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NEWS - aktuell

06.09.2010 >249

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(stoe) Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie's ist...
Diese verunglimpfte alte Bauernregel viel mir spontan ein, als ich heute Nachmittag mit meinem Enkel zum Ferienende noch einen kleinen Ausflug in den Haustierhof Reutemühle bei Überlingen unternahm und den stolzen Hahn mit seinen Hühnern auf der Miste = Dunglege sah. Mein Enkel fand jedenfalls, es war ein toller Nachmittag mit Oma und Opa.

Übrigens, - wer ernsthaft alte Wetterregeln sammelt, ist mit Wilfried Steuer's Bäuerlichen Wetterregeln, Bad Buchau 1983, Monat für Monat gut bedient.
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02.09.2010 >245

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(stoe) Für die Freunde der "Geschnitzten"...
hält unser Museum mittlerweile eine hübsche Collection bereit. Sie wurden beginnend um 1890, als reine Barometer oder in Kombination mit einem Thermometer, seltener auch mit zusätzlichem Hygrometer gefertigt und sind bis heute noch in einigen Katalogen präsent.

Das Design wiederholt sich. Meist ein Thermometer nach R + C skaliert auf einer Milchglasskala, über einem Barometer mit offenem Kartonzifferblatt. Das Ganze dann umrahmt von Schnitzwerk eines bestimmten Themas. Der Einfallsreichtum kannte keine Grenzen!

Die Einen geraten bei ihrem Anblick aus dem Häuschen, Andere wiederum finden sie unmöglich. Es hängt wohl von dem gelebten Wohnstil ab, dass sich die Meinungen derart polarisieren. Aber machen Sie sich selbst ein Bild!
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28.08.2010 (stoe) Übrigens - skipen Sie schon?


26.08.2010 >238

(stoe) Detektivarbeit...
Schaut man in unseren Werkekatalog, so fallen dem Betrachter drei ganz außergewöhnliche Barometerwerke auf (ich habe sie mit rotem Rand gekennzeichnet). Sie fallen absolut aus der Reihe!

Alle sind mit intern gefederten Membranen ausgestattet, also nach 1875 entstanden und besonders qualitätvoll gearbeitet. Dabei treten sie unter unterschiedlichen Händlernamen auf. Brauckmann & Co.-Hamburg, Campbell-Hamburg, Parisius- Hannover sind uns mittlerweile bekannt.

Es könnte sich also um einen uns noch unbekannten, kleinen, regionalen, deutschen Hersteller handeln, der vor 1900 tätig war. Auch ist es möglich, dass alle Werke aus ein und derselben Werkstatt stammen.
Helfen Sie doch bitte mit bei unserer Recherche!


22.08.2010

(stoe) Lob muss auch mal sein...
Ich habe neulich in einer ruhigen Stunde genüsslich in unserem Virtuellen Museum "geblättert" und muss schon sagen: "...das was sich da mittlerweile an Exponaten angesammelt hat, ist schon hammermäßig". Ein Paradies für jeden Sammlerfreund. 1311 Exponate mit über 3500 Bildern sind schon sehr beeindruckend.

Natürlich ist dies der Verdienst der Gesamtheit aller unserer beteiligten Freunde weltweit, mittlerweile 60 an der Zahl. Man erkennt aber auch deren geschärften Sachverstand, wozu ich persönlich über die Jahre hoffentlich etwas beitragen konnte.

Es gibt bei uns heute kaum noch ein Segment, das größere Lücken aufweist und trotzdem findet sich fast täglich immer wieder etwas Interessantes und Neues das unsere Leidenschaft erneut anfacht. Möge das noch möglichst lange so bleiben.

Ich für meinen Teil, möchte mich an dieser Stelle einmal bei allen meinen FaW-Freunden für ihr langjähriges Engagement herzlichst bedanken. Weiter so!


19.08.2010 >231

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(stoe) Mit 77 Jahren....
Gerhard Schmiegel, einer der Gründerväter dieser Homepage ist Jahrgang 1933, erlernte den Beruf des Thermometerglasbläsers und arbeitete 45 Jahre seines Lebens in der Firma Juchheim in Fulda.

Viele tausend Thermometer und Barometer sind während dieser Zeit durch seine Hände gegangen.
Gerhard ist nun seit 1995 im Ruhestand, aber sein Gasbrenner kommt noch fast täglich zum Einsatz. Er erhält so die Barometer und Thermometer der FaW-Freunde in Funktion und sich selbst damit fit.

Zu seiner Königsdisziplin gehört die Anfertigung von verkürzten Amonton'schen Kapillaren bis hinab zu einem Fünftel Länge (!). Damit dürfte er wohl weltweit unschlagbar sein.

Wir gratulieren zum Geburtstag und wünschen Ihm und uns noch viele gesunde Jahre!
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07.08.2010 >219

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(stoe) Rekordpreis für ein Hygroskop...
mit der Nr. 60462176490 ging am 06.8.2010 in Ebay eine Auktion für ein kurioses Pappe-Hygroskop zu Ende. Das Objekt war mit 19 Geboten bis zuletzt heiß umkämpft, was sich auch im Rekordergebnis von 254,50 Euro (!) ausdrückt.

