperaturänderung von nur einem Grad bewirkt eine Gangreserve von 48 Stunden. Also fast ein "Perpetuum mobile"! Diese Uhr wird seit 1936 hohen Staatsgästen überreicht und ist deshalb ein Synonym für Schweizer Präzisionsarbeit geworden.


Am letzten Tag ging es dann weiter nach Genf am gleichnamigen See, eine Hochburg der feinen Uhrenmarken. Aber auch Horace Bénédict de Sausure (1740-1799 ), Physiker und Geologe hat dort gelebt und gearbeitet und sein Haarhygrometer erfunden. Wir konnten bei einer 2-stündigen Stadtführung sein Wohnhaus und die wichtigsten anderen Genfer Attraktionen entdecken. Darunter fiel mir natürlich die Wetterfahne (franz:"girouette") am "Tour du Midi" der cathédrale Saint-Pierre, aus dem Jahre 1705 sofort ins Auge, die zwischenzeitlich mehrere Male restauriert wurde und dabei jedes Mal interessante Dokumente aus vergangener Zeit offenbarte, worüber es seit 1991 auch eine kleine Broschüre gibt [Ref.237].

 


30.03.2003 (stoe) Antikes Säulenbarometer als "Objekt des Monats"
Vor einiger Zeit hatte ich die Sternwarte in Kremsmünster besucht und dort neben einigen weiteren schönen Barometern, ein außerordentliches barockes Säulenbarometer gesehen.. Ich bat darum, es doch einmal zum "Objekt des Monats" zu machen. Dr. Pater Kraml, der Direktor der Sternwarte, ist diesem Wunsch nun zum Februar 2003 nachgekommen.
Bitte schauen Sie sich dieses frühe Instrument von Josef (H)Albl aus Wels (1705) einfach mal an. Aus den Archiven des Klosters gibt es dazu sogar noch den Originaleintrag im Kassenbuch. Interessant ist auch, dass darin zweimal von "Wettergläsern" die Rede ist, so bezeichnete man im 17.Jh. gerne auch die Thermometer (engl. Weatherglases).
Solch ein Barometer bekommt man wirklich nicht alle Tage zu sehen. Säulenbarometer (engl. Pillarbarometer) sind uns aus England, z.B. von Daniel Quare (1649-1724) bekannt, extrem rar und zählen zum Feinsten, was es für den Barometerfreund überhaupt gibt [siehe: Ref.66/ Goodison]. Entsprechend hoch sind sie auch bewertet.
Deshalb geht heute unser ganz besonders herzlicher Dank nach Kremsmünster in Österreich, wo noch so manch ungehobener Schatz schlummern dürfte. Es lohnt sich deshalb immer mal wieder ein Blick auf diese interessante Homepage zu werfen.
>> Sternwarte-Kremsmünster

22.03.2003 (stoe) Sicher geht es Ihnen manches Mal genauso wie mir...
Da schaue ich im Internet nach den so richtig teuren Barometeradressen. Hier finden sich dann die Instrumente, die für mich zwar oftmals preislich unerreichbar sind, die aber mein Sammlerherz trotzdem im höchsten Masse höher schlagen lassen. Somit unterscheide ich mich in keinster Weise von meiner Frau, die mich auch gelegentlich vor die Schaufenster exklusiver Juweliere zieht, nur mal um "zu schauen".
Auch viele Millionen Sammler und Kunstfreunde, brauchen ab und zu den "Kick" der z.B. von einem Museums- oder Galeriebesuch ausgeht. Dabei tut es ja auch ungemein gut, sich die Meisterstücke längst vergangener Epochen in aller Ruhe anzusehen. Handelt es sich dabei doch um einzelne Arbeiten oder Kleinstserien, die vom hohen Können und der Liebe zum Beruf íhres Erbauers bzw. des Künstlers zeugen.
Solche Prachtstücke findet man heute bei qualifizierten Antiquitätenhändlern oder in den Auktionshäusern. Zu den bekanntesten und weltweit operierenden Auktionatoren gehören Christies und Sothebys in London. Das Dorotheum in Wien verstärkt in letzter Zeit ebenfalls seine internationalen Aktivitäten, hat einen Ressort für wissenschaftliche Instrumente geschaffen und möchte sich mit einer ersten Auktion zu diesem Thema am 23.04.2003 der Öffentlichkeit präsentieren.
Man kann sich auf den entsprechenden Homepages einloggen und über die Stichwortsuche bekommen Sie dann sehr schnell das aktuelle Angebot gelistet. In diesem Zusammenhang möchte ich wieder einmal auf meine NEWS vom 08.11.2001 hinweisen.