Die "junge Dame mit dem Zeigestock" gibt dabei den Wetterstatus an, wobei sich ihr Arm auf und ab bewegt und bei Pluie = Regen zusätzlich das Kopftuch das Haar bedeckt. Neben hygrometrischen Bezeichnungen finden sich auf der Skala auch barometrische Angaben, obwohl es natürlich alleine feuchtigkeitsabhängig funktioniert. Das Element selbst ist leider nicht zerstörungsfrei zugänglich.

Während der "Wettermönch" des öfteren aufttaucht, habe ich dieses Motiv bisher noch nicht gesehen. Es zeigt starke Elemente des Jugendstils bzw. des Art Deco, sodass es auch jener Zeit zugeschrieben werden kann.
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06.08.2010 >218

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(stoe) Victor Beaumont - 175 Center Street - New York...
so hieß die Anschrift eines frühen amerikanischen Manometer- und Barometerherstellers, der aus der Dampfdruck-Technik kam und im Juni 1859 sein Patent Nr. 24.365 anmeldete. Die Druckdosen des Barometers sind registerartig angeordnet, das Zifferblatt besteht typischerweise aus einem Kreissegment. Später wurde noch ein Metall-Thermometer integriert.

Beaumont-Aneroide sind äußerst rar und in EBAY, solange ich denken kann, erst zweimal aufgetaucht. Das Erste konnte ich vor Jahren erwerben.

Natürlich stieg auch diesmal mein Adrenalinspiegel wieder schlagartig an, als mich ein FaW-Freund auf diese Auktion aufmerksam machte. Der Verkäufer wollte jedoch nur Gebote aus den USA akzeptieren, schließlich handelte es sich in seinen Augen um ein "nationales Kulturgut", - was man ja irgendwie verstehen kann.

Ein "Strohmann" in den USA fiel aus, da unser FaW-Freund vor Ort selbst interessiert war.
In einem Punkt waren wir uns jedoch einig, wir wollten es unbedingt für unser "Virtuelles Museum" erwerben. Das ist uns dann auch gelungen, wie die aktuellen Bilder beweisen.

Somit verfügen die Faw-Freunde über 3 Exemplare dieser eher seltenen Spezies. Alle drei finden Sie in unserem virt. Museum. Eines (1) befindet sich noch im Zustand der Restaurierung (siehe NEWS vom 18.03.2009). Ein viertes Instrument hat die Courtesy of Skinner Inc. - Boston/ USA fotografiert. Ein fünftes besitzt das Smithsonsian Institut in Washington (inv. MHT 313,693, ident. (2)). Da kann man schon von einer musealen Rarität sprechen!
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29.07.2010 >210

Blaise Pascal (1623-1662)

(stoe) Blaise Pascal (1623-1662) und der Luftdruck...
Wenn Sie über einen Multmedia-PC verfügen, dann kann ich Sie heute auf ein Video-Leckerli aufmerksam machen.

Von YouTube halte ich eigentlich nicht viel. Es ist eine IT-Plattform wo jedermann seine mehr oder weniger gelungenen Videosequenzen einstellen kann. Unglaublich was einem da teilweise zugemutet wird.

Heute früh habe ich aber das Wort "Luftdruck" eingegeben und bin dabei auf einen Filmbeitrag aus der Reihe "Meilensteine der Technik" gestoßen, die der SWR und auch das Bay. Fernsehen gelegentlich ausstrahlt. Dabei wusste ich von dem Beitrag über Pascal, konnte ihn jedoch bisher leider nicht sehen.

Pascal, - Sie wissen schon, das ist der franz. Wissenschaftler aus dem 17. Jh. der u.a. die Höhenabhängigkeit des Luftdrucks und dessen Einfluss auf das Wetter erkannt hat und dazu seinen Schwager Florin Perier, im September 1648, mit einem Quecksilberbarometer auf den Puy de Dome geschickt hat. Aber sehen Sie selbst die gut gemachte Biographie in zwei Teilen. Gehen Sie auf 480pixel und schalten Sie den Full-Screen-Modus ein:
http://www.youtube.com/watch?v=AwwK1W2LDm8&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=dx8Orp5y-0Y


21.07.2010 >202

Nikolaus von Kues (1401-1464); Bitte klicken!

(stoe) Nikolaus von Kues (1401-1464), lat. Cusanus...
war im 15. Jh. ein berühmter und universal gebildeter dt. Philosoph. In Kues an der Mosel geboren, wurde er 1448 zum Kardinal in Rom, päpstl. Legat und 1450 zum Fürstbischof von Brixen berufen.