16.03.2003 (stoe) Ein Tipp zu den Ebay-Buchauktionen..
Hier gibt es die Kategorie für Bücher, in der Sie in der letzten Zeit auch vermehrt Literatur zu unserem Sammelgebiet finden können. Es lässt sich hier ganz sicher das eine oder andere "Schnäppchen" machen. Man muss aber aufpassen, denn es sind hier oftmals Titel darunter, die Sie noch druckfrisch oder in den einschlägigen Antiquariaten ganz problemlos bekommen können. Manchmal sogar günstiger wie nach einem hitzigen Bietergefecht. Deshalb bitte vorher informieren, wie weit Sie mitbieten sollten und ab wann Sie dann dem uninformierten Konkurrenten galant den Vortritt lassen.
Mitentscheidend für den Preisvergleich ist natürlich die Auflage. Erstausgaben sind in aller Regel teurer, muss man aber nicht in jedem Fall haben. Spätere Ausgaben wurden oftmals vom Autor berichtigt und ergänzt und sind deshalb aktueller. Aber da sag ich Ihnen ja sicherlich nichts Neues. Nutzen Sie deshalb die URL's auf unserer Linkseite zu Ihrer persönlichen Information!
>> Linkseite

11.03.2002 (stoe) Wer beherrscht noch die Fertigkeit des Entleerens und Befüllens von Quecksilberbarometerrohren?
Mit dieser Frage überraschte ich dieser Tage die Leser der Februar-Ausgabe der "Deutschen Optiker Zeitung" mit einer zweispaltigen Anzeige.
Wir beabsichtigen eine Adress-Datenbank zu erstellen, die es den Besuchern unserer FaW-Seiten ermöglichen soll, in ihrem Land oder ihrer Region einen "Spezialisten" für diese Aufgaben zu finden.
Wenn wir in unserer NEWS vom 23.11.02 schon die Forderung aufstellen, dass man unsere Barometer "quecksilberfrei" versenden soll, dann wäre es ja sicher nicht schlecht, wenn wir auch über einige im Bundesgebiet verstreute Adressen verfügen würden, wo man diesbezüglich Hilfe erfahren kann. Was liegt deshalb näher, als erst einmal die Fachkollegen zu befragen. Aber unter uns deutschen Augenoptikern ist offensichtlich leider niemand mehr in der Lage bzw. willens, diese Leistungen zu erbringen, denn bis heute hat sich noch niemand bei uns gemeldet.
Deshalb möchte ich hier und heute diesen Aufruf nochmals wiederholen. Ich möchte ihn dabei noch präzisieren und dreiteilen. Denn die Aufgabe des Entleerens eines Rohres ist natürlich ungleich einfacher als das Befüllen. Man kann es leicht selber machen, wenn man entsprechend unserer Anleitung in der oben genannten NEWS vorgeht.
Schwieriger allerdings ist das Befüllen. Hier gehört doch einige Übung dazu. Das professionelle Befüllen eines Rohres gar, mit Vakuumpumpe und Auskochen des Hg über der Gasflamme, hat vom Aufwand her nochmals eine ganz andere Qualität und bleibt deshalb nur den Spezialisten mit entsprechender Einrichtung vorbehalten.
Nun zu den Fragen:
A. Wer ist in der Lage aus einem Quecksilberbarometerrohr den Inhalt für den Transport fachgerecht zu entfernen?
B. Wer ist in der Lage ein einfaches Gefäßrohr nach der Do-it-yourself-Methode zu befüllen
[Ref. 201 Kap.12]?
C. Wer kann jede Art von Barometerrohren professionell (mit Vakumpumpe und HG auskochen) befüllen?

Natürlich gibt es auch Privatpersonen die vielleicht das Eine oder Andere könnten. Uns geht es aber darum, diese Arbeiten nach Möglichkeit an einen Geschäftsbetrieb zu delegieren, da hier die versicherungsrelevanten Dinge im Rahmen der vorhandenen Betriebsversicherung abgedeckt wären.
Wenn Sie also eine Firma haben und diese Leistungen erbringen können, sollten Sie sich bei uns melden!

>> Freunde alter Wetterinstrumente
02.03.2002 (stoe) Die Zeiten ändern sich, ob man das nun gut findet oder nicht...
Wenn man bis in die 70-iger Jahre einen Barometer kaufen wollte, so wurde man in aller Regel bei einem gut sortierten Augenoptiker ganz in der Nähe fündig. Hier gehörten die "meteorologischen Instrumente" noch bis in jene Zeit zum Berufsbild. Der Optiker war also Fachmann, konnte seinen Kunden gut beraten und achtete schon bei seinem Einkauf darauf, nur solche Produkte ans Lager zu nehmen, die er später guten Gewissens wieder weiterverkaufen konnte. Es sind genau die Instrumente, die uns heute so sehr gefallen.
Nur noch ganz wenige, unverzagte Betriebsinhaber setzen heute diese Tradition fort. Wie lange noch?
Denn zwischenzeitlich hat sich das Bild kräftig gewandelt. Die Industrie, unter gewaltigem Preisdruck durch die fernöstliche Konkurrenz, steht mit dem Rücken zur Wand. Hinzu kommt der Wandel zur Elektronik. Viele der Hersteller mussten deshalb schon aufgeben oder kämpfen ums Überleben. Die Augenoptikergeschäfte sahen sich plötzlich in Konkurrenz zu den Einmalangeboten von Kaffeeröstern, Baumärkten und sonstigen Billigheimern. Ihre Beratung war und ist zwar heute noch gefragt, denn solchermaßen gut informiert lässt sich famos ein "Schnäppchen" machen. "Man ist schließlich nicht doof!".
Wundern darf man sich dann aber nicht, dass sich viele Optiker mittlerweile dieser zwar beratungsintensiven aber wenig einträglichen Sparte entledigt haben. Wenn es nur noch um den Preis geht, worunter die Qualität natürlich zwangsläufig leidet, braucht man sich ebenfalls nicht zu wundern, dass das derzeitige Angebot an analogen Instrumenten in den genannten Quellen, mit nur wenigen Ausnahmen, milde ausgedrückt, als "nicht sein Geld wert" zu bezeichnen ist.
So betrachtet ist der Erwerb eines schönen alten Instrumentes allemal eine vernünftigere Alternative, denn Besseres kommt nicht mehr nach!


26.02.2003 >057

(stoe) Der Eispunkt = 0 Grad Celsius
Er ist einer der beiden Fundamentalpunkte die unsere heute gebräuchliche Celsius-Thermometerskala benützt. Der 2. Fundamentalpunkt ist der Siedepunkt von Wasser = 100o Celsius. Letzterer ist vom Luftdruck abhängig und sinkt daher mit zunehmender Ortshöhe. Die 100o gelten daher exakt nur bei einem Normaldruck von absolut 1013,25 hPa, wie er gelegentlich auf Meereshöhe gemessen wird. Der Einfluss des Luftdrucks auf den Eispunkt kann dagegen vernachlässigt werden.


Wenn Sie also in diesen Wintertagen Ihr Thermometer in den schmelzenden Schnee stecken, muss es exakt 0o Celsius anzeigen. Probieren Sie es einfach mal aus.

 


22.02.2003 (stoe) Wie würden Sie "vintage" übersetzen?
Schaut man in diversen Lexika oder Übersetzungsprogrammen nach, dann erfährt man bestenfalls, dass "vintage" für "Weinlese" steht. Meist jedoch sucht man vergebens.
Und doch begegnet uns diese Bezeichnung immer öfter, z.B. im Zusammenhang mit alten Autos und zunehmend auch in Ebay in Verbindung mit unseren Barometern. Ich wollte es dieser Tage genauer wissen und habe unsere Nachbarin, eine Studienrätin für Englisch interviewt. Auf Anhieb war Sie zwar auch überfragt, erklärte mir den Begriff später aber dann folgendermaßen:
"vintage" stammt ursprünglich aus dem Weinbaubereich und wird dort immer im Zusammenhang mit Alter und besonderer Qualität gebraucht. Umgangssprachlich wird es mittlerweile, im übertragenen Sinne, vielfach auch allgemein für ältere, besonders qualitätvolle Produkte mit Historie angewandt, wie es z.B. alte hochwertige Autos = "vintage cars", oder aber auch alte qualitativ höherwertige Barometer = "vintage barometers" sind.
Wenn ich mir aber die solchermaßen apostrophierten Produkte dann anschaue, frage ich mich allerdings häufig, was nun daran "vintage" sein soll?