Neben seinem kirchenpolitischen Engagement beschäftigten ihn jedoch auch naturwissenschaftliche Themen. So hatte er vom Wesen der Luftfeuchtigkeit und wie man es messen könne, damals schon erstaunlich klare Vorstellungen.

Aber lesen Sie selbst dazu die dt. Übersetzung aus: De staticis experimentis, vom August 1450. Damit war er einer der Wegbereiter der ersten Hygroskope, die Leonardo da Vinci dann um 1478 erstmals skizzierte.
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11.07.2010 >192

Zeitungsanzeige 1877

 

(stoe) Wilhelm Lambrecht (1834-1904) - Prof. E. Wilhelm Klinkerfues (1827-1884)
In den Anfangsjahren, ab 1867 war Wilhelm Lambrecht eng mit dem Astronomen Prof. E. W. Klinkerfues verbandelt. Dabei war das kein normales Verhältnis, wie unter gleichwertigen Geschäftspartnern üblich. Nein, - Klinkerfues war der Herr Professor mit vielen Ideen und ständigen Geldnöten und Lambrecht sein Mechaniker und Finanzier. Dass das auf die Dauer nicht gut gehen konnte war abzusehen und so spitzte sich die Situation Jahr für Jahr zu.
Das beweist auch anschaulich eine Zeitungsanzeige aus dem Jahr 1877, die mir dieser Tage in die Hände gefallen ist.

"W. Lambrecht Göttingen - Fabrik meteorologischer Instrumente unter pers. Leitung des Professor Klinkerfues",
ist da zu lesen!

Deutlicher kann man den Status den W. Lambrecht in seinem eigenen Unternehmen wohl inne hatte nicht zum Ausdruck bringen! Wieder einmal musste Lambrecht tief schlucken und gute Miene zum bösen Spiel machen. Drei Jahre später kam es dann zum Eklat. Lesen Sie dazu auch meine Lambrecht-Firmenhistorie.
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09.07.2010 >190

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(stoe) Oatbeardhygroscope, Oatbeardhygrometer = Hafergrannenhygroskop
An vielen engl. Radbarometern wurden sie noch bis weit ins 19. Jh. verbaut. Heute funktioniert keines mehr. Ein eingeklebtes Holzstäbchen markiert das traurige Ende.

Das Wissen um diese Hygroskope mit pflanzlichem Element war uns mit den Jahren verloren gegangen. Im Rahmen unserer Arbeiten zur Hygrometrie wurden sie zum Thema. Diese grundlegende Beschäftigung mit den Hafergrannen und ihrer Funktion in den Hyroskopen (Film!) beförderte die alten Erkenntnisse wieder ans Tageslicht.

Deshalb ist auch ab sofort eine Instandsetzung dieser historischen Instrumente wieder möglich geworden. Rainer Holland, unser Mann auf Madeira, bietet diesen Reparatur-Service weltweit an. Interessenten können daher über seine Homepage mit ihm auf deutsch oder englisch Kontakt aufnehmen. http://www.villa-hibiskus.de
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05.07..2010

(stoe) Was sagt ein "Maker" aus - und was nicht...
Wenn ein Sammler ein Barometer erwirbt, dann wüßte er natürlich gerne wer dieses Instrument gefertigt bzw. aus welcher Werkstatt es stammt. Daher erhöht so eine Kennzeichnung grundsätzlich den Wert eines Objektes.
Dadurch ist aber auch Vorsicht angesagt. Ein geschickter Kupferstecher ist in der Lage, den Wert eines Objektes erheblich zu steigern.
Gewissenlose Händler nutzen diese Möglichkeit nicht selten aus. Klar muss aber auch sein, dabei handelt es sich eindeutig um den Tatbestand des Betruges!

Was aber sagt eine solche Kennzeichnung grundsätzlich aus? Versetzen wir uns in die Situation des frühen Handwerkers, der diese Kennzeichnung veranlasst hat. Was will er uns damit sagen? Fest steht, dass er sich damit von seinen Mitbewerbern abheben wollte. "Alleinstellung" nennt man das heute im Marketing.

Er wollte damit dem Käufer mitteilen, dass er als Hersteller, persönlich bzw. mit seinem Betrieb und seinem "guten Namen", hinter dem gemarkten Produkt steht. Dieser konnte somit davon ausgehen, dass er ein Qualitätsprodukt erworben hatte. Verstärkt wird diese Aussage noch durch den Zusatz "fecit = gemacht" und der Jahreszahl, was möglicherweise sogar der Hinweis auf ein Einzelstück ist.

Fehlt der Hersteller, so ist das natürlich nicht gleichzeitig eine Indiz für mindere Qualität. Meist handelt es sich dabei aber um ein in größerer Stückzahl produziertes Barometer. Auch Ankäufe von Zulieferanten und in "alter Manier" hergestellte Instrumente wurden gerne "anonym" verkauft.

Facit für den Sammler: Gemarkte Instrumente sind exakter zeitlich einzuordnen, verkörpern einen höheren Wert und sind auch leichter weiter zuverkaufen!


 



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