15.02.2003 (stoe) Neulich hatten wir Freunde zu Besuch und natürlich sorgten meine diversen, im Haus verteilten Barometer für Gesprächsstoff. Ich erklärte dabei auch gerne die stilistischen und technischen Unterschiede der Instrumente. Urplötzlich kam dann die provozierende Frage:
Fein, aber welcher stimmt denn nun eigentlich...?
Mein Freund Dieter hatte völlig recht, es war mir nur noch nicht aufgefallen, aber die meisten meiner Baros lieferten leicht differierende Ergebnisse. Eine gute Frage fürwahr und der Stachel saß. Dabei sollte eine solch berechtigte Frage einen Barometersammler eigentlich nicht in Verlegenheit bringen.
Wie erfährt man aber nun wirklich kurzfristig den ultimativ genauen, örtlichen Barometerstand?
Die Wetterkarte in der neuesten Zeitung ist bestenfalls vom Vortag, ohne Quellenangabe und deshalb völlig ungeeignet. Die Wetterkarten im Internet, z.B. bei www.wetterzentrale.de, sind da schon deutlich aktueller. In meinen Fall vom gleichen Tag, 0900 UTC, also für Deutschland 10.00 MEZ. Mein Standort lag auf dieser Karte dann auch irgendwo zwischen der 1020er und 1024er-Isobare. Die absolute Wahrheit musste also irgendwo dazwischen liegen. Was nun tun? Den nächsten Flugpatztower anrufen? Wäre sicher eine Möglichkeit gewesen.
Aber wozu hat man schließlich ein Quecksilberbarometer zu Hause. Diese Instrumente liefern bei korrekter Ablesung immer den exakten "absoluten Luftdruck" für Ihre Ortshöhe. Wenn es über keine "relative Hilfsskala" in mbar bzw. hPa verfügt, so muss der abgelesene Messwert jetzt nur noch in "relativen Luftdruck" umgerechnet werden. Mit Hilfe des Veränderlichpunktes aus unserer Tabelle, sollte dies aber kein Problem sein. Es waren dann exakt 1023hPa. Schon deshalb gehört eigentlich in jede Barometersammlung zumindest auch ein Quecksilber-Gefäßbarometer!

08.02.2003 (stoe) Als Sammler kennen Sie natürlich die Situation...
Sie stöbern über einen Flohmarkt und entdecken ein schönes Aneroidbarometer. Äußerlich scheint es die Jahrzehnte gut überstanden zu haben, aber wie sieht es mit der Funktion aus? Verfügt es über kein "offenes Werk", sollte man jetzt über Röntgenaugen verfügen. Es geht aber auch anders.
Heute einige Tipps für Ihre persönliche Aneroid-Diagnose.
Einen ersten Hinweis erhalten Sie durch den Stand des Zeigers. Steht er im mittleren Bereich, so ist dies schon einmal ein gutes Zeichen. Muss aber nicht! Ist der Zeiger im Rechts- oder Linksanschlag, so kann dies ein defektes Werk bedeuten. Im Falle eines Aneroidwerkes mit Spannfeder, könnte dies im ersten Fall auf eine gebrochene Feder, im Zweiten - auf Luft in der Vakuumdose hinweisen. Muss es aber nicht!
Mit einem kleinen Schraubendreher sollten Sie deshalb jetzt durch Rechts- oder Linksdrehen der rückseitigen Einstellschraube versuchen, den Zeiger in seine Mittelstellung zu bringen. Bewegt sich der Zeiger nicht, so ist dies allerdings kein gutes Zeichen. Die Übertragung von der Dose zum Zeiger ist gestört. Möglicherweise ist das Barometer heruntergefallen und hat sich dabei "ausgehängt" oder aber schlimmer, die Kette bzw. der Faden ist gerissen. Letzteres ist oft auch ein Zeichen dafür, dass schon vor Ihnen jemand dran war! Der nachfolgende Drucktest wird dann erfolglos bleiben.
Hierzu ist das Instrument in eine transparente Plastiktüte zu legen und stramm aufzublasen. Bei sanftem be- und entlasten der Tüte, sollte nun der Barometerzeiger sich leicht hin und her bewegen lassen. Ein sicheres Zeichen dafür, dass das Werk und damit das Barometer noch funktionstüchtig ist.
Wenn Sie dem Händler Ihr Anliegen bezüglich der Funktionsprüfung höflich und kompetent vortragen, dürften Sie keine Absage erfahren. Ganz im Gegenteil, die meisten schauen interessiert zu und lernen dabei selber noch etwas dazu.
Jedenfalls kann man es nicht oft genug wiederholen: Sie sollten unbedingt darauf achten, dass Ihr Barometer beim Kauf funktionsfähig ist. Eine Reparatur mit Ersatz der Aneroiddose oder Barometerkette wird teuer und ist nur in den wenigsten Fällen vertretbar. Wichtig deshalb auch bei EBAY-Auktionen! Lieber vorher beim Anbieter anfragen und sich die Funktion im Vorfeld bestätigen lassen.

02.02.2003 (stoe) Unser Appell an unsere Freunde zu Jahresbeginn, hat spontan Wirkung gezeigt. Es haben sich zwei neue Sammler bei uns gemeldet und sich bereit erklärt, uns Fotos Ihrer besten Stücke zu überlassen. Der Erste hat sein Versprechen schon eingelöst. Er ist auf geschnitzte Baro-Thermo-Kombinationen aus den Jahren 1905 bis etwa 1930 spezialisiert. Eine Barometerform die offensichtlich damals in großen Stückzahlen produziert und ebenso erfolgreich verkauft wurde. Es herrscht jedenfalls auch heute noch kein Mangel daran, wie man sich leicht in Ebay überzeugen kann. Unserem Sammler geht es dabei um besonders qualitätvoll ausgeführtes Schnitzwerk.
Wir zeigen Ihnen ab sofort eine Auswahl seiner Exponate in unserem Museum und bedanken uns gleichzeitig ganz herzlich für seine Mitarbeit!

26.01.2003

(stoe) Frontal oder nicht frontal, das ist jedes Mal die Frage, die sich beim Fotografieren unserer Instrumente stellt.
Es gilt dabei den hässlichen Lichtreflex auf dem Glas zu vermeiden. Mit einem in die Kamera integrierten Blitz hat man damit so seine Probleme. Fein heraus sind alle diejenigen, die über eine separates Blitzgerät verfügen. Sie können damit jederzeit von seitlich oder auch indirekt über eine weiße Wand, oder die Zimmerdecke blitzen. Bei den meisten digitalen Kameras sucht man aber diesen Komfort heutzutage leider noch vergebens. In den Top-Preislagen tauchen langsam die ersten Exemplare auf. Was aber tun, wenn man über keinen separaten Blitzanschluss verfügt?
Das Blitzlicht gehorcht optischen Gesetzen (Reflexionsgesetz). Dies bedeutet, dass ein Lichtbündel unter dem gleichen Winkel wieder ausfällt unter dem es zuvor aufgetroffen ist (zu einer gedachten Senkrechten auf das Glas).
Also, bei frontaler, senkrechter Aufnahme reflektiert der Blitz in sich selbst, direkt ins Objektiv zurück. Wenn Sie nun etwas von seitlich fotografieren und zwar nur ganz wenig, so geht das reflektierte Licht am Objektiv vorbei, der Reflex wird dadurch vermieden.
Nachteil: Je nachdem wie "tief" der Korpus des Instrumentes ist und je seitlicher Sie stehen, umso größer wird der Schatten auf der gegenüber liegenden Seite und umso gewöhnungsbedürftiger wird die Perspektive für den Betrachter. Hier spielen unsere Sehgewohnheiten eine große Rolle. Wir sind es einfach nicht gewohnt, ein relativ flaches Objekt von seitlich zu betrachten.


Deshalb heute mein Tipp: Fotografieren Sie Ihr Instrument frontal, aber unter einem kleinen Winkel von oben oder unten. Sie vermeiden den Reflex gleichermaßen und der Bildeindruck wird natürlicher, denn auch in der Realität betrachten wir zwar frontal, aber oftmals eben auch nicht immer in Augenhöhe.
Noch ein zweiter Tipp: Überkleben Sie das Blitzfenster Ihrer Kamera mal mit mehreren Lagen mattem Tesafilm, besser noch mit einem mattierten Glas (gibt es beim Optiker). Das Blitzlicht wird dadurch besser gestreut und ist folglich weicher. Probieren Sie es einfach aus. Bei mir funktioniert es jedenfalls.


19.01.2003 (stoe) James Henry Steward - London, war von 1857 bis zu seinem Tod im Jahre 1900 ein renommierter Hersteller mathematischer, optischer und meteorologischer Instrumente im Stadtteil "Strand". Ein Schwerpunkt seines Schaffens waren dabei sicher die Barometer. Sowohl Aneroidbarometer, als auch eine Vielzahl von Quecksilberbarometer, insbesondere des "Fitzroy-Typs", wie sie damals an allen Bahnhöfen angebracht waren, gehörten zu seinem reichhaltigen Angebot und werden heute noch überliefert [Ref. 97]. Wir konnten dieser Tage unserem Katalog aus dem Jahre 1885 einen weiteren aus 1899 hinzufügen und empfehlen ihn Ihrer Aufmerksamkeit.
>>Literatur/Firmenkataloge

12.01.2003 (stoe) Haben Sie schon mal daran gedacht, dass es doch möglich sein müsste, mit einem einzigen Mausklick einen Überblick über das momentane Gesamtangebot an Barometern zu erhalten? Sozusagen ein weltweiter "Schaufensterbummel" vom heimischen Schreibtisch aus.
Bob Van der Hoeven, ein niederländ. Antiquitätenfachmann im Unruhestand hat sich die Mühe gemacht die verschiedensten Antiquitätenadressen zu sammeln und anschließend nach Sparten zu ordnen. Eine Sisyphusarbeit wie man sich vorstellen kann. So gibt es auf seinen Sites "Uncle B" u.a. auch eine Linksammlung zu Barometern und anderen wissenschaftlichen Instrumenten. Hier finden Sie, auf einer Seite zusammengefasst, alles was sich momentan mit unseren Sammelobjekten befasst und eine Website besitzt..
Der Schwerpunkt der Händler liegt derzeit dabei noch überwiegend bei den Quecksilberbarometern, aber es bleibt abzuwarten bis diese auch das weite Feld der Aneroide entdecken werden.
Da die Pflege und Ergänzung dieses Datenbestands eine "unendliche Aufgabe" sein wird, ist Herrn Van Hoeven noch ein langes und gesundes Leben zu wünschen! http://www.uncle-b.nl/UsaBarometers.htm

07.01.2003 (stoe) Zum Jahresende hat uns wieder ein Sammlerfreund Bilder seiner schönen Kollektion zugeschickt. Es sind über 40 Instrumente, teils Flüssigkeitsbarometer, teils Aneroide, auch mit skandinavischen Skalen. Ein bemerkenswertes, sehr frühes Bakbarometer und einige schöne Baro-Thermo-Kombinationen aus den 2o-iger und 30-iger Jahren ergänzen seitdem unser Museum. Ich habe sie heute eingestellt und bedanke mich herzlich.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich wieder einmal Werbung in eigener Sache machen und die Sammler unter unseren Besuchern abermals bitten, nicht nur zu Hause innerhalb der vier Wände zu sammeln, sondern uns doch Fotos Ihrer schönsten Exponate zur Verfügung zu stellen. Es muss sich dabei ja nicht immer um eine komplette Sammlung handeln. Wir freuen uns natürlich genauso sehr über schöne einzelne Instrumente.
Sie wissen ja, - Sie bleiben dabei absolut anonym und können uns Ihre "Leihgaben" auch nur für eine bestimmte Zeit überlassen. Die Betrachter unserer Seiten freuen sich jedenfalls über eine Ausstellung die sich hin und wieder verändert. Hier unsere Kontaktadresse: Freunde-alter-Wetterinstrumente

04.01.2003
(stoe) Zum Jahreswechsel ist aus dem FaW-Quartett ein Trio geworden. Die Kontinuität bleibt jedoch auch weiterhin gewahrt. Siehe auch: Info/ FaW-Team.

01.01.2003 PROSIT NEUJAHR!

NEWS vom 01.01.2010 - 30.06.2010  
NEWS vom 01.01.2009 - 30.06.2009 NEWS vom 01.07.2008 - 31.12.2009
NEWS vom 01.01.2008 - 30.06.2008 NEWS vom 01.07.2008 - 31.12.2008 
NEWS vom 01.01.2007 - 31.07.2007 NEWS vom 01.08.2007 - 31.12.2007
NEWS vom 01.01.2006 - 30.06.2006 NEWS vom 01.07.2006 - 31.12.2006
NEWS vom 01.01.2005 - 30.06.2005 NEWS vom 01.07.2005 - 31.12.2005
NEWS vom 01.01.2004 - 30.06.2004 NEWS vom 01.07.2004 - 31.12.2004
NEWS vom 01.01.2003 - 30.06.2003 NEWS vom 01.07.2003 - 31.12.2003
NEWS vom 01.01.2002 - 31.05.2002 NEWS vom 01.06.2002 - 31.12.2002
  NEWS vom 04.08.2001 - 31.12.2001

Barometer

Thermometer

Hygrometer

Anemometer

Literatur

Infos-Links

           

Homepage

Museum

Gästebuch

search

News